Beschreibung der Studie

Ziel dieser Untersuchung ist es, die Mundgesundheit und Mundhygiene stationärer geriatrischer Patienten neben der mundgesundheitsbezogenen Lebensqualität zu erfassen und zu verbessern. Bedingt durch akute allgemeinmedizinische Erkrankungen, die einen stationären Aufenthalt notwendig machen, wird der Mundhygiene weniger Bedeutung geschenkt und mitunter vernachlässigt. Dies kann zu diversen Mundgesundheitsproblemen führen. Stationäre geriatrische Patienten werden zahnärztlich untersucht, ihr häuslichen Mundhygienegewohnheiten mittels eines speziellen Fragebogens und die mundgesundheitsbezogenen Lebensqualität mittels eines standardisierten Fragebogens erfasst. Die Patienten der Interventionsgruppe erhalten durch Zahnärzte individuell angepasste Empfehlungen für geeignete häusliche Mundhygienemaßnahmen, trainieren gemeinsam deren Durchführung mit Anwendung geeigneter Hilfsmittel und werden zur regelmäßigen Mundhygiene motiviert. Die Patienten der Kontrollgruppe erhalten ebenfalls individuell angepasste Empfehlungen für geeignete häusliche Mundhygienemaßnahmen und werden zur regelmäßigen Mund- und Prothesenreinigung motiviert, jedoch ohne Hands-on-Training mit einem Zahnarzt/einer Zahnärztin. Die Hypothese, dass stationäre geriatrische Patienten durch professionelle Anleitung und Hands-On-Training von individuell angepassten Mundhygienemaßnahmen ihre Mundhygiene verbessern können, soll bewiesen werden.

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Studiendetails

Studienziel A-Mundhygiene, gemessen mit Turesky- Index a) zur Eingangsuntersuchung, b) zur Nachuntersuchung (kurz vor Entlassung) vor selbständiger Zahnreinigung und c) zur Nachuntersuchung (kurz vor Entlassung) nach selbständiger Zahnreinigung; B-Prothesenhygiene, gemessen mit Prothesenhygieneindex nach Wefers a) zur Eingangsuntersuchung, b) zur Nachuntersuchung (kurz vor Entlassung) vor selbständiger Reingung, c) zur Nachuntersuchung (kurz vor Entlassung) nach selbständiger Reinigung.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 122
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Jena

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • MMS (MiniMentalStatus) mindestens 24

Ausschlusskriterien

  • Patienten mit Demenz

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Bedingt durch akute allgemeinmedizinische Erkrankungen, die einen stationären Aufenthalt notwendig machen, wird der Mundhygiene weniger Bedeutung geschenkt, was zu Beeinträchtigungen der Mundgesundheit und mundgesundheitsbezogenene Lebensqualität führen kann. Ziel dieser Untersuchung ist es, die Mundgesundheit, Mund- und Prothesenhygiene stationärer geriatrischer Patienten zu erfassen und zu verbessern. Material und Methoden: 122 Patienten der Geriatrischen Stationen des Universitätsklinikums Jena mit einem MiniMentalStatus(MMS) nach Folstein von mindestens 24 werden im Rahmen einer aufsuchenden Betreuung zahnärztlich untersucht und beraten. Die Eingangsuntersuchung erfolgt zeitnah der stationären Aufnahme. Es werden intraorale Befunde zum Zustand des Gebisses, des Zahnersatzes, der Gingiva und der Mundschleimhaut erhoben sowie die Mundhygiene mittels Turesky-Index und die Prothesenhygiene mittels Prothesenhygieneindex nach Wefers bewertet. Anhand eines speziell entwickelten Fragebogens wird der Patient zu den häuslich und stationär durchgeführten Mundhygienemaßnahmen befragt. Die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität wird mit Hilfe des standardisierten und validierten OHIP-G 14 Fragebogens erfasst. Ein Abstrich der Wangenschleimhaut und eine parodontale Plaqueprobe werden entnommen. Geeignete patientenbezogene und individuell dem Bedarf angepasste häuslich durchführbare Mundhygienemaßnahmen werden jedem Patienten empfohlen. Alle Patienten werden zur regelmäßigen Mundhygiene motiviert. Die Patienten werden zufällig einer Interventions- und eine Kontrollgruppe zugeteilt. Die Patienten der Interventionsgruppe trainierten die individuelle empfohlenen Mundhygienemaßnahmen und die Anwendung geeigneter Hilfsmittel praktisch mit dem Zahnarzt/der Zahnärztin. Die Patienten der Kontrollgruppe erhalten kein praktisches Training. Kurz vor Entlassung der Patienten wird eine Zweituntersuchung durchgeführt. Die Mund- und Prothesenhygiene werden erneut erfasst, einmal vor und einmal nach der selbstständigen Reinigung durch den Patienten. Die Probenentnahme wird ebenfalls wiederholt. Die Mundgesundheits- und Hygienedaten werden im Verlauf analysiert und unter Berücksichtigung der durch die vorliegenden Allgemeinerkrankungen bedingten Einschränkungen interpretiert. Die Plaque- und Speichelproben werden mit Hilfe von mikrobiologischen Tests ausgewertet und die Ergebnisse mit Bezug auf die Daten zur Mund- und Allgemeingesundheit analysiert. Die Hypothese, dass stationäre geriatrische Patienten durch professionelle Anleitung und praktisches Training von individuell angepassten Mundhygienemaßnahmen ihre Mundhygiene verbessern können, soll bewiesen werden.

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