Beschreibung der Studie

Erkrankungen des Kreislaufsystems und der Blutgefäße können zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Unterschiedliche nicht-medikamentöse (Ernährungsanpassung, Bewegung etc.) und medikamentöse Maßnahmen können dazu beitragen, dass Risiko zu reduzieren. Ziel der Beratung in der hausärztlichen Praxis ist es, ausgehend vom individuellen Gesundheitsrisiko eine Behandlungsstrategie zu wählen, die den Lebensumständen und individuellen Gesundheitsbedürfnissen des jeweiligen Patienten am besten entspricht. Das Computerprogramm arriba will Patienten und Hausärzte in diesem gemeinsamen Entscheidungsprozess unterstützen. Hierzu ist in arriba eine Risikoformel hinterlegt, die die Berechnung des individuellen Risikos ermöglicht, innerhalb von 10 Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Diese Risikoformel beruht zurzeit im Wesentlichen auf Daten von amerikanischen Patienten. Es besteht die Möglichkeit, dass das Risiko über- oder unterschätzt wird, wenn die Risikoformel bei Patienten auf der hausärztlichen Versorgungsebene in Deutschland angewandt wird. Ziel der aktuellen Studie ist es, anhand der Daten deutscher Patienten die Genauigkeit der Vorhersage der arriba Risikoformel zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. arriba wurde im Rahmen der hausarztzentrierten Versorgung (HZV) der AOK-Baden-Württemberg implementiert. An der Studie können Patienten teilnehmen, die an der hausarztzentrierten Versorgung der AOK-Baden-Württemberg teilnehmen und von ihrer Hausärztin/ Hausarzt mit Hilfe von arriba beraten werden. Während der Beratung vom Hausarzt erfasste Angaben zu Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen (Herzerkrankung, Bluthochdruck, Blutzuckerkrankheit), Rauchen, aktueller Blutdruckwert und Laborwerte (Fettstoffwechsel, Blutzucker) können direkt aus der Software an das Rechenzentrum der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft übertragen werden. Zudem wird bis zum Ende der Studie (Gesamtdauer mindestens 5 Jahre) die AOK Baden-Württemberg Verlaufsdaten (Angaben zu ambulanten und stationären Diagnosen und Behandlungen bzw. relevanten Ereignissen wie Tod des Patienten), die auf den Abrechnungsdaten von Ärzten und Krankenhäusern beruhen, zur Verfügung stellen. Entsprechende Verfahren der Datenabfrage und Datenübertragung gewährleisten einen umfassenden Datenschutz der beteiligten Patienten. Die Auswertung der Beratungs- und Verlaufsdaten ermöglicht die Überprüfung und Anpassung der Risikoformel.

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Studiendetails

Studienziel Während des Follow-up werden Angaben zum primären Endpunkt (akutes Koronarsyndrom und/ oder Schlaganfall) aus den adminstrativen Datenbanken der AOK Baden-Württemberg erfasst.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 6000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle AOK Baden-Württemberg Hauptverwaltung
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patient nimmt an der Hausarztzentrierten Versorgung der AOK Baden-Württemberg teil;
  • kardiovaskuläre Risikoberatung mit arriba durch Hausarzt

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Die Berechnung des individuellen Risikos ist ein Eckstein einer effektiven kardiovaskulären Prävention. Mit dem Computerprogramm arriba kann das individuelle Risiko berechnet werden innerhalb von zehn Jahren ein kardiovaskuläres Ereignis zu erleiden. Das Wissen um die Prognose und der Effekte der medikamentösen Therapie und Modifikationen des Lebensstils helfen den Patienten gut informierte Entscheidungen zu treffen. Der Risikoalgorithmus, der in arriba Anwendung findet, beruht auf der Framingham-Formel und wurde für Deutschland adjustiert. Ziel der Studie ist die Überprüfung und Anpassung des Risikoalgorithmus für die hausärztliche Versorgungsebene in Deutschland. Methode: arriba-pro wird innerhalb der hausarztzentrierten Versorgung der AOK Baden-Württemberg durchgeführt. Patienten, die mit arriba beraten werden, können in die Studie eingeschlossen werden. Angaben zu kardiovaskulären Risikofaktoren können direkt aus dem Computerprogramm an das Rechenzentrum der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft übertragen werden. Angaben zu relevanten medikamentösen Therapien (Effektmodifikatoren) und kardiovaskulären Endpunkten werden aus den administrativen Datenbanken der AOK Baden-Württemberg extrahiert. Datenabfrage und Datentransfer der pseudonymisierten Daten an die für die Auswertungen zuständigen Abteilungen für Allgemeinmedizin der Universitäten Marburg und Rostock erfolgen durch ein klinisches Studienzentrum. Analyse: Univariate und multivariate Datenanalyse, wobei die primären und sekundären Endpunkte die abhängigen und die Risikofaktoren und Angaben zu risikomodifizierenden Therapien die unabhängigen Variablen darstellen. Berichtet werden Kenngrößen zur Modellgüte (diskriminative Power, Kalibrierung).

Quelle

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