Beschreibung der Studie

Größere bauchchirurgische Eingriffe bei Kindern erfordern zur Sicherstellung einer ausreichenden Herz- Kreislauffunktion, eine spezielle Überwachung dieser Funktionen. Aus diesem Grund wird routinemäßig ein Plastikschlauch in eine Arterie eingeführt. Darüber können problemlos Blutabnahmen durchgeführt werden und eine exakte Blutdruckmessung erfolgen. Anhand dieser werden auch noch postoperativ auf der Intensivstation oder im Aufwachzimmer routinemäßig Blutabnahmen durchgeführt, ohne dass Kinder neuerlich gestochen werden müssen. Weiters wird darüber hinaus routinemäßig mittels eines zusätzlichen Monitors (LIDCO)die Herz- Kreislaufleistungen kontinuierlich aufgezeichnet. Aufgrund des Operationstraumas könnte postoperativ Schmerzen auftreten, weshalb wir vorbeugend in Narkose routinemäßig einen Schmerzkatheter (PDA Katheter) anlegen. Der Zweck dieser klinischen Studie ist zu untersuchen, ob es Veränderungen im Herz- Kreislaufsystem (Herzleistung, Blutdruckverhalten) bei Kindern nach Anlage eines Schmerzkatheters gibt. Nach Einleitung einer Allgemeinanästhesie und Sicherung des Atemwegs wird eine arterielle Kanüle gelegt und das LIDCO Gerät an den Monitor angeschlossen. Zur Kalibrierung dieses Systems wird einmalig ein Herzultraschall transthorakal (= von außen) vor Operationsbeginn durchgeführt. Weiters werden über Klebeelektroden (NIRS- Messeinheit) am Kopf und im Bereich der Niere Aufzeichnungen der Blutumverteilung nach Anlage des Schmerzkatheters durchgeführt. Diese Gesamtveränderungen (Blutumverteilung und Herz- Kreislaufleistung) sollen durch diese zusätzlichen nicht invasiven Messeinheiten aufgezeichnet werden.

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Studiendetails

Studienziel Was: Aufzeichnen von hämodynamischen Veränderungen nach Anlage einer Epiduralanästhesie; Wann: Messung der Parameter vom Zeitpunkt der Anlage der PDA bis zum Operationsende. Wie: Die Aufzeichnung der Veränderungen werden mittels LIDCO/INVOS aufgezeichnet
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Medizinische Universität Wien

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Neugeboren, Kleinkinder unter 6 Jahren die sich einem großen bauchchirugischen Eingriff unterziehen müssen

Ausschlusskriterien

  • Patienten die in eine andere Studie eingeschlossen sind, Patienten/ Erziehungsberechtigten Verweigerung, Kontraindikationen zur ANlage einer Epiduralanästhesie, wie neurologische Erkrankkungen, Koagulopathien, schwere Sepsis, bekannte Allergie auf Lokalanästhetika, lokale Infektionen an der Einstichstelle, Rückenmarkserkrankungen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Effektive Schmerztherapie für Neugeborene, Babies und Kinder bei großen Operationen spiegelt nicht nur Humanität wider sondern spielt auch eine Rollen im Outcome. Intraoperative Opioide und kontinuierliche postoperative Infusionen werden dafür weltweit verwendet; dies erfordert oft mal aber verlängerte Beatmungszeiten als auch eine kontinuierliche intensivmedizinische Überwachung. Heutzutage werden auch vermehrt Regionalanästhesieverfahren an Kindern angewendet. Durch die Anwendung von Ultraschall wurde auch die Technik der Epiduralanästhesie in Neugeborenen, Babies und Kindern verfügbarer und sicherer . Bei großen chirurgischen Eingriffen in Kombination mit Vollnarkose findet die Epiduralanästhesie seine Anwendung zur intraoperativen und postoperativen Schmerztherapie. Die kardiovaskulären Effekte nach Epiduralanästhesie sind multifaktoriell. Die sympathische Denervierung, das Zusammenspiel zwischen sympathischer und parasympathischer Aktivität, der pharmakologische Effekt von aufgenommenem Lokalanästhetikum, die Verteilung des Blutvolumens im Bezug auf die kardiovaskuläre Funktion müssen berücksichtigt werden. Die individuellen kardiovaskulären Veränderungen durch Sympathikusblockade unterscheiden sich sehr, abhängig vom Ausgangssympathikotonus. Beim Erwachsenen sind die Auswirkungen der Epiduralanästhesie im Bereichen der unteren thorakalen als lumbalen Region, mit vaskuläre Dilatation im Bereich des Beckens und der unteren Extremität. In Neugeborenen, Babies und Kindern wurden die hämodynamischen Veränderungen einer Epiduralanästhesie noch nicht beschrieben. Das Ziel dieser prospektiven Studie ist es die hämodynamischen Veränderungen nach Anlage einer Epiduralanästhesie in Neugeborenen, Babies und Kindern bei großen bauchchirurgischen Eingriffen zu evaluieren.

Quelle

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