Beschreibung der Studie

Viele Kinder mit Zerebralparese (CP) entwickeln Bewegungseinschränkungen der großen Gelenke (z.B. am Knie). Diese Bewegungseinschränkungen werden wahrscheinlich verursacht durch verkürzte hintere Oberschenkelmuskeln und verkürzte Wadenmuskulatur. Eine der Behandelmöglichkeiten hierfür sind muskelverlängernde Operationen. Obwohl die Operationen bei den meisten Kindern einen guten Behandelerfolg aufweisen, kommen die Bewegungseinschränkungen bei manchen Kindern wieder zurück. Das Ziel dieser Studie ist es, zu untersuchen auf welche Weise Muskeleigenschaften zu den Gangproblemen bei Kindern mit CP beitragen. Hierfür untersuchen wir die Muskeleigenschaften und stellen eine Beziehung zu den Bewegungseinschränkungen der Gelenken und zum Gehen her. Im Weiteren werden die Muskeleigenschaften vor der Operation mit den Muskeleigenschaften von Kindern ohne CP verglichen. Dadurch ist es möglich die Ursachen der Bewegungseinschränkungen und die Kurz- und Langzeiteffekte von muskelverlängernden Operationen besser zu verstehen. Zusätzlich vergleichen wir zwei Operationsverfahren der Muskelverlängerung: (1) Die Standardmethode: Die Verlängerung aller auf der Oberschenkelinnenseite gelegenen Kniebeuger (2) Die Durchtrennung der Sehnen eines Kniebeugers (Semitendinosus). Dieses zweite Verfahren ist weniger belastend für den Patienten und zeigt bisher vergleichbare Behandelerfolge.

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Studiendetails

Studienziel Histologische, morphologische und mechanische Muskel- und Sehneneigenschaften und Eigenschaften des Moment-Gelenkswinkel von Knie und Knöchel; Durchgeführte Untersuchungen: Muskelultraschall und Moment-Gelenkswinkel Messungen; Weiters wird während der Operation eine Muskel- und Sehnenbiopsie entnommen. Die Messungen werden vor der Operation (baseline), 6-12 Wochen, 6 Monate, 12 Monate und 24 Monate nach der Operation durchgeführt. Muskel- und Sehnenbiopsien werden einmalig - während der Operation - entnommen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 46
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Phelps Stichting voor spastici

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • 1.) Klinische Diagnose: spastische Zerebralparese (2.) Operationsindikation für die chirugische Verlängerung des Muskel-Sehnen-Apparats (3.) Gross Motor Function Classification System Expanded and Revised (GMFCS-E&R) Level II-III (gehfähig mit oder ohne Hilfsmittel)

Ausschlusskriterien

  • 1.) Behandlung der Muskeln, die zur chriurgischen Verlängerung indiziert sind, mit Botulinum Toxin A in den vorangegangen 3 Monaten, (2.) eine durchgeführte selektive dorsale Rhizotomy, Behandlung mit einer Intrathecalen Baclofen Pumpe oder eine vorangegangen orthopädische Operation der betreffenden Muskelgruppen,(3.) Krankheit oder ein Unfall im vergangenen Jahr oder ein für 3 Wochen stark vermindertes Aktivitätenniveau des Kindes im letzten halben Jahr; (4.) Ruhigstellung des Beines 24-Stunden täglich mehr dann 2 Wochen, in den vorangegangenen 3 Monaten (5.) andere neuromuskuläre oder orthopädische Erkankungen, die das Gehen beeinflussen, (6.) Medikamente, die neuromuskuläre Eigenschaften beeinflussen in den vorangegangen 3 Monaten (7.) Eltern/Vormund und/oder das Kind kooperieren nicht gut genug um an der Studie teilnehmen zu können.

Adressen und Kontakt

UKBB, Basel

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Häufig gestellte Fragen

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Die operative Verlängerung des Muskel-Sehnen-Apparats bei Kindern mit Zerebralparese (CP) zeigt kurzfristig gute Erfolge um die Bewegungseingschränkung der Gelenke (Knie und Knöchel) zu erhöhen und damit das Gehen zu verbessern. Allerdings kommt es bei einem erheblichen Anteil der operierten Kinder mittel- bis langfristig zu Rezidiven und sind weitere Eingriffe nötig. Die Anpassungsprozesse des Muskel-Sehnen-Apparats, die mit solchen Operationen einhergehen, sind weitgehend unbekannt. Ziel dieser Studie ist es (1) Erkenntnis zu gewinnen, auf welche Weise histologische, morphologische und mechanische Muskeleigenschaften zu dem eingeschränkten Bewegungsumfang der Gelenke bei Kindern mit CP beitragen, (2) die Kurz- und Langzeitergebnisse der Operationen auf die morphologischen und mechanischen Muskeleigenschaften zu ermitteln und (3) die Beziehung zwischen den Muskeleigenschaften und der Einschränkung die Kinder mit CP beim Gehen erfahren herzustellen. Diese Studie ist eine Beobachtungsstudien die zu mehreren Zeitpunkten durchgeführt wird (eine präoperative und vier postoperative Messungen). Die präoperative Messungen von Kindern mit CP werden mit den Messwerten normal entwickelten Kindern verglichen. Zusätzlich werden zwei Operationsverfahren miteinander verglichen: eine einfache perkutane Tenotomie des Musculus Semitendinosus und die Standardmethode die Verlängerung des Musculus Semitendiosus, Semimembranosus und Gracilis. Patienten werden per Losentscheid zugeordnet.

Quelle

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