Beschreibung der Studie

Hintergrund: Viele Ärzte finden es schwierig, ein in einem Kommunikationsworkshop erlerntes Gesprächsverhalten langfristig in die klinische Praxis zu transferieren. Daher fordern Experten eines Konsensustreffens, den Transfer des Gelernten in den klinischen Alltag zu verbessern und die Effekte solcher Trainings im realen Klinikalltag zu evaluieren. Eine effektive Möglichkeit ist eine Fokussierung auf individuelle Lernziele und ein individualisiertes Coaching, das sich an den Gegebenheiten des klinischen Alltags orientiert. Fragestellung: Hauptziel dieses Projektes ist zu untersuchen, inwiefern intensives Coaching den Transfer erlernter kommunikativer Techniken in den klinischen Alltag der Ärzte fördert. Methodik: Dazu wird das Gesprächsverhalten von Ärzte untersucht, die in Tumorambulanzen Gespräche mit Patienten führen. Vor Beginn des Workshops (t0) werden Arzt-Patientengespräche (nach Einwilligung) aufgezeichnet und Fragebögen eingesetzt. Diese Gespräche werden im Workshop bezüglich relevanter Schlüsselsituationen analysiert und dienen zur Formulierung individueller Lernziele der Ärzte. Die Lernziele bilden die Grundlage für das praktische Einüben kommunikativer Fähigkeiten mit Schauspielpatienten. Nach dem Kommunikationsworkshop werden erneut Gespräche aufgezeichnet, die für das anschließende Coaching verwendet werden. Die Interventionsgruppe (IG) erhält vier mal individuelles Coaching, die Kontrollgruppe (KG) einmal. Unabhängige Rater evaluieren die auf Video aufgezeichneten Gespräche anhand einer in einem Pilotprojekt weiterentwickelten Checkliste. Es wird erwartet, dass Ärzte mit einem intensiveren Coaching den Transfer in den Alltag besser bewerkstelligen.

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Studiendetails

Studienziel Verbesserte Gesprächsfühung, definiert anhand vordefinierter Kriterien festgelegt in den ComOn-Coaching Rating Scales (Niglio de Figueiredo et al. 2017). Videoaufzeichnungen von Zeitpunkt T0 (vor dem Training), T1 (nach dem Workshop), T2 (nach dem letzten Coachingtermin) werden von verblindeten Ratern bewertet und vergliechen.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 72
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Krebshilfe e.V.

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • für Ärzte: in onkologischen Ambulanzen tätig und Gespräche mit Patienten führen; Einverständnis für Aufnahme von Gesprächen;
  • Patienten: älter als 18 Jahre, ausreichende Deutsch- oder Englischkenntnisse bzw. Anwesenheit eines Dolmetschers; Einwilligung für Aufnahme an Gesprächen

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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A. Die Hauptfragestellung lautet: Verbessert intensives Coaching den Transfer erlernter kommunikativer Techniken in den klinischen Alltag? Die dazugehörige Hypothese: Ärzte, die ein fünfmaliges Coaching erhalten haben (IG), zeigen einen höheren Zuwachs in kommunikativen Techniken als Ärzte, die nur ein einmaliges Coaching (KG) bekommen haben (Bewertung individueller Lernziele von auf Video aufgezeichneten Gesprächen durch verblindete Rater). B. Die folgenden Nebenfragestellungen und zugehörigen Hypothesen untersuchen, inwiefern intensives Coaching das Kompetenzerleben der Ärzte und die Einschätzung der Gespräche durch Patienten verändert: 1. Bewirkt intensives Coaching ein höheres Kompetenzerleben bei den Ärzten? Hypothese: Ärzte der (IG) geben einen höheren Zuwachs in ihrem Kompetenzerleben bezüglich ihrer Lernziele an als Ärzte der KG. 2. Verbessert intensives Coaching die Bewertung der ärztlichen Gesprächsführung durch Patienten? Hypothese: Patienten bewerten die Gesprächsführung der Ärzte der IG in ihren Lernzielen höher als die Gesprächsführung der Ärzte der KG bezogen auf die jeweiligen individuellen Lernziele. C. Folgende Fragestellung soll die Nachhaltigkeit des intensiven Coachings erfassen: 3. Bleiben die Effekte des modifizierten Trainings durch intensives Coaching auch nach drei Monaten erhalten? Hypothesen: Ärzte der (IG) zeigen 3 Monaten nach dem letzten Coaching höhere Werte in ihrer Gesprächsführung in den Videoratings (a), ihrer Einschätzung ihrer Gesprächsführungskompetenz (b) und werden durch die Patienten besser bewertet als Ärzte der KG (c). D. Explorative Fragestellung: 4. Mit qualitativen Interviews wird untersucht, welche individuelle Erwartungen die Patienten an das ärztliche Gespräch haben und ob Ärzte, die ein intensives Coaching erhielten, die Erwartungen ihrer Patienten besser erfüllen als Ärzte, die nur einmalig gecoacht wurden.

Quelle

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