Beschreibung der Studie

Eine Gelenkentzündung verursacht langfristig eine Knorpelschädigung, die wiederum zu einer Arthrose führt. Dieses Krankheitsbild ist nicht reversibel und kann meist nur durch Implantation einer Prothese behandelt werden. Ziel der Studie ist die Erforschung der molekularen Mechanismen die hinter der entzündungsbedingten Knorpelveränderung stehen. Hierzu werden die Flüssigkeiten in Knie, Schulter, oberem Sprunggelenk und Hüfte untersucht, die bei der Entzündung entstehen. Zusätzlich werden Scores der Lebensqualität und gelenkspezifische Scores erhoben.

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Studiendetails

Studienziel Lebensqualität vor der Infektion und nach 1 Jahr: SF12, Eurocol EQ5D
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Vorliegen einer Gelenkinfektion in Knie, Schulter, OSG oder Hüfte
  • Durchführung einer Punktion, Arthroskopie oder einer offenen Revision des jeweiligen Gelenkes aus diagnostischen oder Therapeutischen Gründen
  • Volljährigkeit
  • Einverständnis für Studienteilnahme

Ausschlusskriterien

  • Alkohol- und Drogenabusus (Raucher werden eingeschlossen)
  • Unfähigkeit des kognitiven Verständnisses der Studie und deren Rahmenbedingungen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Akute bakterielle und chonische, low-grade Infektionen eines Gelenkes können zu einer permanenten funktionellen Schädigung führen, wobei ursächlich eine negative Beeinflussung des Knorpels mit Zerstörung des Verbundes der extrazellulären Matrix (EZM) ist. Zentrale Entzündungsmediatoren wie TNFa und IL-1a/b stehen hierbei am Anfang einer Kaskade, die über eine Aktivierung von Proteinasen sowie die direkte Veränderung von Differenzierungscharakteristiken der Chondrozyten zur sekundären Arthrose mit Funktionsdefiziten führt. Das Projekt soll sich mit einem Schlüsselschritt dieser entzündungsbedingten Arthroseinduktion beschäftigen, welcher in einem veränderten Differenzierungverhalten der Chondrozyten zu sehen ist. Reparative Vorgänge des Knorpels werden auch durch andere Einwirkungen wie eine traumatische Zerstörung induziert und sind als gemeinsame Endstrecke der Reaktion von zellulärer und extrazellulärer Knorpelkomponente zu betrachten. Im Knorpel sorgen wenige Chondrozyten für die Erhaltung und Regeneration der EZM, wobei ein Equlibrium zwischen Auf- und Abbau der Matrixkomponenten wie Kollagen Typ II und Proteoglykanen besteht. Entzündung und eine Zerstörung der EZM durch mechanische Kräfte führen zu einer Veränderung des Chondrozytenphänotyps mit Entrundung, Erhöhung der Proliferation und Änderung des Expressionsverhaltens. So führt z.B: IL-1b allein bereits zu einer fast vollständigen Suppression der Kollagen Typ I und II sowie der Aggrecan mRNA. Im Verlauf werden andere Kollagene exprimiert, was letztlich in partiell fokal und generalisiert verändertem Reparaturknorpel im Gelenk mit minderwertigeren biomechanischen Eigenschaften resultiert. Folgende Schwerpunkte sollen im Rahmen dieses Projektes analysiert werden: I. Klärung der Mediatoren, die das intraartikuläre Milieu im Rahmen einer Gelenkinfektion im Hinblick auf die chondrogene Differenzierung bestimmen (in vivo vs. in vitro) II. Entwicklung und Adaptation eines adäquaten in vitro Modells (in vitro vs. in vivo) III. Klärung der Auswirkung der Mediatoren auf die Zellfunktion der Chondrozyten IV. Klärung der Mechanismen der inflammatorisch induzierten Knorpelhypertrophie incl. der intrazellulären Signalgebung V. Klärung des Einflusses der Nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) auf die Knorpelregeneration VI. Korrelation der intraartikluären, inflammatorisch induzierten Marker mit dem klinischen Outcome (in vitro vs. in vivo) Hierzu werden die Flüssigkeiten in Knie, Schulter, OSG und Hüfte untersucht, die bei der Entzündung entstehen. Zusätzlich werden Scores der Lebensqualität und gelenkspezifische Scores erhoben. Die klinischen Daten werden durch in vitro-Modelle ergänzt.

Quelle

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