Beschreibung der Studie

Die chronische Lungenerkrankung betrifft mehr als 30% der sehr kleinen Frühgeborenen, die zu Beginn ihres Lebens eine Beatmung und eine Sauerstofftherapie benötigt haben. Diese Kinder haben ein erhöhtes Risiko, im Erwachsenenalter Probleme von Seiten der Lunge zu entwickeln und zeigen ein erhöhtes Risiko für eine schlechtere neurologische Entwicklung. Das Ziel dieser Beobachtungsstudie ist es, ein tiefgehendes Verständnis für die zugrunde liegenden Mechanismen zu erlangen und Marker für eine frühe Diagnose zu identifizieren. Beides fehlt zum heutigen Zeitpunkt. Da eine regelhafte Untersuchung des Lungengewebes der Frühgeborenen nicht möglich ist, werden hierfür Proben verschiedener Körperflüssigkeiten (tracheale Aspirate, Urinproben, Serum) mittels hochentwickelter Techniken analysiert. Messungen der Lungenfunktion und Magnetresonanzuntersuchungen der Lunge werden zur besseren Charakterisierung Lungenveränderungen eingesetzt. Das Projekt wird dabei helfen, 1.) den Krankheitsprozess zu verstehen und 2.) die frühe Diagnose von Lungenveränderungen zu ermöglichen und hieraus mögliche Therapieansätze abzuleiten mit dem Ziel, das Entstehen und die Entwicklung der Erkrankung zu verhindern.

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Studiendetails

Studienziel Erreichen statistischer Signifikanz für einen diagnostischen Marker und dessen Bestätigung mit einer alternativen Methode.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Helmholtz Gemeinschaft
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eingeschlossen werden alle Frühgeborenen mit einem Gestationsalter bis 32+0 vollendete Schwangerschaftswochen, die in der Neonatologie der Kinderklinik am Perinatalzentrum Großhadern oder in der Neonatologie der Kinderklinik in Giessen (UKGM) geboren und betreut werden und deren Eltern den wissenschaftlichen Untersuchungen zustimmen. Das Gestationsalter wird durch die Kollegen der Geburtshilfe und Gynäkologie rechnerisch bestimmt, bei einer Diskrepanz zwischen rechnerisch und sonographisch bestimmtem Gestationsalter wird das sonographisch in der Frühschwangerschaft bestimmte Alter verwendet.

Ausschlusskriterien

  • Pränatal oder postnatal diagnostizierte schwere kongenitale Anomalien mit kardiopulmonaler Dysfunktion, die mit dem mittelfristigen Überleben nicht vereinbar ist (schwere Lungenhypoplasie bei Ahydramnion, hypoplastischer linker Ventrikel, Ebbsteinanomalie, totale Lungenvenenfehlmündung)
  • Vorliegen einer Zwerchfellhernie oder gesicherte Trisomie 13 oder 18
  • Stoffwechseldefekte, die eine Beeinträchtigung des Gesamtorganismus zur Folge haben
  • Innerhalb der ersten 10 Lebensminuten postpartal festgelegtes palliatives Behandlungsziel des Patienten, spätere Therapiezieländerungen sind hiervon ausgenommen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Bronchopulmonale Dysplasie (BPD) ist eine chronische pulmonale Funktionsstörung, die mehr als 30% der sehr kleinen Frühgeborenen entwickeln. Die betroffenen Patienten haben ein erhöhtes Risiko, im Erwachsenenalter dauerhafte pulmonale Probleme zu entwickeln und zeigen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung neurologischer Spätschäden. Die mechanische Beatmung und die Sauerstofftherapie gehören zur lebensrettenden Behandlung unreifer Frühgeborener mit einer Atemstörung nach der Geburt. Beide Maßnahmen tragen jedoch ebenso entscheidend zur Entwicklung der BPD bei. Bisher fehlt ein ausreichendes Verständnis für die molekularen Mechanismen, die der charakteristischen Störung der alveolaren und kapillaren Entwicklung zu Grunde liegen. Darüberhinaus besteht die dringende Notwendigkeit, molekulare Biomarker zu identifizieren, die eine frühe Diagnose und Aussage über die Progression der BPD und die pulmonale Prognose des Frühgeborenen erlauben. Das Ziel des beantragten Projektes ist es, ein tiefgehendes Verständnis für die, der BPD zu Grunde liegenden, molekularen Mechanismen zu erlangen. Eine regelhafte Untersuchung des humanen Lungengewebes während der mechanischen Beatmung des Frühgeborenen ist nicht möglich. Daher werden in einem translationalen klinischen Studienansatz in einem Kollektiv frühgeborener Kinder Parameter aus Proben verschiedener Körperflüssigkeiten (tracheale Aspirate, Urinproben, Serum) mittels hochentwickelter molekularer Screeningtechniken identifiziert, die für den Beginn und den Verlauf der BPD charakteristisch sind. Diese Biomarker würden eine frühe Diagnose der Erkrankung sowie ein adäquates Monitoring ermöglichen. Messungen der Lungenfunktion und neue bildgebende Verfahren werden zur besseren Charakterisierung der funktionellen und strukturellen pulmonalen Veränderungen in diesem Patientenkollektiv eingesetzt. Das Projekt wird dabei helfen, 1.) die pathophysiologischen Veränderungen der BPD zu verstehen und 2.) die frühe Diagnose von Lungenveränderungen zu ermöglichen und hieraus Therapiestrategien abzuleiten mit dem Ziel, das Entstehen und die Entwicklung der Erkrankung zu verhindern.

Quelle

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