Beschreibung der Studie

Die gemeinsame Entscheidung um die individuell beste Behandlungsoption (und damit Intensität) ist eine der schwierigsten Herausforderungen in der Betreuung älterer Krebspatienten. Objektive Parameter, die eine Entscheidungsfindung erleichtern könnten, sind bislang nicht ausreichend geprüft. Ein umfassendes Verständnis der subjektiv empfundenen Lebensqualität und der funktionellen Reserven (zum Erhalt der Unabhängigkeit) sind dabei von herausragender Bedeutung. Insbesondere haben sich bei Voruntersuchungen von prognostischer Aussagekraft erwiesen: Einschränkungen in Aktivtäten des täglichen Lebens (bekannt auch als Barthel Index; als Maß für persönliche funktionelle Unabhängigkeit), der vom Arzt eingestufte "Performance Status" und die Angabe der selbst-eingestuften Lebensqualität (Unterpunkt Fatigue). Wir möchten vor diesem Hintergrund Daten zu einem sog. "Geriatrischen Assessment", die in Vorstudien erhoben wurden prüfen und validieren. Vorgesehen ist eine multizentrische Beobachtungsstudie an 500 Patienten, bei der wir den Patienten über sein subjektives Befinden (Lebensqualität, Depression, Angst), seine Leistungsfähigkeit und seine Lebensqualität mittels Fragebögen befragen möchten.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Gesamtüberleben ist primärer Endpunkt. Zeitrahmen ist 2,5 Jahre. Komponenten eines geriatrischen Assessments werden auf ihre prognostische Bedeutung hin analysiert, um Risikogruppen bei primär-intensiv und nicht-intensiv behandelten Patienten darstellen zu können.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle José Carreras Leukämie-Stiftung

Ihr ganz persönlicher Myelodysplastisches Syndrom-Studienberater

Über 10.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose Höher-Risiko MDS/AML, Alter >/= 60 Jahre, schriftliches Einverständnis, anzunehmende Kooperation für Folgebefragungen

Ausschlusskriterien

  • andere maligne Erkrankungen, die nicht in Remission sind, sprachliche Verständigungseinschränkung oder eingeschränkte kognitive Leistungsfähigkeit, die ein selbstständiges Ausfüllen der Frageögen ausschließt. Die Teilnahme an einer medizinischen Therapiestudie ist ausdrücklich KEIN Ausschlußkriterium

Adressen und Kontakt

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Michael Luebbert

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

Prospektive Prognosefaktorstudie mittels Geriatrischem und Lebensqualitäts-Assessment

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien