Beschreibung der Studie

Die Beziehung zwischen Adipositas, Depression und Schlaf-Wach-Regulation ist noch nicht ausreichend verstanden. Bei manchen Patienten besteht ein gesteigerter Appetit, um Stress und depressive Verstimmung zu kompensieren. Die meisten Patienten mit Depression leiden dagegen an Appetitverlust und Schlafstörungen. Die atypische Depression ist allerdings durch gesteigerten Appetit und eine Hypersomnie gekennzeichnet. Schlaf-Wach-Regulation, Hormone, Zytokine, Neuropeptide und motorische Aktivität modulieren den Affekt und haben einen Einfluss auf den Stoffwechsel. Dieses Projekt untersucht das Zusammenspiel dieser Mechanismen. Wir bestimmen Schlaf-Wach-Regulationstypen mittels EEG, Hormone, Zytokine und Neuropeptide mittels Blutauswertung, Affekt und Verhaltensparameter mittels Fragebögen und motorische Aktivität mittels Aktometrie. Nach der ersten Messung findet nach sechs Monaten eine Follow-Up-Messung statt. Zu diesem Zweck suchen wir adipöse Patienten (BMI > 35 kg/m2) mit (n=75) und ohne (n=75) Depression und schlanken Personen (BMI zwischen 20 und 25 kg/m2) mit (n=75) und ohne (n=75) Depression. Das Hauptziel von OBDEP ist es, die Mechanismen aufzudecken und die Verbindungen zu entwirren, die zwischen Adipositas, Affekt- und Schlaf-Wach-Regulation, motorischer Aktivität und verschiedenen Hormonen, Neuropeptiden und Zytokinen bestehen. Wir gehen davon aus, dass sich sowohl die Schlaf-Wach-Regulation als auch Blutparameter und motorische Aktivität bei depressiven Patienten von nicht depressiven Personen in Abhängigkeit von ihrem Gewicht unterscheiden.

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Studiendetails

Studienziel Die Vigilanzregulation ist der primäre Endpunkt. Die Vigilanz wird mittels EEG erhoben und per Wakefulness-Assessment-Tool klassifiziert. Das geschieht für jeden der 300 Probanden zur Baseline und zum Follow-Up nach 6 Monaten.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Arm 1: BMI > 35 und keine Depression in der Krankheitsgeschichte
  • Arm 2: BMI > 35 und aktuell depressive Episode
  • Arm 3: BMI < 30 und aktuell depressive Episode
  • Arm 4: BMI < 30 und keine Depression in der Krankheitsgeschichte

Ausschlusskriterien

  • andere DSM-IV Achse-I-Störung
  • Konsum illegaler Drogen
  • Alcoholmissbrauch innerhalb der letzten 6 Monate
  • Eine Kopfverletzung in der Krankheitsgeschichte mit Bewusstseinsverlust von mehr als einer Stunde
  • Somatische Erkrankungen

Adressen und Kontakt

Uniklinikum Leipzig, Leipzig

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Die Beziehung zwischen Adipositas, Depression und Schlaf-Wach-Regulation ist noch nicht ausreichend verstanden. Bei manchen Patienten besteht ein gesteigerter Appetit, um Stress und depressive Verstimmung zu kompensieren. Die meisten Patienten mit Depression leiden dagegen an Appetitverlust und Schlafstörungen. Die atypische Depression ist allerdings durch gesteigerten Appetit und eine Hypersomnie gekennzeichnet. Folgende Mechanismen könnten einen Ansatzpunkt bieten, um die Beziehung zwischen Adipositas und Depression zu untersuchen: Die Schlaf-Wach-Regulation ist eng mit der Regulation der Nahrungsaufnahme, der Energiehomöostase und der Stimmung verknüpft.Verschiedene für die Schlaf-Wach-Regulation wichtige Hormone, Zytokine und Neuropeptide modulieren auch den Affekt. Motorische Aktivität greift in den Stoffwechsel ein und kann antidepressive Wirkungen haben. Dieses Projekt untersucht das Zusammenspiel dieser Mechanismen. Objektive Tests zur Schläfrigkeit und zum Schlaf-Wach-Rhythmus wie der Multiple Sleep Latency Test sind sehr aufwendig und somit nicht auf große Stichproben anwendbar. Da Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus als Fehlfunktion der Vigilanzregulation betrachtet werden können, bietet das Konzept der Vigilanzmessung jedoch die Möglichkeit, die zuvor erwähnten Mechanismen mit einem realistischen Studienaufwand zu untersuchen. Die Vigilanz, die motorische Aktivität, Hormone, Neuropeptide und Zytokine, die in die Pathomechanismen der Adipositas, der Depression und der Schlaf-Wach-Regulation involviert sind, werden zum Baseline-Zeitpunkt und in einer Follow-up-Untersuchung nach sechs Monaten in vier Vergleichsgruppen untersucht. Diese Vergleichgruppen bestehen aus adipösen Patienten (BMI > 35 kg/m2) mit (n=75) und ohne (n=75) Depression, und schlanken Personen (BMI zwischen 20 und 25 kg/m2) mit (n=75) und ohne (n=75) Depression. Dabei wird ein Wakefulness-Assessment-Tool zur Beurteilung der Vigilanz anhand der EEG-Untersuchung eingesetzt. Die Schlafdauer und motorische Aktivität werden mittels einer aktometrischen Untersuchung von einer Woche Dauer gemessen. Die subjektive Schläfrigkeit, der Schweregrad der Depression, verschiedene andere Aspekte und Kontrollvariablen werden mit Fragebögen erhoben. Das Hauptziel von OBDEP ist es, die Mechanismen aufzudecken und die Verbindungen zu entwirren, die zwischen Adipositas, Affekt- und Schlaf-Wach-Regulation, motorischer Aktivität und verschiedenen Hormonen, Neuropeptiden und Zytokinen bestehen. Hypothesen zur Auswertung der Querschnittsdaten sind: Bei nicht-depressiven adipösen Patienten ist eine größere Häufigkeit instabiler Vigilanzregulation als bei gesunden nicht-adipösen Patienten zu erwarten. Bei depressiven nicht-adipösen Patienten liegt häufiger eine überstabile Vigilanz vor als bei gesunden nicht-adipösen Kontrollen. Adipöse Patienten zeigen Unterschiede hinsichtlich der Hormon-, Zytokin- und Neuropeptid-Plasmaspiegel im Vergleich zu gesunden Kontrollen. Adipöse Patienten haben eine reduzierte Schlafqualität und eine erhöhte Tagesschläfrigkeit im Vergleich zu gesunden Kontrollen. Adipositas und Depression sind assoziiert mit niedriger motorischer Tagesaktivität. Adipöse und nicht Adipöse zeigen unterschiedliche Leptin- und Ghrelin-Plasmakonzentrationen. Hypothesen zur longitudinalen Auswertung sind: Eine positive klinische Veränderung (Depressionsremission oder Gewichtsabnahme) ist mit einer Normalisation der Vigilanzregulation assoziiert. Eine verbesserte Schlafqualität und eine vermehrte motorische Aktivität nach 6 Monaten sind mit Gewichtsverlust und einer Verbesserung der Stimmung assoziiert. Gewichtsverlust ist bei den adipösen Patienten mit Veränderungen im Hormon-, Zytokin-, und Neuropeptidsystem assoziiert.

Quelle

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