Beschreibung der Studie

Im Rahmen der Versorgung auf anästhesiologischen Intensivstationen werden Patienten/Patientinen mit Hilfe von Beatmungsgeräten künstlich beatmet (kontrollierte Beatmung). Wir möchten während dieser Zeit im Rahmen dieser Studie den Druck im Beatmungssystem messen um daraus die nichtlinearen mechanischen Kenngrößen der Lunge zu bestimmen. Der in diesem Zusammenhang wichtige „PEEP“ (= positiver end-exspiratorischer Druck) bestimmt dabei den Mindestwert für den Druck, der bei der Beatmung eingestellt wird. „Nichtlinear“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die mechanischen Eigenschaften sich in Abhängigkeit vom Druck verändern können. Während der Beatmung wird der Beatmungsdruck durch ein externes Messsystem für 30 Minuten aufgezeichnet. Zusätzlich werden in dieser Zeit weitere Diag-noseparameter, z.B. die Herzfrequenz und die Sauerstoffsättigung des Blutes engmaschig protokolliert. 10 Minuten nach Beginn der Messungen wird der Basisdruck der mechanischen Beatmung (PEEP) um 5 mbar erhöht und nach weiteren 10 Minuten wieder auf den ursprünglichen Wert zurückgesetzt. Weitere 10 Minuten später wird die Messung beendet. Ziel dieser Studie ist es, die derzeitige Beatmungssituation bei Patienten unter mechanischer Beatmung aus atemmechanische Sicht zu untersuchen.

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Studiendetails

Studienziel Die zeitlichen Verläufe von Atemwegsdruck und Gasfluss werden aus dem Beatmungsgerät ausgelesen. Aus diesen Daten werden in einer offline-Analyse die intratidalen Verläufe der Compliance analysiert.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Anästhesiologisches Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Kontrolliert beatmete Patienten und Patientinnen mit akutem Lungenversagen

Ausschlusskriterien

  • Alter <18 Jahre, Schwangerschaft, fehlendes Einverständnis, terminales Krankheits-stadium

Adressen und Kontakt

Anästhesiologisches Universitätsklinikum, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Zur Beurteilung der mechanischen Beatmungssituation von Intensivpatienten wurden in unserer Arbeitsgruppe Methoden zur Berechnung der nichtlinearen Atemme-chanik entwickelt [1, 2]. Mit dem Erscheinen der ARDSNet-Studie 2000 wurde erstmals gezeigt, dass die Mortalität der Patienten bei einem Atemzugvolumen von 6 ml/kgKG im Vergleich zu 12 ml/kgKG signifikant niedriger war [3]. Im Umkehrschluss wird heute ein geringeres Atemzugvolumen als lungenprotektiv betrachtet. In diseer Studie soll untersucht werden in welchem Bereich der nicht-linearen dynamischen Compliance [4], also der dynamischen Volumen/-"Kennlinie" des respiratorischen Systems, kontrolliert beatmete Patienten auf unserer anästhe-siologischen Intensivstation beatmet werden und in wie weit die aus der ARDSNet-Studie resultierenden Empfehlungen zu der Beatmungsstrategie umgesetzt werden. Darüber hinaus soll die Atemmechanik der Patienten mit der Atemmechanik verglichen werden, die sich einstellt wenn der PEEP um 5 mbar angepasst wird. [1] Guttmann et al. Determination of volume-dependent respiratory system mechan-ics in mechanically ventilated patients using the new SLICE method. Technology und Health Care, 2 (1994) 175-191 [2] Schumann et al. Estimating intratidal nonlinearity of respiratory system mechan-ics: a model study using the enhanced gliding-SLICE Method. Physiol Meas 2010 Feb;31(2):261-72 [3] ARDSNetwork. Ventilation with lower tidal volumes as compared with traditional tidal volumes for acute lung injury and the acute respiratory distress syndrome. N Eng J Med (2000); 342 (18); 1301-1308 [4] Mols et al. Volume-dependent compliance in ARDS: proposal of a new diagnostic concept. Intensive Care Med (1999) 25: 1084-1091

Quelle

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