Beschreibung der Studie

Traumatische Lebensereignisse können, je nachdem in welchem Lebensalter sie sich ereignen, zur Ausbildung einer posttraumatischen Belastungsstörung, einer andauernden Persönlichkeitsänderung, einer Persönlichkeitsstörung oder zu anderen Symptom-Bildern führen. Oft Überschneiden sich diese Störungsbilder d.h. sie liegen gemeinsam vor. In meiner Studie möchte ich das spezifische Persönlichkeitsprofil von Personen mit der Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung erforschen, damit Personen mit dieser Diagnose besser von Personen die unter anderen Symptom-Bildern leiden unterschieden werden können. Es würde die Diagnose verbessern und das hätte eine Auswirkung auf die Auswahl der geeigneten Therapie. Für meine Studie suche ich mindestens 30 Personen mit der Diagnose oder Verdacht auf eine posttraumatischen Belastungsstörung, unabhängig davon ob Zusatzdiagnosen vorliegen oder nicht, 30 Personen mit chronischen Schmerzen, die deswegen in ärztlicher Behandlung sind, und 30 Personen ohne Diagnose einer psychischen- oder Verhaltensstörung. Die Studie besteht aus 4 Fragebogen. Allen Teilnehmern werden 2 Fragebogen zu belastenden Ereignissen und 2 Persönlichkeitsfragebogen vorgelegt. Bearbeitungsdauer 2-3 Stunden (oder 2 x 1,5 Stunden). Meine Annahme ist bzw. ich erwarte, dass die Personen die die Diagnosekriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung erfüllen, im Unterschied zu anderen Personen ein spezifisches Persönlichkeitsprofil aufweisen.

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Studiendetails

Studienziel 2 Persönlichkeits-Fragebogen werden von allen Teilnehmern ausgefüllt: 1. DAPP-BQ ( Dimensional Assesstment of Personality Pathology - Basic Questionnaire - deutsche Fassung von Ostendorf, F., Angleitner, A., Riemann, R. , 290 Items). 2. NEO-PI-R ( NEO-Persönlichkeitsinventar- revidierte Fassung - deutsche Fassung von Ostendorf, F., & Angleitner, A. (2004), 241 Items). Personen ohne Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung füllen die Fragebögen eigenständig aus. Die Gruppe der Schmerzpatien und der Patienten mit einer posttraumatischer Belastungsstörung füllen die Fragebogen im beisein der studiendurchführenden Person eigenständig durch.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 90
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universität Bielefeld Abteilung für Psychologie Differentielle Psychologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Arm 1 - PTBS-Diagnose;
  • Arm 2 - Patienten, die sich in ärztlicher Behandlung wegen chronischen Schmerzen befinden;
  • Arm 3 - Personen ohne psychische - und Verhaltensstörungen.

Ausschlusskriterien

  • Arm 1 - keine PTBS Diagnose;
  • Arm 2 - Personen, die nicht wegen chronischen Schmerzen in ärztlicher Behandlung sind;
  • Arm 3 - psychische - und Verhaltensstörungen

Adressen und Kontakt

LVR, Traumaambulanz, Köln

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Die Komorbidität der PTBS mit Achse II Störungen ist ein konsistentes Ergebnis epidemiologischer Studien. Die Borderline- oder antisoziale Persönlichkeitsstörung wird dabei am häufigsten mit der PTBS in Zusammenhang gebracht. Durch die Fortschritte der Forschung zu Persönlichkeitsstörungen stehen heute präzisere Persönlichkeitsinventare, die sich zur Beschreibung der Persönlichkeitspsychopathologie in der PTBS-Population eignen könnten, zur Verfügung. Wolf, Hamington und Miller (2011) beschreiben als einige der ersten anhand eines aktuellen Persönlichkeitsinventars, dem SNAP, ein PTBS-spezifisches Profil. Sie zeigen, dass die Skala „negatives Temperament“ (ein anderer Name für Neurotizismus, negativer Affekt, Emotionale Dysregulation ) auf generellen Distress hindeutet und nicht spezifisch für die PTBS ist. Als spezifisch für die PTBS erweisen sich die Skalen „exzentrische Wahrnehmung“, „Loslösung“ und „Aggression“. In der vorliegenden Studie soll anhand des DAPP-BQ (ein aktuelles Persönlichkeitsinventar, welches einen hohen Zusammenhang mit dem SNAP aufweist) ein PTBS-spezifisches Profil beschrieben bzw. folgende zentrale Hypothese überprüft werden: Personen, die die Diagnosekriterien der PTBS und nicht die Diagnosekriterien einer Persönlichkeitsstörung erfüllen, zeigen ein spezifisches DAPP-BQ – Profil. Stichprobe: 30 Personen ohne ICD 10 (F) Diagnose, 30 chronische Schmerzpatienten, 30 PTBS-Patienten. Verwendete Verfahren, die von allen Teilnehmern auszufüllen sind: 1. Zur Erfassung extremer Persönlichkeitsmerkmale wird der DAPP-BQ und der NEO-PI-R eingesetzt. Beides sind international etablierte, reliable und valide Selbstbeurteilungsfragebogen zur dimensionalen Erfassung pathologischer Persönlichkeitsausprägungen. 2. Zur Erfassung der PTBS werden zwei Fragebögen verwendet, welche zu den meisteingesetzten traumadiagnostischen Instrumenten gehören: PDS und IES-R. Ein PTBS spezifisches Persönlichkeitsprofil kann Klarheit bezüglich der hohen Komorbidität der PTBS mit Achse II Störungen bringen.

Quelle

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