Beschreibung der Studie

Die IFB-PET Bariatrie Studie geht der Frage nach, ob und in welchem Maße Störungen sogenannter zentraler Neurotransmitter wie das „Glückshormon“ Serotonin und das "Stresshormon" Norepinephrin an der Entstehung von Essstörungen und Adipositas beteiligt sind. Es wird untersucht, ob die Effekte der bariatrischen Operation bei übergewichtigen probanden mit einem BMI >40kg/m2 mittels Positronen-Emissions-Tomographie gemessen und ggf. vorhergesagt werden können.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Quantitativ ermittelte zentrale SERT-/NET-Verfügbarkeit (Bindungspotential BP und Distributionsvolumen [ratio] DV[R]) bei adipösen Patienten vor und nach bariatrischer Operation.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Ihr ganz persönlicher Fettleibigkeit-Studienberater

Über 10.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter zwischen 18 und 70 Jahren
  • Positive Indikation zur bariatrischen OP, BMI ≥ 40 kg/m²
  • keine Einnahme von Psychotropika oder Drogen für mindestens 8 Wochen vor PET)
  • Einversändinserklärung unterzeichnet

Ausschlusskriterien

  • Neurologischen und/oder psychiatrischen Vorerkrankungen
  • strukturellen Gewebsläsionen (z.B. Hirninfarkte, Schädeltraums, etc.)
  • Kognitive Defizite, schwere Sprachstörungen, Alkohol oder Drogenmissbrauch (positiver Drogentest)
  • schwere psychotische Störungen, schwerwiegende kommunikative Defizite, die ein informiertes Einverständnis unmöglich machen
  • vorausgegangene neurochirurgische Eingriffe
  • Probanden die an einer Migräne leiden
  • Epilepsie bzw. zerebrale Krampfanfälle in der Vorgeschichte (oder in der Familie)
  • Jegliche chronische Erkrankungen (z.B. Asthma), die eine dauerhafte Medikation mit zentraler Wirkung erfordern
  • Schwangerschaft
  • Kontraindikationen für MRT-Untersuchung: ferromagnetische Implantate, Klaustrophobie

Adressen und Kontakt

Department für Operative Medizin, Sektion Bariatrische Chirurgie, Leipzig

Ansprechpartner: Dipl. Biol. Franziska Zientek

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

Ziel dieser Studie ist es, die neurobiologischen Aspekte der Behandlung von Adipositas mittels bariatrischer Chirurgie im Hinblick auf die SERT- / NET- Verfügbarkeit in vivo vor und nach erfolger Operation abschätzen zu können und diese mit den klinischen, neuropsychologischen und genetischen Variablen (SERT) zu korrelieren.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien