Beschreibung der Studie

Bislang hat man für die während der Vollnarkose für eine Operation zwingend notwendige künstliche Beatmung bei Patienten Standardmethoden verwendet. Um mögliche Nachteile für Patienten mit krankhaftem Übergewicht zu reduzieren, erscheint es aufgrund erster klinischer Ergebnisse sinnvoll, die maschinelle Beatmung an die Situation des individuellen Patienten anzupassen. Durch diese Anpassung kann beispielsweise genau der Beatmungsdruck für die maschinelle Beatmung ausgewählt werden, der weder zu hoch (Gefahr der Überblähung oder sogar des Reißens von Lungenbläschen) noch zu niedrig (Gefahr des Zusammenfallens von Lungenbläschen) ist. Von dieser individuellen Beatmungsanpassung mittels Elektrischer Impedanz Tomografie erhoffen wir uns die Bestätigung der Vorteile auf die Funktion der Lunge und der anderen Organe nach der Operation. Weiterhin untersuchen wir, ob die Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation und des gesamten Krankenhausaufenthaltes verringert werden kann.

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Studiendetails

Studienziel postoperative Oxygenierung, gemessen am Quotienten aus arteriellem Sauerstoff-Partialdruck (PaO2) und inspiratorischer Sauerstofffraktion (FiO2) unmittelbar vor Extubation
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 113
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Standardtherapie
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter >= 18 Jahre
  • Adipositasgruppe: Adipositas (BMI ≥ 35 kg/m²)
  • Gruppe der Normgewichtigen: BMI: 18,5 kg/m² bis 25 kg/m²
  • geplanter chirurgischer Eingriff in Allgemeinanästhesie mit mittlerem oder hohem Risiko für post–operative pulmonale Komplikationen (ARISCAT score ≥ 26).
  • unterschriebene Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • geplanter neurochirurgischer, Herz- oder Thoraxchirurgischer Eingriff oder Operationen der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
  • Therapierefraktäre hämodynamische Instabilität
  • vor der Operation bestehende chronische oder akute Lungenerkrankung (z.B. COPD, Pneumonie, ALI/ARDS)
  • Schwangerschaft (Schwangerschaftstest notwendig)
  • schwere kardiale Erkrankungen (New York Heart Association Klassifikation III oder IV, akutes ischämisches Ereignis, persistierende ventrikuläre Rhythmusstörungen)
  • jede neuromuskuläre Erkrankung
  • jeder operative Eingriff länger als 30 min in Allgemeinanästhesie in den letzten 30 Tagen
  • Herzschrittmachern oder anderen implantierten Schrittmacher- bzw. Stimulatorsystemen

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Leipzig

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Häufig gestellte Fragen

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Bei der vorliegenden klinischen Prüfung handelt es sich um eine prospektive, randomisierte, kontrollierte, monozentrische Pilotstudie zum Vergleich von zwei unterschiedlichen Beatmungsstrategien während der Narkose. Die Anpassung der maschinellen Beatmung erfolgt durch PEEP-Titration mittels Elektrischer Impedanz Tomographie. Primäres Ziel ist die Untersuchung, ob sich durch Anwendung einer individualisierten lungenprotektiven Narkosebeatmung die postoperative Oxygenierung und inspiratorische Sauerstofffraktion signifikant verbessern lassen. Sekundärere Endpunkte sind das end-exspiratorische Lungenvolumen, die postoperative pulmonale und nicht-pulmonale Organfunktion (bestimmt anhand des SOFA-Scores, die Inzidenzen pulmonaler und nicht-pulmonaler Komplikationen sowie die Dauer von Intensivstations- und Krankenhausaufenthalt.

Quelle

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