Beschreibung der Studie

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit Exposition und Reaktionsmanagement (ER) hat sich bislang als wirksamste Behandlungsmethode für Patienten mit Zwangsstörungen erwiesen. Jedoch zeigen einige Patienten keine zufriedenstellende Symptomreduktion. Aktuelle Forschungsergebnisse deuten auf die Effektivität der Achtsamkeitsbasierten Kognitiven Therapie (mindfulness based cognitive therapy, MBCT) bei affektiven Erkrankungen und einigen Angststörungen hin. Eine offene Pilotstudie unserer Arbeitsgruppe zeigte kürzlich, dass MBCT auch bei Patienten mit Zwangsstörungen durchführbar ist und erbrachte erste Hinweise auf die Effektivität des Programms zur Reduktion von Zwangssymptomen. Ziel der geplanten Studie ist nun die systematische Evaluation von MBCT als Behandlungsoption für Patienten mit Zwangsstörung, die nur unvollständig oder nicht auf KVT mit ER respondiert haben. Es wird eine signifikante Reduktion der Zwangssymptomatik im Vergleich zu einer aktiven Kontrollbedingung hypothetisiert. In der Studie sollen Patienten, die nach einer störungsspezifischen KVT mit Exposition noch klinisch relevante Zwangssymptome aufweisen, randomisiert zu 8 Sitzungen MBCT oder störungsspezifische Psychoedukation im Gruppensetting zugeteilt werden. Es sollen 128 Patienten eingeschlossen werden. Die Zwangssymptomatik, operationalisiert über die Yale Brown Obsessive Compulsive Scale (Y-BOCS), dient als primäre Zielgröße. Das langfristige Ziel der Forschungslinie ist, eine ergänzende Therapieform für Patienten mit Zwangsstörungen anzubieten, die nicht ausreichend von KVT mit ER profitieren, oder die Schwierigkeiten erleben, sich auf diese Art der Behandlung einzulassen.

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Studiendetails

Studienziel Die Zwangsschwere wird operationalisiert über die Yale Brown Obsessive Compulsive Scale, ein sehr etablierters und verbreitetes Instrument zur Erfassung der Zwangsschwere. Sie wird prä, post und zu 2 follow-up Zeitpunkten 6 und 12 Monate nach der Behandlung erfasst.
Status Teilnahme möglich
Studienphase 2
Zahl teilnehmender Patienten 128
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • schriftliches informiertes Einverständnis
  • Alter 18-70
  • Primärdiagnose Zwangsstörung (ICD-10 F42.-)
  • mindestens 20 Sitzungen Kognitive Verhaltenstherapie mit Exposition
  • innerhalb von 3 Jahren vor Studieneinschluss
  • klinisch relevante Zwangssymptomatik, d.h. Y-BOCS > 12 Punkte
  • Die Kriterien für eine Zwangsstörung waren innerhalb der letzten 3 Jahre
  • ohne Unterbrechung oder mit einer Unterbrechung von weniger als 6
  • Monaten erfüllt

Ausschlusskriterien

  • Beginn oder Veränderung psychopharmakologischer Behandlung innerhalb 12 Wochen vor Studieneinschluss
  • Benzodiazepineinnahme
  • akute manische Episode (ICD-10 F30.-)
  • suizidale Tendenz
  • schwere depressive Episode (BDI > 28)
  • Borderline-Störung (ICD-10 F60.3)
  • Substanzmissbrauch oder -abhängigkeit (ICD-10F1x.2)
  • Intelligenzquotient < 70
  • Psychose (ICD-10 F20-F29)
  • schwere neurologische Erkrankung
  • Hinweise auf das Asperger-Syndrom (ICD-10 F84.5)

Adressen und Kontakt

Abteilung Psychiatrie &amp; Psychotherapie, Freiburg im Breisgau

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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg

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Häufig gestellte Fragen

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Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit Exposition und Reaktionsmanagement (ER) hat sich bislang als wirksamste Behandlungsmethode für Patienten mit Zwangsstörungen erwiesen. Jedoch zeigen bis zu 40% der Patienten keine Therapieresponse im Sinne einer mindestens 35%-igen Symptomreduktion. Aktuelle Forschungsergebnisse deuten auf die Effektivität der Achtsamkeitsbasierten Kognitiven Therapie (mindfulness based cognitive therapy, MBCT) bei affektiven Erkrankungen und einigen Angststörungen hin. Eine offene Pilotstudie unserer Arbeitsgruppe zeigte kürzlich, dass MBCT auch bei Patienten mit Zwangsstörungen durchführbar ist und erbrachte erste Hinweise auf die Effektivität des Programms zur Reduktion von Zwangssymptomen. Ziel der geplanten Studie ist nun die systematische Evaluation von MBCT als Behandlungsoption für Patienten mit Zwangsstörung, die nur unvollständig oder nicht auf KVT mit ER respondiert haben. Es wird eine signifikante Reduktion der Zwangssymptomatik im Vergleich zu einer aktiven Kontrollbedingung hypothetisiert. In einer prospektiven, bizentrischen, verblindeten, randomisierten, aktiv kontrollierten klinischen Studie der Phase II sollen Patienten, die nach einer störungsspezifischen KVT mit Exposition noch klinisch relevante Zwangssymptome aufweisen, randomisiert zu 8 Sitzungen MBCT oder störungsspezifischer Psychoedukation im Gruppensetting zugeteilt werden. Basierend auf einer konservativen Fallzahlkalkation streben wir eine Fallzahl von 128 Patienten an. Die Zwangssymptomatik, operationalisiert über die Yale Brown Obsessive Compulsive Scale (Y-BOCS), dient als primärer outcome. Das langfristige Ziel der Forschungslinie ist, eine ergänzende Therapieform für Patienten mit Zwangsstörungen anzubieten, die nicht ausreichend von KVT mit ER profitieren, oder die Schwierigkeiten erleben, sich auf diese Art der Behandlung einzulassen.

Quelle

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