Beschreibung der Studie

In verschiedenen Ländern sind Gruppensprechstunden regulärer Bestandteil der Primärversorgung. Als besonders erfolgreich haben sich Gruppensprechstunden im Kontext der Versorgung chronisch Kranker herausgestellt. Es ist der Hauptzweck der Studie zu analysieren, ob Gruppensprechstunden nach dem Modell der Cooperative Health Care Clinics in Deutschland eingeführt werden können. Zu diesem Zweck laden acht Hausärzte in Sachsen-Anhalt chronisch an Diabetes Typ 2 bzw. Bluthochdruck erkrankte Patienten zu Gruppensprechstunden ein. Interventionsärzte führen alle zwei Monate Gruppensprechstunden für die gleiche Gruppe von zwölf Patienten durch. Dies wird über den Studienzeitraum von einem Jahr andauern. Die Hypothesen lauten: 1) Chronisch an Diabetes/Hypertonie erkrankte Patienten, welche in Gruppensprechstunden behandelt werden, bewerten im Vergleich mit Patienten, welche in Einzelsprechstunden behandelt werden, die Höhe der Qualität ihrer Versorgung als gleich hoch. 2) Chronisch an Diabetes/Hypertonie erkrankte Patienten, welche in Gruppensprechstunden behandelt werden, bewerten im Vergleich mit Patienten, welche in Einzelsprechstunden behandelt werden, ihre Zufriedenheit mit der Versorgung als gleich hoch. 3) Ärzte bewerten die Behandlung von chronisch an Diabetes/Hypertonie erkrankten Patienten in Gruppensprechstunden, im Vergleich zur Behandlung in Einzelsprechstunden, als von gleich hoher Qualität. 4) Ärzte äußern sich mit der Behandlung von chronisch an Diabetes/Hypertonie erkrankten Patienten in Gruppensprechstunden, im Vergleich zur Behandlung in Einzelsprechstunden, als gleich zufrieden. 5) Chronisch an Diabetes/Hypertonie erkrankte Patienten, welche in Gruppensprechstunden behandelt werden, suchen im Vergleich zu Patienten, welche in Einzelsprechstunden behandelt werden, gleichhäufig pro Jahr ihren Hausarzt auf. Um diese Hypothesen zu beantworten werden Patienten nach ihrer Zufriedenheit mit der Behandlung sowie der Qualität der Behandlung befragt. Zum Ende der Studie werden ebenfalls die teilnehmenden Interventionsärzte nach ihrer Einschätzung der Versorgungsqualität sowie ihrer Zufriedenheit mit der Versorgung im Vergleich zu Einzelsprechstunde befragt. Ebenfalls wird die Gesamtzahl der Sprechstunden, die von Patienten, welche in Gruppensprechstunden versorgt wurden, im Vergleich zu Patienten, welche in Einzelsprechstunden versorgt wurden, untersucht. 02.07.2013 Alle acht an der Studie beteiligten Ärzte bieten ihren Patienten Gruppensprechstunden an. Die Gruppe der Kontrollärzte entfällt, hierdurch entfällt ebenfalls der dritte Studienarm (Kontrollpatienten bei Kontrollärzten).

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Akzeptanz für das Versorgungsmodell bei Patienten und Ärzten: Patientenzufriedenheit gemessen anhand eines Fragebogens Arztzufriedenheit gemessen in qualitativen Interviews jeweils zum Ende der Studie
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 384
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • chronisch erkrankt an
  • Diabetes, definiert als HbA1C> 8,5 % oder
  • an Hypertonus, definiert als >140/90 mmHg; es müssen nicht beide Grenzwerte überschritten sein, ist einer der beiden Grenzwerte (140 bzw. 90 mmHg) erreicht, liegt ein Hypertonus vor,
  • älter als 55 Jahre (Geburtsjahrgang 1957 und älter),
  • Hausarztpraxis häufig frequentierend; definiert als 10 oder mehr Besuche in der Arztpraxis in den vergangenen 12 Monaten im Zusammenhang mit der chronischen Erkrankung,
  • Bereitschaft an Gruppensprechstunden teilzunehmen.

Ausschlusskriterien

  • Palliativ erkrankte Patienten,
  • Patienten, welchen das Folgen eines Gespräches bzw. die aktive Teilnahme an der Gruppensprechstunde, z.B. aufgrund kognitiver Defizite (fortgeschrittene Demenz), Gehörlosigkeit, mangelnde Deutschkenntnisse oder anderen Gründen nicht möglich ist,
  • Patienten, deren Vertraulichkeit in Bezug auf kritische Informationen anderer Patienten in Frage steht,
  • Patienten, die kein Interesse daran haben ihre medizinischen Informationen in der Gruppe mit anderen Patienten zu teilen,
  • Patienten, die über keine Transportmöglichkeit verfügen, um regelmäßig zu den Gruppensprechstunden zu erscheinen,
  • Patienten, denen aus anderen Gründen eine regelmäßige Teilnahme an den Gruppensprechstunden nicht möglich ist,
  • Patienten, die nicht über den gesamten Studienzeitraum von einem Jahr an der Studie teilnehmen können – z.B. aufgrund eines bereits geplanten Umzuges/Arztwechsel,
  • Patienten, welche gleichzeitig an einer anderen klinischen Prüfung oder anderen klinischen Forschungsprojekten teilnehmen oder vor kurzem teilgenommen haben,
  • Patienten, die die Einwilligungserklärung nicht unterzeichnet haben.

Adressen und Kontakt

Praxis, Sachsen-Anhalt

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Sachsen-Anhalt via E-Mail verschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Praxis und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Mit den „Gruppensprechstunden“ (GS) wurden in Nordamerika Behandlungskonzepte für die hausärztliche Versorgung entwickelt, welche neben einer Steigerung der Patienten- und Providerzufriedenheit auch verbesserte klinische Outcomes (Prozess- und Ergebnisoutcomes) sowie Effizienz- und Effektivitätsgewinne hervorbringen. Unter den verschiedenen GS-Konzepten hat sich die Cooperative Health Care Clinic (CHCC) als besonders erfolgreich in der Behandlung chronisch Erkrankter erwiesen. In Form einer interventionellen Kohorten-Studie soll überprüft werden, ob eine Einführung von Gruppensprechstunden nach dem Modell der CHCCs in Deutschland möglich ist. Hierfür werden von acht Hausärzten Patienten, welche entweder an Diabetes mellitus Typ II oder Hypertonie chronisch erkrankt sind, zu einer Versorgung in Gruppensprechstunden eingeladen. An den Gruppensprechstunden nimmt jeweils die gleiche Gruppe von 12 Patienten im Zweimonatsrhythmus teil. Jeder Interventionsarzt führt zwei Gruppen, so dass insgesamt 182 (8 Interventionsärzte * 12 Patienten pro Gruppe * 2 Gruppen pro Interventionsarzt) Patienten als Interventionspatienten in die Studie eingeschlossen werden. Als Kontrollpatienten fungieren die Patienten aus der Praxis der acht Interventionsärzte, welche nicht in Gruppensprechstunden behandelt werden. Die Hypothesen lauten: 1) Chronisch an Diabetes/Hypertonie erkrankte Patienten, welche in Gruppensprechstunden behandelt werden, bewerten im Vergleich mit Patienten, welche in Einzelsprechstunden behandelt werden, die Höhe der Qualität ihrer Versorgung als gleich hoch. 2) Chronisch an Diabetes/Hypertonie erkrankte Patienten, welche in Gruppensprechstunden behandelt werden, bewerten im Vergleich mit Patienten, welche in Einzelsprechstunden behandelt werden, ihre Zufriedenheit mit der Versorgung als gleich hoch. 3) Ärzte bewerten die Behandlung von chronisch an Diabetes/Hypertonie erkrankten Patienten in Gruppensprechstunden, im Vergleich zur Behandlung in Einzelsprechstunden, als von gleich hoher Qualität. 4) Ärzte äußern sich mit der Behandlung von chronisch an Diabetes/Hypertonie erkrankten Patienten in Gruppensprechstunden, im Vergleich zur Behandlung in Einzelsprechstunden, als gleich zufrieden. 5) Chronisch an Diabetes/Hypertonie erkrankte Patienten, welche in Gruppensprechstunden behandelt werden, suchen im Vergleich zu Patienten, welche in Einzelsprechstunden behandelt werden, gleichhäufig pro Jahr ihren Hausarzt auf. Um diese Hypothesen zu beantworten werden Patienten nach ihrer Zufriedenheit mit der Behandlung sowie der Qualität der Behandlung befragt. Zum Ende der Studie werden ebenfalls die teilnehmenden Interventionsärzte nach ihrer Einschätzung der Versorgungsqualität sowie ihrer Zufriedenheit mit der Versorgung ihrer Patienten in Gruppensprechstunden im Vergleich zur Versorgung in Einzelsprechstunde befragt. Ebenfalls wird die Gesamtzahl der Sprechstunden, die von Patienten, welche in Gruppensprechstunden versorgt wurden, im Vergleich zu Patienten, welche in Einzelsprechstunden versorgt wurden, untersucht.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.