Beschreibung der Studie

Die Osteochondrosis dissecans (OD) des Kniegelenkes ist eine Erkrankung des Knorpels und des Knochens und ist bei Kindern ist relativ häufig, aber nur wenig ist über die Entstehung dieses Krankheitsbildes bekannt. Eine konservative Behandlung mit Ruhigstellung und Schmerzmittelgabe wird bei den meisten Patienten eingesetzt. Trotzdem bestehen bei bis zu 50% der Patienten weiterhinSchmerzen und eine länger als 1 Jahr persistierende erkennbare Läsion im Röntgenbild oder MRI. Die Inzidenz der OD nimmt bei Kindern parallel zur Zunahme von Sportaktivitäten, -intensitäten und –spezialisation zu. Die Ursache der Krankheit wird seit langem diskutiert und Faktoren wie genetische Prädispostion, Mikrotrauma und Durchblutungsprobleme wurden vorgeschlagen. Eine Beziehung zwischen OD und vergrössertem Meniskus ist bereits beschrieben. Während der Behandlung der OD mit konventionellen Methoden, beispielsweise der internen Fixation mit resorbierbaren Schrauben, fanden wir vielfach zusätzlich eine Instabilität des Meniskus. Wir sahen in dieser mechanischen Instabilität analog zum vergrösserten Meniskus einen Grund für die OD, wobei der instabile Meniskus wie ein “Tür-Stopper“ agiert. Der dickere, freie, basisnahe Rand des lockeren Meniskus klemmt sich zwischen Ober- und Unterschenkel ein, wenn das Kniegelenk aus einer Flexionsstellung in Extension geht. Dies verursacht einen erhöhten Druck auf den Oberschenkel. Durch die repetitive Belastung entsteht schliesslich die Läsion. Die Schmerzen könnten auch durch ein Einklemmen von Meniskus mit Teilen der Schleimhaut erklärt werden. Der folgerichtige Schluss ist, den Meniskus neu stabil zu verankern und so das Einklemmen zu verhindern. Ein vorhandene OD sollte dann schneller ausheilen. Hypothese 1. Die Naht und damit Stabilisierung des Meniskus vermindert die Beschwerden (Schmerzen) des Patienten. 2. Nach der Stabilisierung des Meniskus heilt die OD aus. 3. Das Einklemmen eines instabiler Meniskus zwischen Ober- und Unterschenkel löst die OD aus.

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Studiendetails

Studienziel Befund der OD im MRI verglichen mit den präoperativen Befunden. Klassifikation nach Hughes Messung vor Operation und alle 4 Monate postoperativ.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 10
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Orthopädie Universitäts Kinderklinik beider Basel UKBB

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Bekannte diagnostizierte OD mit radiologisch verifizierter Läsion max. IVa nach Hughes
  • Symptomatik bereits 6 Monate konservativ ohne Besserung therapiert.
  • Beide Geschlechter.
  • Ansonsten gesunde Patienten.

Ausschlusskriterien

  • Bekannte diagnostizierte OD mit radiologisch verifizierter Läsion IVb nach Hughston
  • Andere internistische Diagnose (Diabetes mellitus, Sichelzellanämie, Gerinnungsproblematik, usw.)
  • Zusätzlich notwendige Eingriffe am selben Knie

Adressen und Kontakt

Orthopädie, Basel

Ansprechpartner: Dr. med. Carlo Camathias

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Häufig gestellte Fragen

Die Osteochondrosis dissecans (OD) des Kniegelenkes bei Kindern ist relativ häufig, aber nur wenig ist über die Ätiologie bekannt. Eine konservative Behandlung mit Ruhigstellung und Analgesie wird bei den meisten Patienten eingesetzt. Trotzdem bestehen bei bis zu 50% der Patienten Schmerzen und eine länger als 1 Jahr persistierende radiologisch erkennbare Läsion. Die Inzidenz der OD nimmt bei Kindern parallel zur Zunahme von Sportaktivitäten, -intensitäten und –spezialisation zu. Die Ätiologie wird seit langem diskutiert und Faktoren wie genetische Prädispostion, Mikrotrauma und vaskuläre Komprimitierung wurden vorgeschlagen. Eine Beziehung zwischen OD und Scheibenmeniskus ist bereits beschrieben. Während der Behandlung der OD mit konventionellen Methoden, beispielsweise der internen Fixation mit resorbierbaren Schrauben, fanden wir vielfach zusätzlich eine Instabilität des Meniskus. Wir sahen in dieser mechanische Instabilität analog zum Scheibenmeniskus einen Grund für die OD, wobei der instabile Meniskus wie ein “Tür-Stopper“ agiert. Der dickere, freie, basisnahe Rand des lockeren Meniskus klemmt sich zwischen der femoralen und tibialen Kondylus ein, wenn das Kniegelenk aus einer Flexionsstellung in Extension geht. Dies verursacht einen pathologischen Druck auf den konvexen femoralen Kondylus. Durch die repetitive Belastung entsteht schliesslich die Läsion. Die Schmerzen könnten auch durch ein Einklemmen von Meniskus mit Teilen der Synovia erklärt werden. Der folgerichtige Schluss ist, den Meniskus neu stabil zu verankern und so das Einklemmen zu verhindern. Ein vorhandene OD sollte dann schneller ausheilen. Hypothese: 1. Die Naht und damit Stabilisierung des Meniskus vermindert die Beschwerden (Schmerzen) des Patienten. 2. Nach der Stabilisierung des Meniskus heilt die OD aus. 3. Das Einklemmen eines instabiler Meniskus zwischen Femur und Tibia löst die OD aus.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien