Beschreibung der Studie

Bei Stottern handelt es sich um eine sehr komplexe Störung, für deren Entstehung und Aufrechterhaltung sowohl genetische, neurophysiologische, psychologische als auch Umweltfaktoren verantwortlich gemacht werden. Um dieser Vielschichtigkeit zumindest annährend gerecht zu werden, versucht das vorliegende Forschungsprojekt, möglichst viele dieser Faktoren zu berücksichtigen. Dafür werden zunächst mögliche genetische, morphologische, psychologische sowie soziale Einflussfaktoren auf die Stottersymptomatik erfasst. Zudem werden mit Hilfe von kernspintomographischen Untersuchungen die neurophysiologischen Grundlagen des Stotterns näher untersucht. Ein derart umfangreiches Forschungsvorhaben bietet die Chancen, mehr über die Ursachen des Stotterns sowie über die Wechselwirkungen der verschiedenen Einflussfaktoren herauszufinden. Die Teilnehmer an der Studie sind stotternde Menschen, die mit Kontrollpersonen verglichen werden. Die Haupthypothesen lauten wie folgt: - Variationen auf dopaminergen/serotonergen Genen stehen mit Stottern im Zusammenhang (außerdem wird untersucht, ob diese genetischen Varianten über Persönlichkeitseigenschaften die Stottersymptomatik beeinflussen) - Stotternde Menschen haben unabhängig vom Geschlecht eine 'männlichere' Hand (längeren Ring- im Vergleich zum Zeigefinger), was auf einen erhöhten pränatalen Testosteronspiegel hindeuten würde - die Basalganglienfunktionen im Gehirn sind bei stotternden Menschen im Vergleich zu Kontrollpersonen verändert (dies zeigt sich in unterschiedlichen Computerexperimentleistungen, die diese Funktionen abtesten) - es zeigen sich veränderte Mechanismen der Basalganglien sowie Sprachzentren im Gehirn im Vergleich stotternde Menschen vs Kontrollpersonen gemessen mit bildgebenden Verfahren des Gehirns

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Studiendetails

Studienziel Ein Endpunkt der Studie wird die Überprüfung der Hypothese, ob dopaminerge/serotonerge Polymorphismen Einfluss auf die Stottersymptomatik nehmen. Ein weiterer Endpunkt ist die Beantwortung der Frage, ob pränatales Testosteron eine Rolle bei der Stotterstörung spielt (2D:4D Scan Studie). Mit Hinblick auf die MRT Studie ist der Endpunkt erreicht, wenn die Rolle der Basalganglien für Stottern im Kontext unserer Studie geklärt ist.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 660
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Institut für Psychologie, Universität Bonn

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • In der Patientengruppe muss eine Stottersymptomatik vorliegen, in der Kontrollgruppe handelt es sich um gesunde Probanden.

Ausschlusskriterien

  • Psychiatrische/neurologische Erkrankungen aktuell oder in der Vergangenheit (außer Stottern)

Adressen und Kontakt

LVR Klinik, Bonn / Institut für Psychologie, Universität Bonn

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In der vorliegenden Studie werden multimethodale Faktoren berücksichtigt, um die Stottersymptomatik besser zu verstehen. Dabei werden genetische Faktoren (ein Fokus liegt auf der Untersuchung dopaminerger Gene), morphologische Marker, kognitive Fähigkeiten und psychologische Faktoren wie Persönlichkeit oder Umwelteinflüsse berücksichtigt. Zusätzlich unterziehen sich in der als Case/Control Experiment angelegten Studie sowohl stotternde Menschen als auch gesunde Probanden einem MRT Scan, um Einblicke in die Arbeitsweisen des Gehirns zu bekommen. Die Haupthypothesen wurden bereits in der "Allgemeinverständlichen Kurzbeschreibung" vorgetragen.

Quelle

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