Beschreibung der Studie

Eine gute postoperative Schmerztherapie führt zu einem deutlich höheren Wohlbefinden, zu einer schnelleren Mobilisation, damit zur Minimierung von Risiken wie z.B. der Thrombosegefahr, einem kürzeren Krankenhausaufenthalt und einem besseren Patientenkomfort. Standardmäßig wird seit Jahren im Rahmen großer Operationen der Periduralkatheter zur Verringerung der postoperativen Schmerzen, zur Verbesserung der Darmbeweglichkeit, zur Förderung der Durchblutung und damit zur Erzielung einer raschen Heilung, angewandt. Leider ist das Legen des Periduralkatheter nicht immer bei jedem Patienten möglich (neurologische Erkrankungen, Rückendeformitäten, zwingende Einnahme blutverdünnender Medikamete, schwere Herz-Kreislauferkrankungen), sodass andere Schmerztherapieverfahren mit möglicherweise höheren Nebenwirkungsspektrum und geringerer Effektivität zur Anwendung kommen müssen. Eine Alternative zum Periduralkatheter stellt der Bauchdeckenkatheter dar, der bereits in vielen Studien mit guter Wirksamkeit untersucht wurde. Es ist ein risikoarmes Verfahren zum Erlangen einer hohen postoperativen Schmerzfreiheit, guten Heilungsraten und Rekonvaleszensförderung. Im Rahmen der Studie werden mittels der visuellen Analogskala die postoperative Schmerzintensität über einen Zeitraum von 3 Tagen nach der Operation jeweils morgens mittags und abends erhoben und die Darmperistataltik jeweils morgens, mittags und abends überwacht, die Mobilisation, Komplikationen, Rekonvaleszenz und Patientenzufriedenheit erhoben. Es werden Patienten eingeschlossen, bei denen eine mediane Laparotomie oder eine quere Oberbauchmedianlaparotomie infolge von Resektionen des Gastrointestinaltraktes benigner oder maligner Genese erforderlich sind. Mit dieser Studie soll aufgezeigt werden, dass der Wundinfusionskatheter eine gleichwertige oder möglicherweise bessere postoperative Schmerztherapie darstellt als der Periduralkatheter. Dadaurch, dass der Wundinfusionskatheter bei nahezu allen Patienten komplikationslos gelegt werden kann, kann dieser eine adäquate Alternative zum Periduralkatheter darstellen.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt: Was wird gemessen? - Messung der postoperativen Schmerzintensität - Messung der postoperativen Darmmotilität Wann wird gemessen? - am Abend der Operation: Schmerzintensität und Darmperistaltik - an Tag 1-3 postoperativ jeweils morgens, mittags und abends: Schmerzintensität und Darmperistaltik Wie wird gemessen? - Schmerzintensität: anhand der numerischen Schmerz-Analogskala - darmperistaltik: mittels Auskultation
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Chirurgische Klinik I Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie und Koloproktologie Johanniter Krankenhaus Rheinhausen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle elektiven Operationen, die Resektionen des Gastrointestinaltraktes benigner als auch maligner Natur betreffen (Ösophagus, Magen, Pancreas, Leber, Dünndarm, Colon)
  • Median Laparotomien, Oberbauchquerlaparotomien
  • saubere und sauber-kontaminierte Operationen
  • Fähigkeit, die Zielsetzung der Studie, die Patienteninformation und die Einverständniserklärung zu verstehen und zu unterschreiben
  • mindestens 18 Jahre alt

Ausschlusskriterien

  • Notfalloperationen
  • Chronische Schmerzpatienten mit regelmäßiger analgetischer Medikation
  • allergische Disposition gegenüber Lokalanästhetika vom Amid-Typ
  • Patienten mit chronischen Defäkationsstörungen (ODS, long bowel syndrom)
  • schwangere oder stillende Frauen
  • Patienten unter 18 Jahren
  • Ablehnung durch den Patienten
  • Unfähigkeit die Patienteninformation und Einverständniderklärung zu verstehen und zu unterschreiebn
  • Infektionen im Bereich des Punktionsareals bzw. systemische Infektionen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel dieser Studie soll es sein, einen direkten Vergleich darzustellen zwischen zwei etablierten postoperativen Analgesieverfahren, um eine Verbesserung des postoperativen Schmerzmanagements, eine Reduktion von Opioidanalgetika, die Steigerung der Patientenzufriedenheit, die frühere Erlangung der Mobilisation, eine Verringerung von Komplikationen sowie eine positive Beeinflussung der Darmmotilität aufzuzeigen. Verglichen werden sollen der Periduralkatheter, durchgeführt entsprechend dem Standard für Fast Track Verfahren sowie der Wundinfusionskatheter, über den mit Hilfe einer elastomeren Einmalpumpe und einen mehrfach perforierten Katheter eine definierte Menge eines Lokalanästhetikums unter definierten Geschwindigkeiten über einen definierten Zeitraum appliziert wird.

Quelle

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