Beschreibung der Studie

Die Reflexzonentherapie am Fuß (RZF) ist eine physiotherapeutische Behandlungsform, die sich im Laufe von vielen Jahren aus altem Volkswissen zu einer exakt ausgearbeiteten Therapie entwickelt hat. Am Fuß werden alle Organe und Systeme des Menschen im verkleinerten Maßstab als sogenannten Zonen dargestellt. Die Physiotherapeuten (Krankengymnasten) arbeiten im Fußgewebe gezielt mit speziellen Griffen (ähnlich einer Massage) ohne Anwendung von Apparaten und Hilfsmitteln. Diese Behandlung ist schmerzfrei und wir in der Regel als sehr angenehm empfunden. In unserer Klinik wenden wird die Reflexzonentherapie am Fuß zur Steigerung der Darmtätigkeit nach bauchchirurgischen Eingriffen an, um die Erholung zu beschleunigen. Aufgenommen in die Studie werden Patienten, die wegen Darmkrebs operiert werden müssen. Die Patienten werden in 2 Gruppen geteilt: eine Gruppe erhält die RZF die andere dagegen keine. Erhoben werden Informationen über die Darmtätigkeit. Ziel unserer Studie ist die Wirksamkeit der RZF auf die Darmtätigkeit zu überprüfen.

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Studiendetails

Studienziel Zeitpunkt der Entlassungsfähigkeit (nach objektiven Kriterien: Peristaltik, Flatus, Defäkation, feste Kost)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 268
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Elektive Hemikolektomie (rechts und links) beim Coloncarcinom

Ausschlusskriterien

  • Notfalloperationen, einwilligungsunfähige Patienten, Patienten ohne feste Nahrung praeoperativ, Stomaanlage, Immobilität.

Adressen und Kontakt

Schwarzwald-Baar Klinikum, Villingen-Schwenningen

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Häufig gestellte Fragen

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Die Reflexzonentherapie am Fuß (RZF) ist eine krankengymnastische Behandlungsform, die sich im Laufe von vielen Jahren aus altem Volkswissen zu einer exakt ausgearbeiteten Standardisation der komplementär bzw. supportive Behandlung entwickelt hat. Zugrunde liegt die Vorstellung, dass am Fuß alle Organe und Systeme des Menschen bildschirmähnlich im verkleinerten Maßstab als sog. Zonen reflektiert werden. Die RZF gehört zum Repertoir des krankengymnastischen Konzepts in unserer Klinik und wird therapeutisch bei paralytischem oder postoperativem Ileus eingesetzt. Mit unserer Studie wollen wir die prophylaktische Wirksamkeit der RZF auf die Darmmotilität nach standardisierten chirurgischen Eingriffen, nämlich bei laparoskopischen Hemikolektomien beim Coloncarcinom, erforschen. Dafür werden 134 Hemikolektomien rechts und 134 Hemikolektomien links ausgewählt (ausgeschlossen werden einwilligungsunfähige Patienten, Notfalloperationen und Patienten ohne feste Nahrung präoperativ, immobile Patienten, Stomapatienten). Die Einteilung in eine Behandlungs- und Kontrollgruppe erfolgt durch eine Randomisierungsprogramm unmittelbar nach der Operation. Die Patienten der RZF-Gruppe erhalten die RZF am ersten postoperativen Tag und täglich bis zum vollständigen Kostaufbau und Defäkation und bei Bedarf eine zusätzliche medikamentöse Therapie zur Steigerung der Darmperistaltik. Die Patienten der Kontrollgruppe erhalten stattdessen keine RZF sondern ausschließlich medikamentöse Therapie bei Bedarf, ebenso ab dem ersten postoperativen Tag. Erhoben werden klinische Informationen über die Darmperistaltik (durch Stationsarzt mittels Stethoskop zweimal täglich), Notwendigkeit von zusätzlichen darmantreibenden Medikamenten, Zeitpunkt des ersten Flatus (Windabgang) und der ersten Defäkation (Stuhlgang), Schmerzen (entsprechen der Analogskala 1-10), subjektive Empfindung des Patienten während der RZF, Ablauf des Kostaufbaus (flüssigen, breiigen, festen Kost), Auftreten vegetativer Reaktionen (Übelkeit, Erbrechen), Notwendigkeit einer Magensonde (Menge und Qualität).Zusätzliche werden die demographischen und operativen Parameter erfasst, wie z.B. Alter, Geschlecht, BMI, vorausgegangene Abdominaloperationen, ASA, Zahl der präoperativen hausärztlichen Medikament, Tumorstadium UICC, Zahl der resezierten Lymphknoten, Operationsdauer, postoperativen allgemeine und spezifische Komplikationen (Konversion, Blutung, Anastomoseninsuffizienz, Relaparotomie, etc.). Primär Endpunkt ist die stationäre Aufenthaltsdauer. Die Fallzahlberechnung geht von einer hypothetischen Verkürzung der Krankenhausverwahldauer um einen Tag durch die RZF aus. Sekundäre Endpunkte sind Parameter der gastrointestinalen Rekonvalszenz.

Quelle

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