Beschreibung der Studie

Durch Verwendung einer am transpulmonalen Druck gesteuerten Beatmung können bei Patienten mit akutem Lungenversagen die Nachteile einer konventionellen Beatmung unter Umständen reduziert werden. In Kombination mit der volumetrischen Kapnometrie eröffnen sich hiermit Potentiale für eine besonders lungenschonende Beatmungsstrategie. Diese Methoden sollen im Rahmen der hier vorliegenden Beobachtungsstudie weiter evaluiert werden. Unter dem transpulmonalen Druck versteht man den Unterschied zwischen Beatmungsdruck in den Atemwegen und dem Umgebungsdruck in den die Lunge umgebenden Geweben. Die volumetrische Kapnographie ist ein Verfahren, welches die Konzentration und die Menge des abgeatmeten Kohlendioxids in der Atemluft misst. Mittels beider Verfahren sollen in der Patientengruppe der Patienten mit akutem Lungenversagen die Einstellungen der Beatmung überwacht und ggf. optimiert werden. Dabei handelt es sich um ein etabliertes Verfahren, welches bereits Eingang in die klinische Routine gefunden hat. Allerdings werden noch Studien benötigt, um die klinische Wirksamkeit der Massnahmen wissenschaftlich zu untermauern. Daher wird die Einstellung der Beatmung mittels konventioneller Methoden und mittels Zuhilfenahme der volumetrischen Kapnographie und der transpulmonalen Druckmessung miteinander verglichen. Dabei wird jeder Patient, der in die Studie eingeschlossen wird, über einen Zeitraum von 3-4 Stunden kontrolliert beatmet und zwar zum einen mittels der konventionellen Methode und zum anderen mittels der zusätzlichen Methoden anhand des transpulmonalen Drucks und der volumetrischen Kapnographie. Dabei wird mittels eines Zufallsverfahrens entweder mit der einen oder der anderen Methode begonnen und anschliessend auf das andere Verfahren gewechselt. Im Anschluss an die Durchführung der Studie werden die Patienten wie gewohnt konventionell weiter beatmet.

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Studiendetails

Studienziel Oxygenierung: paO2 mmHg Bestimmung jeweils am Ende jeder PEEP-Stufe (d.h. alle 20 min) Bestimmung mittels Blutgasanalyse Totraumventilation: ml Volumen Bestimmung jeweils am Ende jeder PEEP-Stufe (d.h. alle 20 min) Bestimmung mittels volumetrischer Kapnographie
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsmedizin Göttingen Zentrum Anaesthesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • ARDS
  • Einwilligung vorhanden
  • Pao2/FiO2-Verhältnis kleiner 300
  • Maschinelle Beatmung

Ausschlusskriterien

  • fehlende Einwilligung
  • vorbestehende schwere Lungenerkrankung
  • ECMO therapy
  • PECLA therapy

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Atemnotsyndrom des Erwachsenen-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Die Einstellung eines positiven transpulmonalen Drucks, inbesondere während eines endexspiratorischen Haltemanövers, kann für die Verhinderung des alveolären Cyclings von herausragender Bedeutung sein. Alveoläres Cycling ist ein wichtiger Faktor für die Entstehung eines ventilatorinduzierten Lungenversagens (VILI) bzw. für die Verschlechterung eines bereits bestehenden Lungenversagens (ARDS). Mittels Verwendung der ARDSnet-Kriterien kann ein VILI-Schaden nicht vollständig vermieden werden. Dies liegt unter anderem daran, dass es grpße interindividuelle Unterschiede im Bereich des extrapulmonalen Drucks bei ARDS-Patienten gibt. Somit kann eine Messung des ösophagealen Drucks zur Bestimmung des transpulmonalen Drucks während eines endexspiratorischen Haltemanövers eine sinnvolle Möglichkeit sein, um alveoläres Cycling durch Wahl eines geeigneten Beatmungsdrucks zu vermeiden. Zusammen mit den Messdaten der volumetrischen Kapnographie zu Bestimmung der Totraumbeatmung wird es grundsätzlich möglich, die besten Beatmungseinstellungen individuell für jeden ARDS-Patienten zu bestimmen. In dieser Beobachtungsstudie soll daher ein inkrementeller / dekrementeller PEEP-Trial im Bereich von 5 15 cm H2O durchgeführt werden. Während des PEEP-Trials werden transpulmonale Druckmessungen und volumetrische Kapnographiedaten erhoben, um die beste PEEP-Einstellung für den Patienten zu ermitteln. Dabei werden die gewonnen Einstellungen mit den Einstellungen nach der ARDSnet-Tabelle verglichen.

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