Beschreibung der Studie

Die strukturierte psychoonkologische Versorgung durch psychoonkologische Dienste (POD) in den Comprehensive Cancer Center’s (CCC) ist noch nicht hinreichend etabliert. Vor diesem Hintergrund soll unser jetziges Forschungsvorhaben durchgeführt werden. In dieser Studie sollen die psychosozialen Belastungen bei Krebspatienten systematisch ermittelt, der Bedarf, die Anliegen der Patienten für psychoonkologische Hilfen erfasst und die Inanspruchnahme eines psychoonkologischen Unterstützungsangebot sowie die Nicht-Inanspruchnahme hinsichtlich verschiedener unabhängiger sowie abhängiger Variablen über einen Zeitraum von vier Zeitpunkten untersucht werden. Die „Gruppe der Inanspruchnehmer“ wird hinsichtlich der Zufriedenheit mit der psychoonkologischen Beratung und Betreuung sowie der Veränderungen des subjektiven Behandlungsbedarfes befragt. Weiterhin wird die Anzahl der Kontakte dokumentiert. Der „Gruppe der Nicht-Inanspruchnehmer“ erhält eine reine Informationsvermittlung durch Ärzte oder Pflegepersonal oder durch Informationsbroschüren.

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Studiendetails

Studienziel Was: * Bedarf nach Informationen * Inanspruchnahme der Psychoonkologischen Unterstützung * Erreichung der Reha-Ziele (z.B. Reduzierung Fatigue, Insomnie und Schmerzen) * Psychische Befindlichkeit, * Zufriedenheit und Lebensqualität * Einbindung der Selbsthilfe ---- Wann: Überprüfung erfolgt zu T1 (14 Tage nach T0), T2 (1/2 Jahr nach T1) & T3 (1 Jahr nach T1) ---- Wie: Befragung ---- Womit: Fragebogenbatterie ---- 01. Distress-Thermometer 02. Patient Health Questionnaire (PHQ-D) 03. Hospital Anxiety & Depression Scale (HADS) 04. Short Form of Health Questionnaire (SF-12) 05. Skalen zur Erfassung der Sozialen Unterstützung bei Krankheit bei Krebspatienten (SSUK) 06. Fragebogen zum Informationsstatus 07. Fragebogen zur Inanspruchnahme verschiedener psychosozialer, medizinischer, rehabilitativer Angebote 08. Fragebogen zu Erwartungen & Wünschen hinsichtlich einer psycho-onkologischen Betreuung & Barrieren 09. Fragebogen zu Nutzung, Einbindung & Vernetzung (mit) der organisierten Selbsthilfe 10. Soziodemographische & medizinische Basismerkmale
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 1320
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Deutsche Krebshilfe (DKH)
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patient(inn)en mit Tumorerkrankung
  • ohne Selektion von Diagnosegruppen, Tumorstatus oder anderen Merkmalen
  • ab einem Alter von 18 Jahren
  • unter kurativer oder palliativer Behandlung
  • ausreichende Deutschkenntnisse.

Ausschlusskriterien

  • Anzeichen einer akuten psychiatrischen Erkrankung (Schizophrenie, Depression) oder
  • Anzeichen einer chronisch-neurologischen Erkrankung (z.B. Demenz).

Adressen und Kontakt

Universitäts KrebsCentrum Dresden, Dresden

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UCC Erlangen, Erlangen

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UCC Duisburg-Essen, Essen

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UCT Uniklinik Frankfurt/Main, Frankfurt a.M.

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CCC Freiburg, Freiburg im Breisgau

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UCC Hamburg, Hamburg

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NCT Heidelberg, Heidelberg

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Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Köln/Bonn, Köln & Bonn

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UCC Nürnberg, Nürnberg

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Südwestdeutsches CCC Tübingen, Tübingen

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Comprehensive Cancer Center Ulm, Ulm

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Comprehensive Cancer Center Mainfranken, Würzburg

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Häufig gestellte Fragen

Trotz vieler Fortschritte in der psychoonkologischen Forschung und Versorgung ist eine strukturierte psychoonkologische Versorgung durch psychoonkologische Dienste (POD) in den Comprehensive Cancer Center’s (CCC) noch nicht hinreichend etabliert. Vor diesem Hintergrund soll unser jetziges Forschungsvorhaben durchgeführt werden. In dieser Studie sollen die psychosozialen Belastungen bei Krebspatienten systematisch ermittelt, der Bedarf, die Anliegen der Patienten für psychoonkologische Hilfen erfasst und die Inanspruchnahme eines psychoonkologischen Unterstützungsangebot sowie die Nicht-Inanspruchnahme hinsichtlich verschiedener unabhängiger sowie abhängiger Variablen über einen Zeitraum von vier Messzeitpunkten (T0 bis T3) untersucht werden. Die Inanspruchnahme wird hierbei definiert als erfolgte psychoonkologische Beratung oder Behandlung durch eine psychoonkologische Fachkraft im Rahmen des POD des CCC. Die „Gruppe der Inanspruchnehmer“ wird hinsichtlich der Zufriedenheit mit der psychoonkologischen Beratung und Betreuung sowie der Veränderungen des subjektiven Behandlungsbedarfes befragt. Weiterhin wird die Anzahl der Kontakte dokumentiert. Der „Gruppe der Nicht-Inanspruchnehmer“ erhält eine reine Informationsvermittlung durch Ärzte oder Pflegepersonal oder durch Informationsbroschüren. Die Studie wird in Kooperation mit allen CCCs des Netzwerks (n = 12) durchgeführt werden.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien