Beschreibung der Studie

Die Gerinnung ist eine lebenswichtige Funktion im Körper. Im letzten Jahrzehnt, stieg die Anzahl an Frühgeburten. Daher ist es entscheidend die Funktionalität dieses Systems in dieser Altersgruppe besser kennen zu lernen. Frühgeborene zwischen der 23-28 Schwangerschaftswoche erleiden oftmals die Komplikation einer Gehirnblutung. Ziel dieser Studie ist die Erhebung von Normalwerten der funktionellen Gerinnung in diesem speziellen Patientengut. Möglicherweise läßt sich eine Korrelation zwischen den erhobenen Ausgangswerten und später auftretenden Gehirnblutungen nachweisen.

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Studiendetails

Studienziel Normalwerten der funktionellen Gerinnung bei Frühgeborenen
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Frühgeborene Kinder

Ausschlusskriterien

  • Ablehnung durch die Eltern

Adressen und Kontakt

Allgemeines Krankenhaus Wien, Wien

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Häufig gestellte Fragen

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Das Blutgerinnungskaskade ist ein sehr komplexes Gefüge, das sich im Laufe des Lebens deutlich verändert. Die Zusammenhänge und deren Veränderungen dieses lebenswichtigen Systems sind gerade intraoperativ von entscheidender Bedeutung. Um jedoch Veränderungen von Normalwerten interpretieren zu können, müssen Normalwerte bekannt sein. Da in den letzten Jahrzehnten immer wieder neue Messmethoden entwickelt wurden, war es entscheidend die damit in Zusammenhang stehenden Normalwerte zu erheben. Statische Tests wie Thrombozytenzahl oder Tests zur plasmatischen Gerinnung wurden entwickelt und geben ausschließlich die Anzahl verschiedenster Gerinnungsfaktoren wieder, jedoch können diese keinerlei Hinweis auf deren Funktion und somit deren Wirkungsweise wiederspiegeln. Dieses Testverfahren dauert im Routinebetrieb 30-45 min und spiegelt somit keinerlei Momentanzustand wieder, der intraoperativ aber von entscheidender Bedeutung ist. Aus diesem Grund wurden neue Methoden entwickelt: Die dynamische Messmethode mittels Rotationselastometrie wurde als Folgetechnologie der Thrombelastographie (1948 von Hartert erforscht) weiterentwickelt. Damit lassen sich in kurzer Zeit (ca 10 min) Aussagen zur Funktion des Gerinnungssystems vom Beginn der Gerinnung, der Thrombozytenaggregation bis zur Clotauflösung machen. Oswald und Mitarbeiter haben Normalwerte für die Rotationselastometrie und deren Korrelation zu Standardgerinnungstests von Neugeborenen bis Kindern (von 0-16 Jahren) erhoben. Die Frühgeburtenrate hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dieses Patientenkollektiv unterscheidet sich deutlich vom Neugeborenen in ihrer Funktion der Blutgerinnung und stellt auch ein besonders gefährdetes Patientengruppe für Blutungskomplikationen dar. Immer häufiger müssen diese Kinder ausgedehnte Operationen über sich ergehen lassen und aus diesem Grund ist es von entscheidener Wichtigkeit auch Normalwerte für diese Patientenkollektiv zu erheben. Möglicherweise lassen sich dadurch Veränderungen der Gerinnung im Rotem mit später aufgetretenen intrazerebralen Blutungen korrelieren.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien