Beschreibung der Studie

Das Delir ist eine ernsthafte Komplikation hochaltriger Patienten bei Krankenhausaufenthalten, das einhergeht mit einem erhöhten Risiko zu versterben, abhängig zu werden von institutioneller Pflege sowie eine demenzielle Entwicklung nach Entlassung aus dem Krankenhaus zu erleiden. Die Frage, welcher Patient ein Delir erleidet und was genau in seinem Körper vorgeht, ist nicht abschließend geklärt. Eine Idee ist, dass entzündliche Prozesse im zentralen Nervensystem ("Neuroinflammation") dazu beitragen. Ziel der Studie ist es, Entzündungsbotenstoffe (Zytokine) im Blut und im Nervenwasser von Patienten zu untersuchen, die voraussichtlich kein Delir erleiden werden. So soll für zukünftige Patienten ein Vergleichswert gefunden werden, der die frühzeitige Identifikation von Risikopatienten erlaubt.

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Studiendetails

Studienziel Verlauf von Zytokinen im Liquor cerebrospinalis sowie im Blut (unmittelbar präoperativ sowie am ersten und zweiten postoperativen Tag)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Forschungskolleg Geriatrie Robert Bosch Stiftung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • elektiver Hüftgelenksersatz
  • präoperativ unauffälliger MMST
  • präoperativ unauffälliger CAM

Ausschlusskriterien

  • nicht-elektive OP;
  • präoperativ auffälliger MMST oder CAM
  • nicht einwilligungsfähige Patienten

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Das perioperative Delir ist multifaktoriell; Risikofaktoren und Prädispositionen sind nicht isoliert zu betrachten. Neben hohem Alter sowie Multimorbidität des Patienten gelten bspw. auch kognitive Defizite (bis hin zur Demenz) als wesentliche Risikofaktoren. Als gemeinsame Endstrecke der aktuellen Hypothesen zur Entstehung eines Delirs gilt das cholinerge Defizit. Eine derzeit diskutierte Möglichkeit auf diesem Weg sind Konzentrationsveränderungen von pro- und anti-inflammatorischen Zytokinen. Ziel dieser Untersuchung soll sein, zunächst bei einer Gruppe von kognitiv gesunden, nicht deliranten Patienten, die sich einer elektiven Operation unterziehen, Werte verschiedener Zytokine im Liquor cerebrospinalis sowie im Blut zu ermitteln - unmittelbar präoperativ sowie am ersten und zweiten postoperativen Tag.

Quelle

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