Beschreibung der Studie

Die Präeklampsie betrifft etwa 6-8% aller Schwangerschaften und ist die Hauptursache mütterlicher und fetaler Sterblichkeit. Die Ursache der Präeklampsie ist noch immer nicht geklärt, die einzige Therapie stellt nach wie vor der vorzeitige Kaiserschnitt dar. Unsere Gruppe konnte in 2003 zeigen, dass bei schwerer Präeklampsie triglzerid-reiche Lipoproteine akkumulieren und stark mit niedrigem Kindsgewicht, Proteinurie und Hypertonie - den Schlüsselsymptomen der Präeklampsie - assoziiert sind. Deshalb schlugen wir damals eine Lipoprotein-modifizierende Therapie wie z.B. die Lipid-Apherese zur Behandlung der Präeklampsie vor, um die Schwangerschaft zu verlängern und dem ungeborenen Kind zuzsätzliche Zeit zur Reifung zu verschaffen. Dieser Ansatz wurde 2006 in einer Pilotstudie mit 9 Patientinnen unter Verwendung der 'heparin-mediated extracorporeal low density lipoprotein precipitation (H.E.L.P.) von Wang et al. erfolgeich getestet. Das H.E.L.P. Verfahren ist seit langem an der Universitätsklinik Freiburg etabliert. Im Rahmen des von der Etikkommission genehmigten Heilversuches (Nr. 457/12, positives Votum vom 03.12.2012) haben wir bereits 6 Patientinnen mit früher (< 32. Schwangerschaftswoche) Praeeklampsie mit Apherese behandelt und konnten die Symptome bei den Müttern positiv beeinflussen und die Schwangerschaften zwischen 4 - 14 Tagen (im Mittel um 10,5 Tage) verlängern, so dass wir dieses Vefahren nun im Rahmen einer Studie (Studiennummer 222/14_140801, positives Ethikvotum vom 03.08.2014) weiter anbieten wollen. Dabei wollen wir auch prüfen, ob die Apheresetherapie einen Einfluss auf die Lipidkonzentration und Lipidzusammensetzung im Nabelschnurblut hat.

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Studiendetails

Studienziel Verlängerung der Schwangerschaft
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 75
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg, Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Schwangere mit früher Präeklampsie (≤ 32 SSW) und den folgenden Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (August 2010):
  • Hypertonie während der Schwangerschaft • Nachweisbare Proteinurie (≥ 1 + dipstick oder ≥ 300 mg/24h),
  • und/oder
  • Intrauterine Wachstumsretardierung
  • pathologischer Doppler-Befund,
  • außerdem:
  • Einwilligung der Schwangeren
  • Alter der Patientin > 18 Jahre

Ausschlusskriterien

  • bei Schwangeren: alle Faktoren bzw. Kombination von Faktoren, die eine vorzeitige Entbindung indizieren;
  • bei Nabelschnurblut: wenn Nabelschnurblut aus medizinischen Gründen nicht entnommen werden kann

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Die bisher einzige Therapieoption für Präeklampsie ist die Beendigung der Schwangerschaft i. d. R. durch Kaiserschnitt, was bei früher Präeklampsie eine hohe Morbidität und Mortalität der Neugeborenen verursachen kann. Unser Therapieversuch will durch H.E.L.P-Lipidapherese die Schwangerschaft verlängern. Der klinische Verlauf wird dokumentiert und die Serum Lipoproteine detailliert analysiert. Mittels Untersuchung von vasoaktiven Rezeptoren in Zellkulturen mit Hilfe biochemischer Parameter soll außerdem ein Beitrag zur Aufklärung der Pathogenese der Präeklampsie geleistet werden. Dabei wollen wir auch prüfen, ob die Apheresetherapie einen Einfluss auf die Lipidkonzentration und Lipidzusammensetzung im Nabelschnurblut hat.

Quelle

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