Beschreibung der Studie

Die amyotrophe Lateralsklerose ist eine degenerative Nervenerkrankung, die das erste und zweite Motoneuron betrifft, Lähmungen, Schluck- und Sprechstörung sowie Spastik bedingt und innerhalb von im Mittel 3-4 Jahren zum Tode führt. Die Diagnostik umfasst hierbei unter anderem die Detektion elektrophysiologischer Zeichen der Schädigung des 2. Motoneuron mit Hilfe der Nadel-Elektromyographie, insbesondere Spontanaktivität am ruhenden Muskel i.S. von Fibrillationen, sog. positiv scharfen Wellen und Faszikulationen. Muskelultraschall hat in den letzten Jahren eine bedeutende Entwicklung in der Diagnostik der ALS erfahren. Bereits seit Mitte der 90iger Jahre ist es bekannt, dass Faszikulationen im Ultraschall leichter gefunden werden können als im EMG. Aktuelle Daten lassen vermuten, dass sogar Fibrillationen gesehen werden können. Die schmerzlose, schnell verfügbare und weitestgehend nebenwirkungsfreie Technik erfaßt im Vergleich zum aktuellen Goldstandard leichter große Teile der Muskulatur. Es ist zu erwarten, dass der Muskelultraschall als additives diagnosebeschleunigendes Verfahren im klinischen Alltag entwickelt werden kann. Ziel dieser Srudie ist die Erfassung der Treffsicherheit von Ultraschall und EMG zur früheren Diagnosestellung der Amyotrophen Lateralsklerose. Die Studienteilnehmer sind Patienten mit vermuteter ALS und werden einer Ultraschalluntersuchung der Muskulatur von ca. 30 Minuten Dauer, einer EMG-Untersuchung verschiedener Muskel und einer neurologischen Untersuchung in einer Sitzung unterzogen. Gesunde Kontrollpersonen erhalten einen Ultraschall und eine neurologische Untersuchung.

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Studiendetails

Studienziel Vergleich Sensitivität und Spezifität Ultraschall allein oder in Kombination mit dem Goldstandard EMG in der Diagnosestellung der ALS
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Hans-Berger-KLinik für Neurologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Verdacht auf Amyotrophe Lateralsklerose

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die amyotrophe Lateralsklerose ist eine degenerative Nervenerkrankung, die das erste und zweite Motoneuron betrifft, atrophe Paresen, Schluck- und Sprechstörung sowie Spastik bedingt und innerhalb von im Mittel 3-4 Jahren zum Tode führt. Für die Diagnosestellung der ALS sind Zeichen/Schädigungen des 1. und 2. Motoneurons in verschiedenen Regionen (bulbär, zervikal, thorakal und lumbal) nachzuweisen. Die ElEscorial-Kriterien aus dem Jahr 2000 wurden rezent durch die Awaji-Kriterien ergänzt. Hierbei kommt der elektrophysiologischen Diagnostik eine deutlich wichtigere Rolle in der Diagnosesicherung zu. Neben den sicher als pathologisch gewerteten Fibrillationen und positiv scharfen Wellen im EMG, kommt hier Faszikulationen als Zeichen der Affektion des 2. Motoneurons eine besondere Bedeutung zu. Diese sind in der klinischen Untersuchung nicht immer fassbar. Muskelultraschall hat in den letzten Jahren eine bedeutende Entwicklung in der Diagnostik der ALS erfahren. Bereits seit Mitte der 90iger Jahre ist es bekannt, dass Faszikulationen im Ultraschall besser gesehen werden können als im EMG. Die aktuelle Studie soll prüfen, ob der Muskelultraschall zumindest als additives diagnosebeschleunigendes Verfahren im klinischen Alltag eingesetzt werden kann. Die schmerzlose, schnell verfügbare und weitestgehend nebenwirkungsfreie Technik bringt gegenüber dem aktuellen Goldstandard eine leichtere gleichzeitige Erfassung großer Muskelareale und Erreichbarkeit von Muskeln, deren Untersuchung im EMG zeitaufwändig und risikoreich ist. Alle Patienten erhalten zur differenzialdiagnostischen ALS-Abklärung eine klinische Einschätzung, ein umfangreiches standardisiertes EMG-Programm und eine standardisierte Ultraschalluntersuchung der Muskulatur. Im Rahmen dieser Studie sollen die Ergebnisse beider Verfahren verglichen werden, um die Sensitivität und Spezifität der Muskelsonographie allein und additiv zum bisherigen Goldstandard (EMG) zu quantifizieren.

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