Beschreibung der Studie

Dieses Projekt richtet sich an Patienten mit einer psychotischen Störung, die aufgrund von fremdgefährdenden Fehlhandlungen nach dem Gesetz über Hilfen und Schutz-maßnahmen bei psychischen Krankheiten (PsychKG) stationär behandelt wurden. Diesen Patienten soll eine ambulante Anschlußbehandlung aneboten werden, mit der Zielsetzung erneute stationäre Aufenthalte nach dem PsychKG zu vermeiden. Die ambulante Behandlung dauert 6 Monate und besteht aus verschiedenen Maßnahmen (Psychotherapie, Soziotherapie, ärztl. Behandlung), umfaßt Einzeltherapien und Gruppenangebote. Wobei die Therapieangebote individuell nach den Bedürfnissen und den Wünschen des Patienten zusammengestellt werden. Die Behandlungsmodule sind speziell auf die hier genannte Patientengruppe ausgerichtet und berücksichtigen explizit die Aspekte der erfahrenen Unterbringung nach PsychKG sowie die mit krankheitsbedingten fremdgefährdenden Fehlhandlungen einhergehenden Risikofaktoren. Die Wiederaufnahmerate dieser Gruppe wird mit der Wiederaufnahmerate einer Vergelichsgruppe aus gematchten Routinedaten vergleichen (artifizielle Kontrollgruppe), die keine spezifische Therapie sondern Treatment as Usual erhält.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Ziel ist es, künftige öffentlich-rechtliche (Psych-KG NRW) und strafrechtliche (§63 StGB) Unterbringungen möglichst zu vermeiden; Katamnese 6 Monate; Hauptoutcome: Rate unfreiwilliger stationärer Wiederaufnahmen
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 79
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Ministerium für Gesundheit, Emanzipation Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

Ihr ganz persönlicher Schizoaffektive Störung-Studienberater

Über 10.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • vorherige stationäre Unterbringung nach dem Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten (PsychKG) und bekannte fremdgefährdende Fehlhandlung unmittelbar vor oder während der aktuellen stationären Behandlung (SOAS-R-Skala)
  • Diagnose einer paranoiden Schizophrenie (F20.0), einer schizoaffektiven Störung (F25) oder anderen F2-Störung (klinische Diagnose nach ICD-10) oder Diagnose ei-ner bipolare Störung mit manischer Symptomatik (ICD 10: F31.0, F31.1, F31.2, F31.6, F31.8) incl. komorbider Suchterkrankungen
  • Alter 18-65 Jahre
  • Freiwilligkeit der Studienteilnahme
  • Einwilligungsfähigkeit

Ausschlusskriterien

  • erhebliche Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache

Adressen und Kontakt

LVR-Klinikum Düsseldorf, Kliniken der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf

Ansprechpartner: Dr. Dipl. Psych. Nicole Frommann

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

Es soll eine Behandlungsoptimierung unter Einbeziehung erprobter leitlinienkonformer Be-handlungsangebote und forensischer Nachsorgeelemente bei Patienten der Allgemeinpsy-chiatrie mit den Diagnosen aus dem schizophrenen Spektrum (ICD 10: F2, unter besonderer Berücksichtigung der Sub- und Verlaufstypologie) oder einer bipolaren Störung mit manischer Symptomatik (ICD 10: F31.0, F31.1, F31.2, F31.6, F31.8), erreicht werden, die durch krankheitsbedingt fremdgefährdende Fehlhandlungen auffällig geworden sind und ein erhöh-tes Risiko für eine forensische Entwicklung aufweisen. Fremdgefährdende Fehlhandlungen werden hierbei dem Gesetz über Hilfen und Schutz-maßnahmen bei psychischen Krankheiten (PsychKG) entsprechend definiert. Definitionsge-mäß liegt im Fall der Fremdgefährdung ein krankheitsbedingtes Verhalten vor, das eine er-hebliche Gefährdung bedeutender Rechtsgüter anderer zur Folge hat. (PsychKG NRW §11).

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien