Beschreibung der Studie

Während die Einflüsse sporttherapeutischer Interventionen im Rahmen der Krebsnachsorge gut dokumentiert und evaluiert sind, besteht im Bereich der Bewegungstherapie während und nach einer Chemotherapie von Tumorpatienten noch erheblicher Forschungsbedarf. Laut Daten der American Cancer Society hat die 5-Jahres Überlebensrate von Krebspatienten in den letzten dreißig Jahren stetig zugenommen. Jedoch geht es in einer Gesellschaft, in der Leistungsfähigkeit, Teilnahme am öffentlichen Leben und Selbstverwirklichung eine große Rolle in der Lebensgestaltung spielen, nicht mehr nur um reine Lebenszeit. Vielmehr gewinnt auch an Bedeutung, wie die Qualität der gelebten Zeit empfunden wird. In mehreren epidemiologischen Studien wurde der positive Einfluss körperlicher Aktivität auf die Lebensqualität und die Morbidität bei Prostatakrebspatienten nachgewiesen. Doch ist weiterhin offen, welche Rolle der Immunstatus und in diesem Kontext spielt. Bislang gibt es keine Studien, die körperliche Aktivitäten im systematischen Immunstatusdesign bei Krebspatienten untersucht haben. Das Ziel der geplanten prospektiven, multizentrischen RCT-Studie ist es zu untersuchen, inwieweit sich eine Trainingsintervention auf das Immunsystem und die Lebensqualität von Prostatakrebspatienten auswirkt. Hierzu werden 80 Probanden in die vorliegende Studie involviert, von denen 40 unter Hormontherapie und 40 unter Antiandrogentherapie und Chemotherapie stehen. Jeweils 20 der Probanden erhalten Training, die andere Gruppe nicht. Die Trainingsintervention bildet ein standardisiertes und strukturiertes körperliches Ausdauertraining über einen Zeitraum von 6 Monaten unter kontrollierten sporttherapeutischen Bedingungen. Die Patienten werden aus den niedergelassenen Praxen des Onkologischen Arbeitskreises Köln sowie des Krankenhauses Nordwest in Frankfurt rekrutiert. Es erfolgen immunologische und sportmedizinische Untersuchungen sowie Erhebungen mittels international evaluierter Fragebögen vor der Intervention, nach 6 Monaten und in einem Follow Up von 18 Monaten. Diese Untersuchungen können Rückschlüsse auf den möglichen Einfluss einer ausdauersportlichen Betätigung im Hinblick auf die Rezidiv-Frequenz und damit auch auf die Gesamt-Morbidität bei körperlicher Aktivität ermöglichen.

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Studiendetails

Studienziel Interleukin-6, Macrophage migration inhibiting Factor (MIF), Testosterone, Insulin like growth factor 1 (IGF1) Methode: ELISA Messzeitpunkte: Vor Intervention, nach 3 Monaten, Post Intervention (nach 6 Monaten), 6 Monate Post Intervention, 12 Monate Post intervention
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Stiftung Leben mit Krebs

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom, die mit einer begonnenen Hormontherapie oder einer Hormontherapie in Kombination mit einer Chemotherapie behandelt werden bei einer erwarteten Therapiedauer von mindestens 3 Monaten
  • Hormontherapie muss seit 4 Wochen begonnen worden sein
  • Wenn Chemotherapie muss Baselinetestung vor erster Aplikation erfolgen
  • Hb >9 g/dl
  • EF > 60%
  • FEV1 > 50%
  • schriftliche und gültige Einverständniserklärung des Patienten gemäß Anlage
  • Alter > 18 Jahre
  • Lebenserwartung> 6 Monate
  • Unaufälliges Ruhe- und Belastungs EKG
  • Unauffälliges Herzultraschall

Ausschlusskriterien

  • Anämie < 8g/dl, Thrombozyten < 10000/µl, COPD, Epilepsie, ZNS Metastasen, geplante OP, Herzinsuffizienz (NYHA III-IV), Koronare Herzkrankheit, Therapierefraktäre Hypertonie, andere Internistische Defizite, die eine Studienteilnahme verhindern, Orthopädische Probleme, die eine Studienteilnahme verhindern, Psychologische Probleme, die eine Studienteilnahme nach Einschätzung des behandelnden Arztes verhindern.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die ProImmunstudie ist eine prospektive, multizentrische, präferenz randomisierte, kontrollierte Studie, die den Einfluss eines 24 wöchigen Ausdauertrainings auf 80-100 Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom untersucht. Die Patienten sind in folgende Gruppen unterteilt: Antiandrogentherapie + Sport, Antiandrogentherapie ohne Sport, Chemotherapie+ Antiandrogentherapie + Sport, Chemotherapie+ Antiandrogentherapie ohne Sport. Als primärer Endpunkt werden Veränderungen prostatakrebsspezifischer Zytokine und Hormone (IL-6, MIF, IGF-1, Testosteron) beobachtet. Sekundäre Endpunkte sind der Immunstatus, oxidativer Stress, antioxidative Kapazität, VO2 peak, Fatigue und die Lebensqualität. Patienten der Interventionsgruppen trainieren 5mal pro Woche, wobei je 2 Trainingseinheiten unter Superversion stattfinden. Während der überwachten Trainingseinheiten trainieren die Patienten der Interventionsgruppe bei 70-75% Ihres VO2peaks. Um die Nachhaltigkeit der Intervention zu beobachten werden 2 Follow-up Messungen durchgeführt (12 und 18 Monate nach Baselinemessung).

Quelle

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