Beschreibung der Studie

Viele Menschen mit Suchterkrankungen leiden unter den Folgen traumatischer Erfahrungen, wie sexueller oder körperlicher Gewalt in verschiedenen Lebensphasen. Entsprechend internationaler Richtlinien erfordert die Behandlung dieser Patienten eine spezifische Therapie, die auf deren komplexe Bedürfnislage zugeschnitten ist. Für Jugendliche mit substanzbezogenen Störungen und einer post-traumatischen Belastungsstörung sind solche integrativen Therapieansätze, wie sie sich für Erwachsene bereits bewährt haben, in Deutschland noch nicht genügend überprüft. Im Rahmen der Studie sollen Durchführbarkeit und Effektivität des Therapieangebots „Sicherheit finden“ (Najavits 2008) an weiblichen Jugendlichen mit bestehendem riskantem Substanzkonsum und einer post-traumatischen Belastungsstörung überprüft werden. “Sicherheit finden/Seeking Safety“ bei Mädchen wurde bislang nur in einer amerikanischen Pilotstudie überprüft (Najavits et al. 2006) und stellt für die Versorgung dieser Patientinnen eine Innovation dar. Es soll geprüft werden, ob "Sicherheit finden" im Sinne der Zielsetzung zu einer generellen Stabilisierung führt und v.a. zum Abbau post-traumatischer Belastungssymptome, zu geringerem Substanzkonsum und zu einer verbesserten Steuerung von substanz- und traumabezogenen Denkinhalten führt.

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Studiendetails

Studienziel (a) PTBS-Symptomatik Instrumente: standardisiertes Interview: Kinder-DIPS, Selbstbeschreibungsfragebogen: UCLA PTSD INDEX für DSM-IV - Jugendlichenversion, TSC-C Messzeitpunkte: T0: Beginn der Therapie, T1: Ende der Therapie nach 14 Wochen, T2: 3 Monate nach Therapieende
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 74
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • weiblich, 14-17 Jahre alt, fähig den verbalen und schriftlichen Instruktionen zu folgen
  • mindestens subsyndromale PTBS (Kriterien A, B, E und entweder Kriterium C oder D nach DSM-IV) mindestens riskanter Substanzkonsum (nach RAFFT-d, CRAFFT-d)

Ausschlusskriterien

  • intravenöser Drogenkonsum
  • aktuelle Psychose
  • organische geistige Störung oder Retardierung
  • andere Merkmale, die mit einer Teilnahme interferieren (z.B. drohende Inhaftierung)

Adressen und Kontakt

Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters, Hamburg

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Jugendliche und vor allem Mädchen haben ein bestehendes Risiko, an einer post-traumatichen Belastungsstörung (PTBS), einer Substanz-bezogenen Störung (SUD) bzw. deren Kombination, zu erkranken. Bei substanzabhängigen Jugendlichen werden die Prävalenzen für PTBS auf 11% (Allgemeinbevölkerung) und 47% (in klinischen Stichproben) geschätzt (Giaconia et al. 1995). Entsprechend internationaler Richtlinien erfordert die Behandlung dieser Patienten eine integrative Therapie, die auf deren komplexe Bedürfnislage ausgerichtet ist. Bislang sind in Europa jedoch keine evaluierten Therapien für Jugendliche mit PTBS und Substanzabhängigkeit verfügbar. „Sicherheit finden“ (Najavits 2002) ist eine manualisierte kognitiv-behaviorale Behandlung, deren Wirksamkeit für Erwachsene in verschiedenen Studien in den USA und in einer Pilotstudie auch in Deutschland nachgewiesen werden konnte. “Sicherheit finden/Seeking Safety“ bei Mädchen wurde bislang nur in einer amerikanischen Pilotstudie evidenz-basiert (Najavits et al. 2006). Das Ziel der Studie ist die Evaluation der adoleszenten- und gender-sensitiven Weiterentwicklung des manualisierten, kognitiv-behavioralen, stabilisierenden Gruppenprogramms “Seeking Safety (Sicherheit finden)” von Lisa M. Najavits (2002) in einer Phase-IB-Studie (Prä-Post-Follow-up-Design). Die Studie ist in Methodik, Instrumentenauswahl und Hypothesen als Replikationsstudie zu Najavits et al. (2006) angelegt.

Quelle

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