Beschreibung der Studie

In dieser Verlaufsbeobachtung sollen Daten zu verschiedenen Formen der suchtmedizinischen Nachsorge bei alkoholabhängigen Patienten miteinander verglichen werden. Nach einer Entgiftung in unserer Klinik haben die Patienten hierbei die Möglichkeit frei die Form der Nachsorge in unserer Ambulanz zu wählen. Sie können hierbei wählen, ob sie an 3 Kurzkontakten pro Woche oder einem Termin alle 14 Tage teilnehmen möchten. Zusätzlich besteht bei beiden Formen der Nachsorge die Möglichkeit der begleitenden Einnahme einer rückfallprophylaktischen Medikation. Um den Erfolg der Therapie kontrollieren zu können, erfolgen nach 14 Tagen, nach einem Monat, nach drei, sechs, neun und zwölf Monaten Kotrollen der Leberwerte (Blutentnahme). Außerdem werden in unregelmäßigen Abständen Ethylglucuronidbestimmungen im Urin durchgeführt, mit denen ein Alkoholkonsum in den letzten 3 Tagen sicher nachgewiesen werden kann. Das Ziel der Untersuchung ist es den Erfolg der verschiedenen Nachsorgemöglichkeiten bei insgesamt 100 Patienten zu untersuchen. Nach Abschluß der Studie werden die Patienten je nachdem, welche Form der Nachsorge sie gewählt haben zu den 4 Untersuchungsgruppen zugeordnet und deren Ergebnisse miteinander verglicben. Bei der Auswertung wird vor allem die Entwicklung des Alkoholverlangens und der übrigen psychischen Belastung (Stressbelastung, Ängstlichkeit und Depressivität) untersucht und verglichen .

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Studiendetails

Studienziel Abstinenzraten und kumulierte Abstinenzzeiten in den 4 Untersuchungsgruppen erfasst in einem strukturierten klinischen Interview zu den Messzeitpunkten nach 14 Tagen, 1 Monat, 3 Monaten, 6 Monaten, 9 Monaten und 12 Monaten
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Zentralinstitu für Seelische Gesundheit Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Fähigkeit zur Zustimmung nach ausführlicher schriftlicher Aufklärung (Fully Informed Consent)
  • Vorliegende schriftliche Zustimmung nach ausführlicher Aufklärung (Written Informed Consent).
  • Aktuelle Alkoholabstinenz nach ambulanter, teilstationärer oder stationärer Alkoholentgiftung.
  • Aktuell kein medikamentös behandlungsbedürftiges Alkoholentzugssyndrom

Ausschlusskriterien

  • Keine unterschriebene Einwilligungserklärung.
  • Derzeitiger Drogenmissbrauch (Urin Drogenscreening)
  • Akute Suizidalität
  • Teilnehmer, die unter einer instabilen körperlichen Erkrankung leiden.
  • Teilnehmer, die eine permanente ärztliche Überwachung benötigen
  • Für Frauen: Schwangerschaft, Stillzeit.
  • Bei Einnahme einer rückfallprophylaktischen Medikation gelten zusätzlich die Kontraindikationen für die einzelnen Substanzen.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Psychische Störung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Bei den Studienteilnehmern der Verlaufsbeobachtung wird es sich um alkoholabhängige Patienten handeln, die nach erfolgter Entgiftung auf eigenen Wunsch in der Ambulanz der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin nachbetreut werden. Sie werden umfassend über die Ziele der geplanten Untersuchung und die studienbedingten Maßnahmen aufgeklärt. Sie willigen schriftlich ein, zusätzlich wird den Studienteilnehmern eine Kopie des Aufklärungsschreibens/der Einverständniserklärung ausgehändigt. Unabhängig von der Studie legen die Patienten, die sich nach einem erfolgten Alkoholentzug zur Nachsorge an die suchtmedizinische Ambulanz des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit gewandt haben, gemeinsam mit dem behandelnden Ambulanzarzt die Form der Nachsorge fest (3 x pro Woche psychotherapeutischen Kurzkontakte bzw. 14-tägigen ambulanten Nachsorgetermine, jeweils mit oder ohne weitere Psycho- oder medikamentöse Therapie und /oder Selbsthilfegruppenbesuch). Im Rahmen der Nachsorge erfolgen zum Therapiemonitoring regelmäßig zu Beginn der Behandlung, nach 14 Tagen, nach einem Monat, nach drei, sechs, neun und zwölf Monaten Routineblutentnahmen mit Bestimmung der Lebertransaminasen und des Differentialblutbilds. Außerdem werden in unregelmäßigen Abständen Ethylglucuronidbestimmungen durchgeführt, mit denen ein Alkoholkonsum in den letzten 3 Tagen sicher nachgewiesen werden kann. Im Rahmen der aktuellen Untersuchung sollen 100 Patienten im ersten Jahr der suchtmedizinischen Nachsorge nachbeobachtet werden, um in einer post hoc Analyse Unterschiede in Bezug auf Alkoholcraving, Rückfallhäufigkeit und psychischer Belastung (Stressbelastung, Angstniveau und depressive Symptome) in Abhängigkeit von der Form der Nachsorge evaluieren zu können. Um die Schwere der Alkoholabhängigkeit und des Alkoholcravings sowie der psychiatrischen Begleitsymptome objektivieren zu können, werden den Patienten zu den oben genannten Untersuchungszeitpunkten verschiedene psychometrische Fragebögen vorgelegt. Zusätzlich zu den oben genannten routinemäßigen Blutentnahmen erfolgt zu den oben aufgeführten Zeitpunkten die Abnahme eines Serumröhrchens mit peripherem Blut zur Bestimmung von neuroendocrinologischen Parametern (Cortisol, ACTH, Orexin, Ghrelin). Aufgrund der circardianen Rhythmik der hormonellen Parameter erfolgt die Blutentnahme hierbei jeweils vormittags.

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