Beschreibung der Studie

Eine gestörte Glukosetoleranz von Patienten bewirkt eine höhere Anfälligkeit peripherer Nerven für Kompressionssyndrome. Die Behandlung des Karpaltunnelsyndroms durch operative Dekompression des N. medianus bei Patienten mit Diabetes mellitus ist als effektive Behandlungsmaßnahme anerkannt. Die Behandlung von Kompressionssyndromen an der unteren Extremität bei Patienten mit Diabetes mellitus hat dagegen bisher wenig Beachtung gefunden. So haben Diabetiker mitunter nicht nur eine Polyneuropathie, sonder auch eine begleitende Kompression im Tarsaltunnel (welcher analog zum Karpaltunnel am Fuß existiert) und Fußschmerzen, die nicht auf eine Polyneuropathie zurückzuführen sind. Die Tarsaltunnelkompression wird anhand von klinischen Zeichen und elektrophysiologischen Untersuchungen ermittelt. Ziel dieser Studie ist es zu untersuchen, ob eine Operation zu einer grösseren Schmerzlinderung bei Diabetikern mit Fussschmerzen und Tarsaltunnelkompression führt als eine konservative Therapie mit Medikamenten.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Schmerz auf der Visuellen Analog Scale nach 6 Monaten und 1 Jahr
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eingeschlossen werden alle Patienten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und bei denen seit > 1 Jahr ein neu aufgetretener Fußschmerz im Bereich des N. Tibialis aufgetreten ist. Die Schmerzintensität muss auf der VAS mindestens > 5 sein und es muss sich ein positives Hoffmann-Tinelsches Zeichen über dem Tarsaltunnel finden.
  • Ebenso müssen die Fußpulse bds. tastbar sein und eine elektroneurographische Untersuchung muss einen Normalbefund ausschließen.

Ausschlusskriterien

  • Probanden, die im gleichen Zeitraum an einer anderen Studie teilnehmen oder innerhalb der vorangegangenen 6 Wochen an einer anderen klinischen Prüfung teilgenommen haben, werden nicht in die Studie aufgenommen.
  • Ebenso Pt. mit ausgeprägten Lymphödemen

Adressen und Kontakt

Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Frankfurt am Main via E-Mail verschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten des Studienarztes und Informationen über mögliche nächste Schritte an Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Das primäre Ziel dieses Projektes ist der Vergleich zwischen operativen Therapie beim diabetischen Fußschmerz mit Tarsaltunnelkompression gegenüber der konservativen Therapie. Es handelt sich beim geplanten Versuchsvorhaben um eine prospektiv randomisierte einfach geblindete Studie Eine gestörte Glukosetoleranz von Patienten bewirkt eine höhere Anfälligkeit peripherer Nerven für Kompressionssyndrome. An der oberen Extremität ist die Behandlung des Karpaltunnelsyndroms durch operative Dekompression des N. medianus bei Patienten mit Diabetes mellitus als effektive Behandlungsmaßnahme anerkannt. Die Behandlung von Kompressionssyndromen an der unteren Extremität bei Patienten mit Diabetes mellitus hat dagegen bisher wenig Beachtung gefunden. Oft ist bei Patienten mit diabetischer Neuropathie und einem peripheren Nervenkompressionssyndrom ein positives Hoffmann-Tinel-Zeichen das einzige klinische nachweisbare Zeichen, da elektrophysiologische Untersuchungsverfahren an der unteren Extremität zwar eine Neuropathie nachweisen können, aber bei Vorliegen einer Neuropathie oftmals Schwierigkeiten haben zusätzliche Nervenkompressionssyndrome nachzuweisen (Siemionow 2007). Ein positives Hoffmann-Tinel-Zeichen über dem N. tibialis im Tarsaltunnel hatte nach Untersuchungen von Lee und Dellon einen 90 % positiven prädiktiven Wert für einen Patienten mit Diabetes mellitus, die Sensibilität wiederzugewinnen, und Schmerzfreiheit zu erreichen wenn der Tarsaltunnel am Sprunggelenk dekomprimiert wurde (Lee und Dellon 2004). Klinischen Studien weisen bei Patienten mit Diabetes mellitus, bei welchen eine operative Dekompression des N. tibialis und seiner Äste am Tarsaltunnel durchgeführt wurde, in 80 % eine Schmerzreduktion von einem Punktwert von 8,5 auf 2,0 auf der visuellen Analogskala nach. Dabei erreichten 80 % dieser Patienten mehr als nur Schutzsensibilität (Wood 2003, Siemionow 2006; Biddinger 2004; Wieman und Patel 1995, Dellon 1992). Durch die teilweise wiederhergestellte Sensibilität im Fuß könnte eine spätere Ulzeration oder gar Amputation vermieden werden. Zusätzlich wird durch die verbesserte Sensibilität im Fuß auch das Gleichgewicht beim Gehen verbessert, so- dass zusätzliche Folgeschäden durch Stürze wie etwa Frakturen ebenfalls reduziert werden könnten. Zunächst soll sich in dieser Studie rein auf die Reduktion der Schmerzsymptomatik beschränkt werden. 2. Hypothese Es wird erwartet, dass die operative Therapie beim diabetischen Fußschmerz mit Tarsaltunnelkompression gegenüber der konservativen Therapie bzgl. der Fuß-Schmerzen überlegen ist.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.