Beschreibung der Studie

Die Kernspintomografie des Kopfes (cMRT) wird zur Diagnostik von Bewegungsstörungen in großem Maße eingesetzt, nicht zuletzt um andere Erkrankugnen auszuschließen. Die Abnahme der Nervenzellen ist allerdings nur in seltenen Fällen im strukturellen cMRT nachweisbar. Bei Morbus Parkinson findet sich in der Regel ein unauffälliges cMRT, während man bei andern Erkrankungen Zeichen des Nervenzelluntergangs sehen kann. Der Untergang der Faserbündel soll mittels Diffusions-Tensor Imaging (DTI), im Vergleich mit einem Kontrollkollektiv, dargestellt werden. In der geplanten Studie soll durch Korrelation mit dem klinischen Schweregrad und der Erkrankungsdauer Faseruntergänge bei Morbus Parkinson bzw. bei atypischen Parkinson-Syndromen nachgewiesen werden. Gleichzeitig soll die Funktion der Verbindungen der verschiedenen betroffenen Regionen betrachtet werden.

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Studiendetails

Studienziel Darstellung der Faseruntergänge im MRT mittels DTI (Diffusions-Tensor Imaging)-Sequenzen (global fibre tracking), Vergleich der Faserstränge mittels Voxel based morphometry (VBM), Funktionalität der Fasern durch Resting-state-Messungen.
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Neurologische Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einwilligungsfähige Patienten mit M. Parkinson oder atypischen Parkinson-Syndromen wie Multisystematrophie (MSA), cortico-basale Degeneration (CBD) und Progressive supranukleäre Blickparese (PSP) sowie Demenz mit Lewy-Körperchen in jedem Erkrankungsstadium. Als Kontrolle dienen neurologisch nicht erkrankte, altersgematchte Probanden.

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikationen gegen MRT wie große Tatoowierungen, Implantate wie Herzschrittmacher, Stimulatoren etc.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Kernspintomografie des Kopfes (cMRT) wird zur Diagnostik neurodegenerativer Bewegungsstörungen in großem Maße eingesetzt, nicht zuletzt um symptomatische Formen auszuschließen. Die Neurodegeneration ist allerdings nur in seltenen Fällen im strukturellen cMRT nachweisbar. Bei Morbus Parkinson findet sich in der Regel ein unauffälliges cMRT, während man bei Patienten mit einer Multisystematrophie (MSA) sporadisch Zeichen der Degeneration im Hirnstamm (sog. hot-cross-bun-Zeichen) oder im Kleinhirn nachweisen kann. Auch für die Progressive Supranukleäre Bllickparese (PSP) ist eine Verschmächtigung des Mittelhirns in manchen Fällen ersichtlich. Die Neurodegeneration der Parkinson-Syndrome betrifft vorwiegend basalganglionäre Faserverbünde, im späteren Verlauf der Erkrankungen werden mehr und mehr kortikale Areale mit von der Neurodegeneration erfasst. Der Untergang der Faserbündel soll mittels Diffusions-Tensor Imaging (DTI), im Vergleich mit einem Kontrollkollektiv, dargestellt werden. Bislang war dies durch ein probabilistisches Verfahren nur an bestimmten, vorher ausgewählten Kernregionen möglich. Neuere Algorithmen ermöglichen jedoch die Darstellung der gesamten Faserverbindungen des Gehirns (global fibre tracking). In der geplanten Studie soll durch Korrelation mit dem klinischen Schweregrad und der Erkrankungsdauer Faseruntergänge bei Morbus Parkinson bzw. bei atypischen Parkinson-Syndromen nachgewiesen werden. Gleichzeitig soll die funktionelle Konnektivität der verschiedenen betroffenen Regionen betrachtet werden. Möglicherweise lässt sich eine Korrelation zu den von Braak et al. 2004 beschriebenen, pathologisch nachgewiesenen Krankheitsstadien der Parkinson-Erkrankung finden, auch können bei Patienten mit einer geplanten tiefen Hirnstimulation die stimulierten Faserverbindungen spezifisch betrachtet werden.

Quelle

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