Beschreibung der Studie

Mit der Einführung der Computertomographie in die Diagnostik von Harnsteinen ist neben der genauen Lokalisationsangabe des Harnsteines auch eine Analyse dessen Zusammensetzung möglich. Hier kann zwischen harnsäurehaltigen, nicht harnsäurehaltigen und gemischten Konkrementen unterschieden werden. Diese Funktion bietet dem klinisch tätigen Arzt nicht nur eine wichtige Zusatzinformation, sondern kann die weitere Therapie des Patienten relevant beeinflussen (harnsäurehaltige Steine können z.B. medikamentös aufgelöst werden). Daher ist es wichtig die Harnsteinzusammensetzung vor einer geplanten Therapie zu kennen. Computertomographische Untersuchungen sind allerdings für den patienten mit einer Strahlenexposition verbunden. Je nach gewählten Einstellungen kann sie der Strahlendosis mehrerer konventioneller Röntgenaufnahmen entsprechen. Ziel der Studie ist die Auswertung von Patienten, die mit einem neuen dosisreduzierten CT-Verfahren untersucht wurden. Zusätzlich soll überprüft werden, wie die computertomographischen Ergebnisse der Steinzusammensetzung mit den bisherigen spektroskopischen Analysen im Labor übereinstimmen.

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Studiendetails

Studienziel Übereinstimmung der CT Ergebnisse zur Steinzusammensetzung mit konventioneller spektroskopischer Laboranalyse
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Uniklinikum Freiburg Chirurgische Universitätsklinik Abteilung für Urologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Urolithiasis

Ausschlusskriterien

  • Alter unter 18 Jahre, Schwangerschaft oder weitere Kontraindikationen für eine Röntgenuntersuchung. Fehlende Einwilligung zur Untersuchung.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Mit der Einführung der Dual Energy CT (DE CT) ist die Differenzierung von Harnsteinen in Harnsäuresteine, nicht-Harnsäure-haltige oder gemischte Steine möglich geworden. Das Prinzip der Dual Energy CT beruht auf der Akquisition zweier Datensätze mit unterschiedlichen Photonenspektren, welche simultan in einer einzigen CT Untersuchung aufgenommen werden. Aufgrund der unterschiedlichen Schwächungen der "Harnsteine" in den zwei verschiedenen Strahlenqualitäten kann die Steinzusammensetzung analysiert werden. Dies konnte in mehreren Studien, sowohl ex vivo als auch in vivo gezeigt werden. Die Möglichkeit zur Steindifferenzierung ist von klinischem Interesse, da die Steinzusammensetzung unmittelbaren Einfluss auf die Therapie hat: so werden Harnsäuresteine anders als Calciumoxalatsteine medikamentös und nicht invasiv therapiert. Zwar kann ein Dual Energy CT Scan dosisneutral gegenüber einer konventionellen Abdomen CT durchgeführt werden. Jedoch hat sich für die Detektion von Harnleitersteinen die Verwendung von Niedrigdosis CT Protokollen in der klinischen Routine etabliert, da die Detektion der Steine auch bei höherem Bildrauschen aufgrund des Hochkontrastunterschieds möglich ist. So konnten mit der Niedrigdosis CT Dosiseinsparungen von bis zu 87% gegenüber der herkömmlichen Abdomen CT erzielt werden. Um trotz Einsatz der Dual Energy CT eine signifikante Dosissteigerung gegenüber dem Niedrigdosisprotokoll zu vermeiden, liegt es nahe ein „low dose“ screening mit einer „target DE CT“ zu kombinieren. Bislang existieren hier lediglich wenige Studien, die diese Vorgehensweise beschreiben, wobei diese diverse Limitationen (geringe Zahl vergleichender spektrometrischer Analysen, Steingröße etc.) aufweisen. In der geplanten Studie sollen die Daten eines dosisreduzierten CT-Protokolls mit den anschließend ureteroskopisch gewonnenen und spektrometrisch analysierten Harnsteinen verglichen werden.

Quelle

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