Beschreibung der Studie

Die extreme Adipositas kommt bei Jugendlichen immer häufiger vor, und kann sich negativ auf Lebensqualität, psychosoziale Situation, und Gesundheit auswirken. Da die Jugendlichen jedoch nur selten medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, ist nur wenig über den Verlauf der Adipositas bekannt. Im Rahmen dieser Studie sollen Jugendliche und junge Erwachsene über einen langen Zeitraum regelmäßig betreut werden, um Informationen über den Verlauf der extremen Adipositas und die Erfolgschancen verschiedener Behandlungsmöglichkeiten zu gewinnen. Die Studie baut direkt auf das Gesamtprojekt "Medizinische und psychosoziale Folgen der extremen Adipositas bei Jugendlichen - Akzeptanz und Wirkung einer strukturierten Versorgung", kurz: „Jugendliche mit extremer Adipositas (JA) Studie“ auf, mit dem Ziel die Versorgung und die Hilfeangebote für Jugendliche mit Adipositas und extremer Adipositas in Deutschland zu verbessern. Teilnehmen können Jugendliche und junge Erwachsene beider Geschlechter im Alter von 14 bis 24,9 Jahren (initial bis zu 21 Jahre) mit Adipositas (BMI ≥30kg/m2). Die Teilnehmer werden alle 12 Monate (initial alle 6 Monate) von einem Arzt untersucht, füllen Fragebögen zu ihrer Gesundheit, ihrer sozioökonomischen Situation und ihrem Wohlbefinden aus. Außerdem werden Blutuntersuchungen und andere Tests zur Evaluation von Begleiterkrankungen, sowie Hilfestellungen in Bezug auf die soziale Integration und Jobsuche angeboten. Die Ergebnisse der Studie werden dazu dienen, Betreuungsangebote für Jugendliche mit extremer Adipositas zu bewerten und zu verbessern. Im Februar 2013 wurde der Studie ein Amendment angefügt, um Patienten bis 24,9 Jahren mit einzuschließen. Außerdem wurde in einem Amendment im Dezember 2014 die Wiedervorstellungsfrequenz von halbjährlich auf jährlich gesenkt. Des weiteren erhalten die Patienten eine Reisekostenerstattung von 30€.

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Studiendetails

Studienziel Adhärenz mit der strukturierten Versorgung. Der Prozentsatz der Probanden, die an dem strukturierten Programm teilnehmen, wird jährlich errechnet.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 600
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • BMI ≥ 30.0 kg/m2, ausreichendes Verstehen der deutschen Sprache

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Fettleibigkeit-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Die extreme Adipositas kommt bei Jugendlichen immer häufiger vor, wirkt sich negativ auf Lebensqualität und psychosoziale Situation aus, und geht mit psychiatrischen und somatischen Komorbiditäten einher. Da die Jugendlichen jedoch nur selten medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, ist nur wenig über den Verlauf der Adipositas bekannt. Das Ziel dieser multizentrischen Studie ist es, Jugendliche mit extremer Adipositas (BMI ≥35kg/m2) in einer longitudinalen, prospektiven Beobachtungsstudie über mindestens 9 Jahre zu betreuen, und so Informationen über den Verlauf der Adipositas und den Erfolg verschiedener Behandlungsansätze in Bezug auf die psychosoziale Entwicklung, die Lebensqualität, und psychiatrische sowie somatische Komorbiditäten zu gewinnen. Jugendliche mit Adipositas geringeren Ausprägungsgrades (BMI 30-34,9kg/m2) werden als Kontrollgruppe geführt. Das Projekt baut unmittelbar auf das Konsortium "Medizinische und psychosoziale Folgen der extremen Adipositas bei Jugendlichen - Akzeptanz und Wirkung einer strukturierten Versorgung", kurz: "Jugendliche mit extremer Adipositas (JA)" auf, welches die Rekrutierung und Charakterisierung adipöser Jugendlicher aus verschiedenen gesellschaftlichen und medizinischen Einrichtungen, eine randomisierte Untersuchung einer neuen Intervention zur Verbesserung der Lebensqualität und psychosozialen Situation, eine strukturierte prospektive Untersuchung verschiedener Behandlungsoptionen bis hin zur bariatrischen Chirurgie, sowie gesundheitsökonomische Analysen umfasst. Aufgrund des aktuellen Kenntnisstandes haben wir der longitudinalen Beobachtungsstudie folgende a priori Hypothesen zugrunde gelegt: 1. Jugendliche mit extremer Adipositas (BMI ≥35kg/m2) haben eine geringere Adhärenz mit dem strukturierten Versorgungsprogramm im Vergleich zu Jugendlichen mit Adipositas geringeren Ausprägungsgrades (BMI 30-34,9kg/m2). 2. Jugendlichen mit extremer Adipositas (BMI ≥35kg/m2) gelingt weniger häufig eine dauerhafte Gewichtsreduktion auf konservativem Weg, im Vergleich zu Jugendlichen mit Adipositas geringeren Ausprägungsgrades (BMI 30-34,9kg/m2). 3. Jugendliche mit extremer Adipositas (BMI ≥35kg/m2) sind in Schule und Arbeitsmarkt schwerer integrierbar als Jugendliche mit Adipositas geringeren Ausprägungsgrades (BMI 30-34,9kg/m2). 4. Die Inzidenz und der Ausprägungsgrad von Komorbiditäten ist bei Jugendlichen mit extremer Adipositas (BMI ≥35kg/m2) höher als bei Jugendlichen mit Adipositas geringeren Ausprägungsgrades (BMI 30-34,9kg/m2). Innerhalb von 24 Monaten sollen 300 Jugendliche im Alter von 14 bis 24,9 Jahren (initial bis 21 Jahre) mit extremer Adipositas (BMI ≥35kg/m2) und eine Kontrollgruppe von 300 Jugendlichen mit Adipositas (BMI 30-34,9kg/m2) rekrutiert werden. Die fünf beteiligten Universitätszentren liegen in 4 Regionen Deutschlands, im Norden (Berlin), Westen (Essen/Datteln), Osten (Leipzig) und Süden (Ulm), so dass die Daten repräsentativ für Deutschland als ganzes gelten können. Die Jugendlichen sollen in 12-monatigen Abständen (initial 6-monatigen) untersucht werden. Untersuchungen umfassen standardisierte Fragebögen und validierte Erhebungsinstrumente zu Gesundheit, psychosozialer Situation, psychiatrischen Komorbiditäten und krankheitsbezogener Lebensqualität, sowie körperliche- und laborchemische Untersuchungen und Screening-Untersuchungen auf orthopädische Komorbiditäten und Schlafapnoesyndrom. Den Jugendlichen werden Hilfestellungen in Bezug auf soziale Integration und Jobsuche angeboten. Zur Dokumentation der Verlaufsdaten wird ein Register für Jugendliche mit extremer Adipositas (mit Hilfe des bereits existierenden APV-Registers) eingerichtet. Wir werden zusätzlich Analysen in Bezug auf die verschiedenen Behandlungsoptionen, denen sich die Jugendlichen unterzogen haben, durchführen. Das Projekt wird die Akzeptanz und die Ergebnisse eines strukturierten medizinischen Versorgungsangebots für Jugendliche mit extremer Adipositas zeigen, unterschiedliche Behandlungansätze vergleichen, und einzigartige Informationen zur medizinischen und psychosozialen Entwicklung von Jugendlichen mit extremer Adipositas in Deutschland ergeben.

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