Beschreibung der Studie

Die vorgeschlagene Studie soll die Rolle des Botenstoffs Acetylcholin bei Aufmerksamkeitsprozessen untersuchen. In drei Experimenten werden Probanden in einer Aufmerksamkeitsaufgabe untersucht, während sie Nikotin oder einen Plazebo verabereicht bekommen. Nikotin wirkt an einem Rezeptor des Botenstoffs Acetylcholin. Im ersten Experiment werden Reaktionszeiten untersucht, im zweiten Experiment wird Gehirnaktivität im Kernspintomographen gemessen. Zudem wird der Effekt einer unterschiedlichen Ausprägung eines Gen für den Nikotinrezeptor untersucht. In einer letzten Studie sollen dann mögliche für die Aufgabe wichtige Hirnareale gezielt mittels transkranieller Magentstimulation (TMS) vorübergehend gestört und die Auswirkungen dieser Störung erfasst werden. Inhaltlich soll die Studie einen Beitrag zum Verständnis der Rolle von Acetylcholin bei Aufmerksamkeitsprozessen leisten.

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Studiendetails

Studienziel Vergleich Nikotin-Plazebo. Es handelt sich um eine einmalige Messung nach akuter Gabe der Substanz. Im fMRI is der primäre Endpunkt eine signifikante Veränderung der BOLD Antwort im Parietalkortex, im Verhalten eine signifikante Veränderung von Reaktionszeiten im experimentellen Paradigma
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • MR-tauglich, gesund

Ausschlusskriterien

  • und psychiatr. Erkrankungen, Metallteile, Medikamenteneinnahme, Raucher, Linkshänder

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die vorgeschlagene Studie soll die Rolle des cholinergen Neurotransmittersystems bei Aufmerksamkeitsprozessen untersuchen. Methodisch möchten wir dies durch eine Kombination von pharmakologischen mit genetischen Bildgebungsansätzen erzielen. In drei Experimenten werden Probanden mit einem visuellen Suchparadigma untersucht, wobei Anforderungen an die bottom up und top down Kontrolle variiert werden. Aktivität im cholinergen System wird durch Verabreichung von Nikotin plazebokontrolliert experimentell manipuliert. Zudem wird der Effekt eines Polymorphismus im nikotinergen Rezeptorgen CHRNA 4 untersucht. Diese Effekte sollen auf behavioraler Ebene durch Reaktionszeiten (Experiment 1) erfasst werden. Auf neuraler Ebene (Experiment 2) soll mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) untersucht werden, ob die Verhaltenseffekte mit einer Modulation des bottom up getriebenen ventralen und/oder des top down kontrollierten dorsalen Aufmerksamkeitsnetzwerks einhergehen. In einem letzten Experiment sollen dann mögliche genotypspezifische relevante Hirnareale gezielt mittels transkranieller Magnetstimulation (TMS) vorübergehend gestört und die Effekte dieser Perturbation erfasst werden. Inhaltlich soll die Studie einen Beitrag zum Verständnis der neurochemischen Modulation von bottom up und top down Prozessen der Aufmerksamkeit leisten.

Quelle

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