Beschreibung der Studie

Ziel dieser Untersuchung ist es, die Mundgesundheit und Mundhygiene stationärer Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie neben der mundgesundheitsbezogenen Lebensqualität zu erfassen und zu verbessern. Bedingt durch psychische Erkrankungen, die einen stationären Aufenthalt notwendig machen, wird der Mundhygiene weniger Bedeutung geschenkt und mitunter vernachlässigt. Dies kann zu diversen Mundgesundheitsproblemen wie Karies, Zahnfleischentzündungen, Störungen des Zahndurchbruchs und akuten dentogenen Infektionen führen. Die Patienten werden zahnärztlich untersucht, ein Kariesrisikotest durchgeführt, ihre Mundhygienegewohnheiten mittels eines speziellen Fragebogens sowie die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität mittels eines standardisierten Fragebogens erfasst. Der Mundhygienezustand wird zu Beginn und am Ende des stationären Aufenthaltes anhand der Verteilung von Zahnbelag gemessen. Die Patienten werden in eine Interventions- und eine Kontrollgruppe eingeteilt. Die Patienten der Interventionsgruppe erhalten zu Beginn des stationären Aufenthaltes durch Zahnärzte individuell angepasste Empfehlungen für geeignete Mundhygienemaßnahmen und trainieren gemeinsam deren Durchführung. Die Patienten der Kontrollgruppe erhalten diese Empfehlungen erst am Ende des stationären Aufenthaltes. Die Hypothese, dass stationäre Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie durch professionelle Anleitung und Hands-On-Training von individuell angepassten Mundhygienemaßnahmen ihre Mundhygiene verbessern können, soll bewiesen werden

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Studiendetails

Studienziel Mundhygienestatus, gemessen mit Turesky-Index: 1. zur Eingangsuntersuchung zeitnah der stationären Aufnahme 2. zur Nachuntersuchung zeitnah der Entlassung von Station: 2.a vor selbständiger Zahnreinigung +2.b nach selbständiger Zahnreinigung
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 74
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Jena

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • stationärer Aufenthalt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Karies-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Bedingt durch psychische Störungen, deren Ausprägung einen stationären Aufenthalt fordern, wird der Mundhygiene weniger Bedeutung geschenkt, was zu Beeinträchtigungen der Mundgesundheit und mundgesundheitsbezogenen Lebensqualität führen. Ziel dieser Untersuchung ist es, die Mundgesundheit, Mundhygiene und mundgesundheitsbezogene Lebensqualität von Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu erfassen und zu verbessern. Material und Methoden: 74 Patienten der Stationen der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Jena zwischen 6 und 18 Jahren werden im Rahmen einer aufsuchenden Betreuung zahnärztlich untersucht und beraten. Mittels eines Randomisierungstools werden die Patienten einer Interventions- und einer Kontrollgruppe zugeteilt. Die Eingangsuntersuchung erfolgt zeitnah der stationären Aufnahme. Es werden intraorale Befunde zum Zustand des Gebisses, des Zahnfleisches und der Mundschleimhaut erhoben sowie die Mundhygiene mit Hilfe des Turesky-Index gemessen. Anhand eines speziell entwickelten Fragebogens wird der Patient zu den stationär und häuslich durchgeführten Mundhygienemaßnahmen sowie zur Zahnarzt-Angst befragt. Die mundgesundheitsbezogenen Lebensqualität wird mit Hilfe des kindgerechten, standardisierten und validierten CPQ-G11-14-Fragebogens erfasst. Ein Karies-Risiko-Sofort-Test wird durchgeführt und das Ergebnis altersgerecht kommuniziert. Den Patienten der Interventionsgruppe werden geeignete, den kognitiven und motorischen Fähigkeiten des Patienten angepasste Mundhygienemaßnahmen empfohlen und deren Durchführung unter Anwendung geeigneter Hilfsmittel praktisch trainiert. Kurz vor Entlassung erfolgt die Nachuntersuchung, wobei die Mundhygiene mit Hilfe des Turesky-Index erneut gemessen wird. Im Rahmen dieser Nachuntersuchung erhalten auch die Patienten der Kontrollgruppe die individualisieren Empfehlungen zu Mundhygienemaßnahmen und trainieren deren Durchführung. Die Ergebnisse der mundgesundheitsbezogenen Daten werden im Kontext der Grunderkrankung analysiert. Die Hypothese, dass stationäre Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie durch professionelle Anleitung und Hands-On-Training von individuell angepassten Mundhygienemaßnahmen ihre Mundhygiene verbessern können, soll bewiesen werden.

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