Beschreibung der Studie

Es werden Patienten mit Schlafapnoe nach einem standardisierten Untersuchungsschema untersucht um genetische Ursachen der Schlafapnoe aufzudecken. Das Untersuchungsschema umfasst eine Schlaflabor Untersuchung, Untersuchungen zur Schläfrigkeit am Tage, zum Chronotypus, zur anatomischen Form der oberen Atemwege und zum Blutdruck. Auf allen Kontinenten werden Patienten untersucht und von allen Patienten wird Blut gesammelt um so Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Ethnien bei Schlafapnoe zu bestimmen. Es sollen weltweit mehrere tausend Patienten über einen längeren Zeitraum hinweg untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel Genotypisierung der Schlafapnoe
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 4000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft
Weitere Informationen Studienwebseite

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Verdacht auf Schlafapnoe

Ausschlusskriterien

  • Nicht Einwilligung an der Studie teilzunehmen. Andere erhebliche kardiovaskuläre, neurologische, psychiatrische Erkrankungen, die im Vordergrund stehen.

Adressen und Kontakt

Charité, Berlin

Ansprechpartner: Prof. Dr. Thomas Penzel

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Häufig gestellte Fragen

Schlafapnoe betrifft 2-4% der Bevölkerung und ist gekennzeichnet durch Verschluss der oberen Atemwege während des Schlafes. Diese „Atmungsaussetzer“ führen zu einer Verminderung des Sauerstoffgehaltes im Blut und erhöhten Tagesschläfrigkeit sowie Unfallneigung. Des Weiteren beeinflusst dies den Stoffwechsel und das Herzkreislaufsystem, mit langfristig reduzierter Lebenserwartung. Die Atmungsaussetzer werden oft vom Patienten selbst nicht bemerkt so dass sich entsprechende Begleiterkrankungen manifestieren können. Obwohl phänotypische Merkmale der Schlafapnoe identifiziert wurden, ist bisher nur wenig über die Ätiologie der Schlafapnoe bekannt. So ist eine entsprechende Diagnose zeitaufwendig, kostspielig und bedarf einer polysomnographischen Untersuchung über mehrere Nächte hinweg. Die Therapie der Schlafapnoe besteht gegenwärtig aus einem aktiven Verhindern des Kollabierens der Atemwege durch Tragen einer speziellen Schlafmaske (cPAP) oder operativen Eingriffen an den oberen Atemwegen. Bis dato ist kein klinischer Test entwickelt worden der eine eindeutige frühzeitige Erkennung von Risikopatienten zulässt. Das hier vorgeschlagene Projekt will deshalb eine weitumfassende Datenbank mit phänotypischen und genotypischen Merkmalen von Schlafapnoe-Patienten erstellen, um die Ätiologie der Schlafapnoe besser zu verstehen. Erstmalig in einer Studie zur Schlafapnoe werden wir zudem die Verteilung unterschiedlicher Chronotypen bei Schlafapnoe-Patienten ermitteln um Wechselwirkungen mit der circadianen, inneren Uhr zu untersuchen. Die Ergebnisse werden das Verständnis über die Entwicklung und Expression der Schlafapnoe stark erweitern – eine Win-Win Situation für das Individuum und das Gesundheitssystem.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien