Beschreibung der Studie

Entzündliche Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontitiden) werden von exogenen und endogenen Faktoren beeinflusst. Zu den endogenen Faktoren zählen individuelle genetische Besonderheiten. In letzter Zeit werden dabei auch so genannte epigenetische Modifikationen diskutiert, die z.B. die Regulation von an der Immunantwort beteiligten Botenstoffen beeinflussen könnten. Das Ziel der vorliegenden Studie besteht darin, epigenetische Besonderheiten (DNA-Methylierungen) in Genen der Immunantwort (Zytokine) und deren Auswirkung auf transkriptorischer und translatorischer Ebene zu untersuchen. Dafür sollen entzündete und gesunde Bereiche des Zahnhalteapparates (Gewebeproben) mit einander verglichen werden. Die Untersuchungen sollen auf die Blutzellen von Patienten mit Parodontitis sowie parodontal Gesunden ausgeweitet werden. Im Ergebnis dieser Studie könnten sich Aussagen über den lokalen oder generalisierten Charakter der Immunantwort ableiten lassen. Darüber hinaus könnte die Studie einen Beitrag leisten die Entstehung und den Verlauf von Erkrankungen des Zahnhalteapparates besser zu verstehen und dadurch neue Diagnose- bzw. Therapieansätze zu entwickeln.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel "Vergleich der DNA-Methylierungsmuster von ausgewählten Zytokinen bei Patienten mit und ohne Parodontitis."
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Halle (Saale)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Deutsche,
  • kaukasische Herkunft,
  • nicht verwandt,
  • gt; 18 Jahre
  • Parodonal Gesund: - Sondiertiefe ≤ 3.5 mm, keine Gingivale Rezession aufgrund von Parodontitis,
  • Schwere Parodont.: - Attachmentverlust bei mind. 30% der Zähne mit einer minimalen Sondiertiefe von 4 mm

Ausschlusskriterien

  • Schwangerschaft,
  • Antibiotika-Therapie in den letzten 3 Monaten,
  • parodonale Therapie (subgingivales Scaling, Kürettagen, Lappen-OPs) in den letzten 6 Monaten,
  • Systemerkrankungen, für die eine Beziehung zur Parodontitis bekannt ist.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Zahnfleischentzündung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

In der Ätiologie von Parodontitiden werden neben der als primären Auslöser beschriebenen subgingivalen Keimbesiedlung und Umweltfaktoren auch genetische Besonderheiten insbesondere in Genen der Immunantwort als triggernde Faktoren diskutiert. Es konnte gezeigt werden, dass epigenetische Modifikationen, z.B. DNA-Methylierungen von CpG-Inseln, die Zytokinproduktion und damit die Ätiologie von entzündlichen Erkrankungen beeinflussen können. Das Ziel der vorliegenden Untersuchung besteht darin das DNA-Methylierungsmuster von ausgewählten Zytokingenen zu analysieren. Nachfolgend sollen die Genexpression und die Proteinexpression bestimmt werden. Diese Untersuchungen sollen an im Rahmen der therapeutischen Versorgung von schweren Parodontitiden gewonnenen Gingivabiopsien durchgeführt werden. Als Vergleichsproben werden Gingivabiopsien, die im Rahmen von operativen Eingriffen an nicht parodontal erkrankten Zähnen gewonnen werden, untersucht. Darüber hinaus sollen die Untersuchungen auf Blutzellen ausgeweitet werden, um Aussagen über den lokalen bzw. generalisierten Charakter der Immunreaktion zu ermöglichen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen könnten dazu beitragen, die Entstehung und den Verlauf von schweren Parodontitiden besser zu charakterisieren und neue Diagnose- bzw. Therapieansätze zu entwickeln.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: