Beschreibung der Studie

Studie zum Effekt von Hippotherapie bei zerebral bewegungsbehinderten Erwachsenen. Im Rahmen einer Studie untersuchen wir den Effekt von Hippotherapie-K beim Gehen und Treppensteigen bei Erwachsenen mit zerebralen einseitig ausgeprägten Bewegungsstörungen. Die teilnehmenden Probanden der Studie werden im Frühjahr 2013 anstelle der üblichen Physiotherapie 18 Hippotherapie-K Behandlungen („Physiotherapie auf einem Therapiepferd“) erhalten. Zudem wird mittels instrumentierter 3-dimensionaler Ganganalyse 2-mal vor und 2-mal nach der Hippotherapie-K Behandlung das Gehen und Treppensteigen im Labor für Bewegungsuntersuchungen des Universitätskinderspitals beider Basel untersucht. Die Probandensuche für die Studie beginnt im November 2012. Die Studiendauer ist ca. 1 Jahr. Teilnehmen können Probanden mit einseitiger zerebraler Bewegungsstörung, die zwischen 18 und 40 Jahren alt und frei (auch mit Schienen) geh fähig sind. Zudem sollte in den letzten 6 Monaten das Therapieschema nicht geändert worden sein.

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Studiendetails

Studienziel Gemessen wird die Veränderung der nachfolgenden Parameter zwischen den 4 Ganganalysen: -normale Gehgeschwindigkeit, Kadenz, Schrittlänge, Spurbreite, - maximale Gehgeschwindigkeit, Kadenz, Schrittlänge, Spurbreite - Treppensteiggeschwindigkeit, Kadenz, Spurbreite Referenzwert: Gehegeschwindigkeit: 1 m/s Treppensteigen ohne Hilfe.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 10
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Schweizerische Stiftung für das cerebral gelähmte Kind

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Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Definierter Grad der Zerebralparese (GMFCS Level I und II)
  • Hemiparese
  • Alter ab 18 Jahre bis 40 Jahre
  • Spastizität in unterer Extremität
  • Gehfähigkeit von 7.5 - 10m, ohne Gehstöcke möglich
  • 4 Tritte Treppensteigen mit Geländer möglich

Ausschlusskriterien

  • Nicht verstehen des Studienablaufs und der Therapieart, resp. nicht Urteilsfähig gemäss Art.16 ZGB.
  • Schwangerschaft
  • Wechsel des Therapieschemas in den letzten 6 Monaten
  • Laufende Reit- oder Hippotherapie
  • Reit- oder Hippotherapie in den letzten 2 Jahren vor Studienbeginn,
  • Hypotonie in unterer Extremität
  • Reitangst
  • Botox innerhalb der vergangenen 6 Monate
  • Operationen innerhalb der vergangenen 12 Monate am Bewegungsapparat (ausgenommen Arme)
  • jegliche Operationen innerhalb der letzten 6 Monate
  • Arthrose
  • Schmerzsyndrome, chronische Schmerzen

Adressen und Kontakt

Universitätskinderspital beider Basel (UKBB), Basel

Ansprechpartner: Beat Göpfert

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Häufig gestellte Fragen

Ziel dieser Studie: Objektive Erfassung und Quantifizierung der kinematischen und kinetischen Parameter sowie der Muskelaktivität beim Gehen und Treppensteigen als Folge der Hippotherapie-K Behandlung aufbauend auf einem kontrollierten Ausgangszustand.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien