Beschreibung der Studie

Lipoprotein(a)(Lp(a)) ist ein Risikofaktor für Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und für Schlaganfälle. Innerhalb der Bevölkerung gibt es eine große Variabilität im Bezug auf die Höhe des Blutspiegel von Lp(a). In vielen Lehrbüchern und wissenschaftlichen Veröffentlichungen wird darauf hingewiesen, dass der Blutspiegel intraindividuell sehr konstant ist, da er genetisch determiniert ist. Deshalb wird geraten, diesen Parameter nur einmal im Laufe des Lebens eines Menschen bei bestimmten kardiovaskulären Risikokonstellationen zu bestimmen. Da wir in unserer Ambulanz immer wieder auch intraindividuell unterschiedliche Serumspiegel von Lp(a) gemessen haben, ohne dass erkennbare Ursachen dafür von seiten der Patienten aufgefallen sind, haben wir Zweifel an dieser Hypothese. In nur wenige Studien wird der Serumspiegel von Lp(a) mehrfach kontrolliert und dann auch nur bei geringen Probandenzahlen und nur über einen Zeitraum von wenigen Wochen. Wir möchten nun über einen Zeitraum von 2 Jahren zu unterschiedlichen Zeiträumen bei gesunden Probanden mit erhöhten Lp(a) Spiegeln (> 50 mg/dl) den Blutspiegel von Lipoprotein(a) bestimmen.

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Studiendetails

Studienziel Messung der Konzentration von Lipoprotein(a) im Blutserum im 1. Jahr monatlich, im 2. Jahr alle 3 Monate. Abschluss, nach letzter Messung im 2. Jahr.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Abt. Kinische Chemie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Lipoprotein(a) >50 mg/dl, keine relevanten internistischen Erkrankungen, keine chronische Medikamenteneinnahme außer Kontrazeptiva

Ausschlusskriterien

  • relevante internistische Erkrankungen, Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz, Hypo- Hyperthyreose, Diabetes mellitus, Hormoneinnahme (außer Kontrazeptiva), regelmäßige Medikamenteneinnahme

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Fettstoffwechselstörung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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In zahlreichen Studien konnte gezeigt werden, dass ein erhöhtes Lp(a) ein unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen und Schlaganfall ist, weshalb es zunehmend in den diagnostischen und therapeutischen Blickpunkt bei kardiovaskulären Risikopatienten rückt. Lp(a) wurde erstmals 1963 von Kare Berg beschrieben. Es besteht aus einem LDL-Partikel, welcher über eine Disulfidbrücke kovalent mit einem Apolipoprotein(a) (Apo(a)) verbunden ist. Apo(a) ist ein sehr heterogenes Protein, welches sich in der Anzahl seiner Kringel IV Typ 2 Domänen (2 - > 40) unterscheidet. Die Heterogenität von Apo(a) ist genetisch determiniert. Die Zahl der Kringel IV Domänen korreliert invers mit der Lp(a) Serumkonzentration, je weniger Kringel IV Domänen vorhanden sind, desto höher sind die Lp(a) Serumspiegel. Die Konzentration von Lp(a) ist interindividuell und zwischen den Ethnien sehr unterschiedlich. Allerdings geht man aufgrund der genetischen Determinierung davon aus, dass Lp(a) intraindividuell sehr konstant ist. Die Synthese von Apo(a) findet hauptsächlich in der Leber statt, die Kopplung an ApoB 100 haltige Lipoproteine erfolgt außerhalb der Zelle oder an der Zelloberfläche. Metabolisiert wird Lp(a) wahrscheinlich im Skelettmuskel und der Niere, und wird renal ausgeschieden. Zu Veränderungen der Serumkonzentration von Lp(a) kommt es im Rahmen von Nierenerkrankungen und Hormongaben bzw.- veränderungen. Nur wenige Medikamente z.B. Nikotinsäure können Lp(a) Spiegel senken. Diät, cholesterinarme Ernährung und Sport ändern den Lp(a) Serumspiegel nicht. Eigene einzelne Beobachtungen veranlassten uns dazu anzunehmen, dass nicht bei allen Menschen die Serumkonzentration von Lp(a) über die Zeit konstant ist. Eine Literaturrecherche zur Konstanz und Variabilität von Lipoprotein(a) zeigte, dass es hierzu nur wenige Arbeiten gibt, die auch nur wenige Probanden und nur kurzzeitige Verlaufsbeobachtungen eingeschlossen haben. Wir wollen deshalb durch wiederholte Messung der Konzentration von Lp(a) im Serum von gesunden Probanden mit erhöhtem Lp(a) über einen Zeitraum von 2 Jahren die Frage der intraindividuellen Variabilität klären. Geplant sind in den ersten 12 Monaten des jeweiligen Beobachtungszeitraumes alle 4 Wochen eine Blutabnahme (ca. 30ml Blut). Neben Lipoprotein(a) werden weitere relevante Lipidparameter bestimmt und Parameter deren Veränderung Hinweise auf Organerkrankungen geben, die den Fettstoffwechsel beeinflussen können. Im 2. Jahr erfolgt dann alle 3 Monate 1 Blutentnahme. Bei jeder Blutentnahme soll der Proband außerdem einen Fragebogen zu seinem Gesundheitszustand, zu allgemeinen Informationen und zur aktuellen Medikamenteneinnahme ausfüllen.

Quelle

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