Beschreibung der Studie

Diese Studie untersucht bei Patienten in der Entwöhnungsphase von der maschinellen Beatmung den akuten Effekt von atemmuskulärem Training auf die Kraftentwicklung des wichtigsten Einatmungsmuskels, dem Zwerchfell. Atemmuskuläres Training soll den Entwöhungsprozess von der maschinellen Beatmung positiv unterstützen. Eingeschlossen werden Patienten mit maschineller Beatmung über einen Luftröhrenschnitt (=Tracheostoma), die mindestens 60 Minuten ohne Beatmungsgerät eigenständig atmen können. Ziel ist es zu zeigen, dass atemmuskuläres Training bei dieser Patientengruppe ein sicheres Therapieverfahren darstellt und nicht zu einer akuten Überlastung des Zwerchfells führt.

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Studiendetails

Studienziel Als primärer Studienendpunkt wird der Verlauf des Atemwegsdruckes an der Trachealkanüle (TwPet (Powerlab, AdInstruments Pty, Castle Hill, Australien)) nach bilateraler anteriorer Magnetstimulation des N. phrenicus (BAMPS(Magstim 2002, Magstim Inc. ,Wales, United Kingdom)) vor und nach atemmuskulärem Training (IMT) definiert zwischen den Zeitpunkten T0 (vor dem Trianing) und T2 (nach 4 Trainingseinheiten) definiert.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 16
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Uniklinik Freiburg Abt. Pneumologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Prolongiertes Weaning entsprechend der Kriterien von Boles et al Weaning from mechanical ventilation. Eur Respir J. 2007; 29: 1033-56.
  • Fähigkeit zur Spontanatmung für mind. 1 Stunde
  • Einverständniserklärung des Patienten
  • Atemwegszugang über Trachealkanüle
  • Mindestalter 18 Jahre

Ausschlusskriterien

  • Schwere hypoxische respiratorische Insuffizienz (PaO2 < 60mmHg bei FiO2 > 0.40)
  • Hämodynamische Instabilität in den letzten 24h mit Katecholaminabhängigkeit (Dobutamin > 5 mg/kg/min, Noradrenalin > 1 mg/kg/min)
  • Vorbekannte neuromuskuläre Grunderkrankung (andere als critical illness polyneuropathy(CIP)/-myopathy (CIM), intensive care unit acquired weakness (ICUAW))
  • Fehlende Kooperation
  • Implantierte elektronische Geräte im Kopf-Halsbereich
  • Orthopädische oder sonstige Limitationen für eine sitzende Lagerungspositionen
  • Sedativa- / Analgetikagabe in den letzten 6 Stunden
  • PEEP-Ventil Abhängigkeit für den Spontanatmungversuch
  • Body-Mass-Index > 30 kg/m2

Adressen und Kontakt

Pneumologie, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Vorangegangene Studien konnten bereits die Sicherheit von atemmuskulärem Training (IMT) bei trachealkanülierten Patienten zeigen. Es konnten positive Effekte von IMT auf die globale inspiratorische Atemmuskelkraft (PImax) bei trachealkanülierten Patienten in der prolongierten Beatmungsentwöhnung (Weaning) nachgewiesen werden, wie auch eine verkürzte Weaningdauer. Selektive Effekte von IMT auf die Zwerchfellkraft bei Patienten mit beatmungsassoziierter Zwerchfellschwäche (ventilator-induced diaphragmatic dysfunction: VIDD) konnten bislang noch nicht nachgewiesen werden. Ziel der vorliegenden Studie ist es, den akuten Effekt von atemmuskulärem Training auf die Zwerchfellfunktion sowie -kraftentwicklung von Patienten mit VIDD in der Frühphase des prolongierten Weanings zu untersuchen. Die Studie erfolgt einmalig bei jedem Patienten; Verlaufsuntersuchungen sind nicht vorgesehen. Die Bestätigung einer VIDD erfolgt durch zwei Methoden: Ultraschallgestützte Zwerchfellmotilitätsuntersuchung und bilaterale anteriore Magnetstimulation des N. phrenicus (BAMPS) mit Atemwegsdruckmessung an der Trachealkanüle (TwPet). Das IMT erfolgt durch ein kommerziell erhältliches Atemmuskeltrainingsgerät, welches eine flussunabhängige Widerstandsatmung ermöglicht (inspiratory threshold loading; Threshold-IMT bzw PEP, Philips-Respironics, Eindhoven, Niederlande). Das PEP-Gerät wurde ursprünglich als Physiotherapiegerät zum Erhalte eines positiv-endexspiratorischen Druckes entwickelt und funktioniert analog zum IMT-Gerät mit jedoch geringeren Widerständen. Dieses Gerät wird anstelle des IMT-Gerätes bei Patienten mit schwerer atemmuskulärer Schwäche eingesetzt. Die akuten Auswirkungen des atemmuskulären Trainings werden durch physiologische Parameter (Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz, Blutdruck, Blutgasanalyse, Herzzeitvolumen), Erfassung des zentralen Atemantriebs durch Oberflächenelektromyographie (EMG) der parasternalen und Zwerchfellmuskulatur sowie Zwerchfellkraftmessung nach BAMPS (TwPet) gemessen.

Quelle

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