Beschreibung der Studie

Ziel der Studie ist es, die Langzeiteffekte von Cannabis- und Amphetamingebrauch zu untersuchen. Über eine Magnetresonanztomographie sollen die Leistungen von Amphetamin-, Cannabis- und Nichtkonsumenten bei der korrekten Identifizierung und Wiedererkennung von sozial-emotionalen Reizen verglichen werden. The korrekte Erkennung von sozial-emotionalen Hinweisreizen, wie zum Beispiel Gesichtsausdrücken, ist eine wichtige Vorraussetzung für soziale Anpassung. Ein weiteres Ziel der Studie ist es, die Frage zu beantworten, ob es ein früher Drogenkonsum, Beginn vor dem 15. Lebensjahr, hierbei einen Unterschied macht.

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Studiendetails

Studienziel Prozentualer Anteil der MRT-Signalveränderungen in den aufgabenbezogenen Zielregionen, Messung während der Verarbeitung sozial-emotionaler Aufgaben sowie während und nach der Teilnahme am virtuellen Ballspiel (Cyberball)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Erfüllte diagnostische Kriterien Cannabinoidabhängigkeit (ICD-10: F12.2) oder erfüllte diagnostische Kriterien einer Amphetaminabhängigkeit (ICD-10: F15.2); für die Kontrollgruppe: Personen ohne psychische Störung und kein Konsum von illegalen Drogen mehr als fünfmal im Leben

Ausschlusskriterien

  • Epilepsie, Hirninfarkt, MS, Myasthenie, koronare Herzerkrankungen, Diabetes mellitus, chronisch obstruktive Lungenerkrankung
  • Psychiatrische Medikation
  • Dauermedikation (Ausnahme: Kontrazeptiva)
  • Einnahme legaler oder illegaler psychotroper Substanzen innerhalb der letzten 28 Tage (Ausnahme: Nikotin, Alkohol)
  • Konsum von Alkohol am Untersuchungstag
  • Herz- oder Kopfoperationen
  • Herzschrittmacher, Medikamentenpumpen, Hörgerät, herausnehmbarer Zahnersatz,
  • Metallteile im oder am Körper (Akupunkturnadeln, künstliche Gelenke, Metallsplitter, Metalclips, impalntierte Elektroden, nicht-herausnehmbare Piercings, metallhaltige Tätowierungen)
  • Klaustrophobie
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • unsichere Kontrazeption
  • Vorliegen einer Achse-I oder Achse-II-Störung (DSM-IV) außer Cannabis- oder Amphetaminabhängigkeit. Alkoholkonsum mehr als zweimal monatlich exzessiv oder häufiger Konsum bis zur Volltrunkenheit in den letzten sechs Monaten.

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Bonn

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Häufig gestellte Fragen

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In Teilstudie 1 ist vorgesehen in einem Querschnittsdesign Amphetamin-Konsumenten mit geschlechts-, alters- und bildungs-parallelisierten gesunden Nicht-Konsumenten bezüglich ihrer Fähigkeit bei der Erkennung sozial-emotionaler Reize zu vergleichen. Teilstudie 2 sieht vor jeweils eine Gruppe von Cannabis-Konsumenten mit einem Konsumbeginn in der frühen Adoleszenz („early-onset“ Konsumenten mit einem Cannabis-Erstkonsum vor dem 15 Lebensjahr) und Cannabis-Konsumenten mit einem späteren Konsumbeginn („late-onset“ Konsumenten mit einem Cannabis-Erstkonsum nach dem 15 Lebensjahr) mit einer Gruppe geschlechts-, alters- und bildungs-parallelisierter gesunder Nicht-Konsumenten zu vergleichen. Um eine Konfundierung der Studienergebnisse mit sub-akut Effekten der Drogen zu verhindern soll die Erhebung der fMRT-Daten der Konsumenten erst nach einer 4-wöchigen (kontrollierten) Abstinenzphase erfolgen. Die Datenerhebung umfasst eine klinisch-psychopathologische Untersuchung zum Ausschluss psychiatrischer Erkrankungen mittels eines strukturierten klinischen Interviews (SKID) (Wittchen et al., 1997) und des Becks Depressions Inventars (BDI) (Beck et al. 1961) sowie die deutsche Übersetzung der Rejection Sensitivity Scale (RSQ; Downey & Feldman, 1996). Des Weiteren werden zum ersten Termin umfassende Daten zur kognitiven Leistungsfähigkeit der Probanden mittels einer neuropsychologischen Testbatterie erhoben. Zur Überprüfung der kognitiven Leistungsfähigkeit werden validierte neuropsychologische Tests wie der Trail-Making Test A/B (TMT; Reitan, 1955), Verbaler-Lern- und Merkfähigkeits-Test (VLMT; Helmstaedter, Lendt & Lux, 2001), Digit Span Test aus dem Wechsler Memory Scale Test (WMS-R; Haerting, et al., 2000), der Mehrfach-Wortschatz-Intelligenztest (MWT-B; Lehrl, 2005), d2 Test (Brickenkamp, 1962) und der Subtest 4 aus dem Leistungsprüfsystem (Horn, 1983) durchgeführt und durch eine detaillierte Anamnese über den Konsum von Cannabis, Amphetamin und anderer Substanzen ergänzt. Die fMRT-Messung umfasst zwei Aufgaben zur Verarbeitung sozial-emotionaler Reize. Abschließend soll eine strukturelle MRT-Messung zum Ausschluss von Probanden mit pathologischen Hirnveränderungen aufgenommen werden. Während der fMRT-Messung werden die Probanden an einem animierten Ballspiel mit virtuellen Mitspielern (Cyberball) teilnehmen. Anschließend erfolgt ein "manipulation check" mit der Need-Threat-Skala (Williams, 2009).

Quelle

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