Beschreibung der Studie

Obwohl das Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) weit verbreitet ist und man bei einem Großteil der betroffenen Kinder und Jugendlichen mit psychotherapeutischen und/oder medikamentösen Therapien helfen kann, sind dennoch die Entstehungswege und die Ursachen von ADHS noch weitgehend unerforscht. Neueste Erkenntnisse aus der Wissenschaft deuten darauf hin, dass die Veränderungen bei ADHS unter Umständen bestimmten Hirnbereichen und Denkprozessen zugeordnet werden können. Der Prozess des belohnungsabhängigen Lernens und die beteiligten Hirnregionen scheinen eine wichtige Rolle zu spielen. Eine durch ein zweimonatiges Training ( Neurofeedback oder EMG-Biofeedback) hervorgerufene Veränderung dieser Gehirnaktivitäten und Denkprozesse soll im Rahmen dieser Studie anhand Kernspintomographie und EEG sowie anhand weiterer neuropsychologischer Testungen untersucht werden. Teilnehmen können an der Studie Mädchen und Jungen mit der Diagnose einer hyperkinetischen Störung nach ICD 10- Kriterien zwischen 12 und 14 Jahren, auch werden gesunde Kinder des selben Alters als Kontrollprobanden teilnehmen. Mittels EEG wird der zeitliche Verlauf der Informationsverarbeitung im Hirn gemessen. Die Kernspintomographie ist ein modernes, bildgebendes Verfahren, das die Hirnaktivität sichtbar und messbar macht. Die gleichzeitige EEG-Kernspinmessung Messung zeigt noch genauer, wann und wo die Aktivität auftritt. Durch den Vergleich der Gehirnaktivitäten vor und nach den Behandlungen, können die Auswirkungen des Trainings überprüft werden.

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Studiendetails

Studienziel Ergebnisse in den kombinierten EEG/fMRI Messungen vor und nach Abschluss der Trainingsphase (nach 20 Terminen, 10 Wochen) , hier insbesondere Effekte des Trainings auf die Aktivierungsmuster im Belohnungssystem und in der Inhibitionskontrolle
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 78
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • im Alter zwischen 12 und 14 mit der Diagnose hyperkinetische Störung oder hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (F90.0 oder F90.1 nach ICD 10),
  • gute Deutschkenntnisse, IQ>80, keine Komorbiditäten, Rechtshändigkeit, kann zweimalig in der Woche Trainingstermine wahrnehmen, keine feste Zahnspange oder metallische Implantate im Körper
  • Außerdem für die Kontrollgruppe: Keine psychiatrischen Erkrankungen, IQ>80, Rechtshändigkeit, gute Deutschkenntnisse, keine feste Zahnspange oder metallische Implantate im Körper

Ausschlusskriterien

  • IQ < 80,
  • Medikation mit anderen Medikamenten als Methylphenidat,
  • Komorbiditäten wie z.B. Tics, tiefgreifende Entwicklungsstörung, Depressionen,
  • Metallteile im Körper, Linkshändigkeit

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Hyperaktivitätsstörung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Lernen basiert auf einem intakten Belohnungssystem ebenso wie auf motivationalen und kognitiven Prozessen. Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zeigen eine verminderte Ansprechbarkeit des Belohnungssystems auf positive und negative Reize sowie eine gestörte Handlungsüberwachung und -regulation. Das vorliegende Projekt soll mittels neurop-sychologischer Testverfahren, einer Elektro-Encephalogramm (EEG)-gekoppelten Fehlerverarbeitungs-aufgabe und eines monetären -Belohnungs-Paradigmas, welches mit funktioneller Kernspintomographie (fMRT) erfasst wird, die kognitiven und neuronalen Korrelate dieser Prozesse bei 52 Patienten mit ADHS und 26 gesunden Kontrollpersonen untersuchen und die Möglichkeit ihrer Veränderung durch das Er¬lernen von Selbstregulation hirnelektrischer Aktivierung durch operantes Lernen (Neuro¬feedback) prüfen. In einem Parallelgruppendesign erhalten dazu jeweils 26, nach Geschlecht, Alter, Intelligenz und ADHS Schweregrad parallelisierte Patienten 10 Trainingseinheiten Neurofeedback oder elektromyographisches-Biofeedback (EMG). Es wird erwartet, dass bei Patienten mit ADHS Erfolg im Neurofeedback mit einer Normalisierung der Aktivierungsmuster in Hirnregionen einhergeht, die mit der Antizipation von Belohnung und Bestrafung und mit dem Einsatz kognitiver Kontrollpro¬zesse assoziiert sind. Die Studie vermittelt zwischen präklinischen und klinischen Untersuchungen neuronaler Plastizität und gibt Einblick in neuronale Korrelate von Lernen, Selbstregulation und Belohnungsverarbeitung bei ADHS

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