Beschreibung der Studie

Manche Patienten, welche eine längere künstliche Beatmung auf der Intensivstation benötigen, entwickeln eine Muskelschwäche. Verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel Bettruhe und Immobilisation können zu dieser Schwäche beitragen. Die physiotherapeutische Behandlung könnte dieses Phänomen positiv beeinflussen. Erste Studien mit früher Mobilisation und Physiotherapie zeigen Effekte, wie einer höheren Leistungsfähigkeit bei Spitalaustritt oder einer Verbesserung der Selbständigkeit im Alltag. Durch diese Studie möchten wir unser Verständnis zur Behandlung dieser Muskelschwäche erweitern. Dementsprechend ist das Ziel der Studie die Sicherheit, Funktion und Auswirkungen eines Kraft- und Ausdauertrainings beim beatmeten, kritisch kranken Patienten zu untersuchen.

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Studiendetails

Studienziel Leistungsfähigkeit: 6-Minuten-Gehtest bei Spitalaustritt Selbständigkeit im Alltag: Functional Independence Measure bei Spitalaustritt
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 115
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Inselspital, Universitätsspital Bern

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • 18 Jahre,
  • erwartete Beatmung von > 72h auf interdisziplinären Intensivstation,
  • qualitativ selbständig vor Erkrankung

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikation für Bettfahrradergometer MOTOmed
  • Gewicht > 150kg
  • vorbestehende neuromuskuläre / neurologische Erkrankung mit bleibenden funktionellen Einschränkungen
  • vorheriger Spitalaufenthalt von mehr als 10 Tagen
  • Therapielimitierung wegen erwartetem schlechten Outcome
  • Einschluss in andere Interventionsstudie
  • Eintrittsdiagnosen welche einen Gehtest nach Akutstadium verunmöglichen

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Polyneuropathie-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Die erworbene Skelettmuskelschwäche bei kritisch Kranken (Intensive Care Unit aquired weakness (ICUAW), Critical illness Polyneuropathie oder Myopathie) auf der Intensivstation ist mit einem schlechten Outcome assoziiert. Betroffene können noch Jahre später bleibende schwere Schäden und Alltagseinschränkungen zeigen. Neue Studien zeigen, dass frühe Mobilisation und Physiotherapie auf der Intensivstation nicht nur sicher und machbar, sondern auch mit einem besseren Spitaloutcome assoziiert ist. Es fehlt jedoch eine generelle Einigung oder eine Evidenz-basierte Leitlinie zu Intensität, Frequenz, optimaler Beginn und Dauer der Therapie. Ziel dieser Studie ist auf einer interdisziplinären Intensivstation ein frühes Mobilisationskonzept mit einem Ausdauer- und Krafttraining zu kombinieren. Dabei soll in erster Linie die Durchführbarkeit und Sicherheit mit einem gemischten Patientengut festgestellt werden. Als zweites soll die Wirksamkeit, die Effektivität und der Nutzen dieser Therapie für dieses Patientengut geprüft werden.

Quelle

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