Beschreibung der Studie

In vorangegangenen Studien konnte gezeigt werden, dass erfahrene Apnoe-Taucher bestimmte lungenfunktionelle Anpassungsprozesse durchlaufen. So konnte in Ruhe ein hoch-normales Lungenvolumen nachgewiesen werden, wie auch ein reduziertes Ansprechen auf erhöhte CO2-Konzentrationen im Blut bei Atemantriebsmessungen. Das Atemgas CO2 entsteht im Körper im Rahmen der Energiegewinnung und wird über die Ausatemluft ausgeschieden; der Gehalt von CO2 im Blut steuert beim Gesunden den menschlichen Atemantrieb. Um die Apnoedauer zu verlängern wird von einigen fortgeschrittenen Apnoetauchern im Wettkampfsport ein zusätzliches Atemmanöver angewendet. Dieses ist charakterisiert durch eine spezielle Atemtechnik („Karpfen; Packen, Glossopharyngeale Atmung“), die es dem Sportler erlaubt die Lungen mit mehr Luft zu füllen, als es dem normalen Lungenvolumen entspricht. Es wird angenommen, dass am Apnoe-Tauchen Interessierte zu Beginn des Trainings einen normalen Atemantrieb und eine normale Lungenfunktion aufweisen. Es ist bislang unbekannt, in welchem zeitlichen Rahmen die oben genannten Anpassungsprozesse stattfinden. Das geplante Studienprojekt verfolgt das Ziel, Verlaufsbeobachtung über drei Jahre von Apnoe-Taucher Anfängern mit regelmäßigem Training (mindestens 4 mal pro Monat) durchzuführen. In 4-monatigen Abständen soll eine Lungenfunktions-Messung erfolgen, um Anpassungseffekte durch das Apnoe-Training zu erfassen. In diesem Zeitraum soll ein Trainings- und Tauchprotokoll geführt werden.

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Studiendetails

Studienziel Statistisch signifikante Änderungen des zentralen Atemantriebs unter 6% und 9% CO2 im Vergleich zu den Ausgangsuntersuchungen; spiroemtrisch erfasst mittels CO2-Rückatmung; Messzeitpunkte alle 4 Monate über 3 Jahre
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 11
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Uniklinik Freiburg, Abteilung Pneumologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Apnoetaucher Anfänger, unauffällige tauchmedizinische Eingangsuntersuchung

Ausschlusskriterien

  • Atemwegserkrankungen, kardiale Komorbiditäten, neuromuskuläre Erkrankungen, Erkrankungen im HNO-Bereich, mehr als 80 Geräte-Tauchgänge pro Jahr

Adressen und Kontakt

Abteilung Pneumologie, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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In vorangegangenen Studien konnte gezeigt werden, dass Apnoe-Taucher bestimmte pulmonale Adaptationsprozesse durchlaufen . So konnte ein hoch-normales Lungenvolumen gezeigt und ein reduziertes Ansprechen auf erhöhte CO2-Konzentrationen im Blut bei Atemantriebsmessungen im Vergleich zur Kontrollgruppe oder Flaschentauchern beobachtet werden. Es wird postuliert, dass am Apnoe-Tauchen Interessierte zu Beginn des Trainings über einen normalen Atemantrieb und Lungenfunktion aufweisen. Es ist bislang unbekannt, in welchem zeitlichen Rahmen die oben genannten pulmonalen Adaptationsprozesse stattfinden. Primäres Ziel der geplanten Studie ist eine longitudinale Verlaufsbeobachtung über drei Jahre von Apnoe-Taucher Anfängern, um Adaptationseffekte auf den CO2-getriggerten Atemantrieb zu beobachten. Sekundäre Untersuchungsziele sind Änderungen der lungenfunktionellen Parameter, sowie die Entwicklung der Fähigkeiten zu einer suffizienten Glossophrayngealen Atmung. Eingeschlossen werden 11 Apnoe-Taucher Anfänger nach einer tauchmedizinischen Eingangsuntersuchung entsprechend der Empfehlungen der GTÜM 2010. Ausschlußkriterien sind Atemwegserkrankungen, kardiale Komorbiditäten, neuromuskuläre Erkrankungen oder Erkrankungen im HNO-Bereich. Ferner werden Probanden ausgeschlossen, die mehr als 80 Geräte-Tauchgänge pro Jahr absolvieren. Es sollen über einen Zeitraum von 3 Jahren bei Apnoe-Taucher Anfängern, welche sich im Untersuchungszeitaum im regelmäßigen Training befinden (mind. 4x/Monat), in 4 monatigen Abständen untersucht werden. Alle Untersuchungsmethoden stellen Standardmethoden der pneumologischen Funktionsdiagnostik dar. Die Ruhemessungen und die spirometrische Erfassung der GI erfolgen unter trockenen Bedingungen im Muskellabor der Abt. Pneumologie. Folgende Parameter werden erhoben: • Atemantrieb in Ruhe, sowie unter 6% und 9% CO2 in Raumluft mit Blutgasanalyse • Ganzkörperplethysmographie • Maximaler Apnoe-Versuch mit Abbruchblutgasanalyse • Erfassung des zusätzlich zugeatmeten Lungenvolumens durch Karpf-Maneuver

Quelle

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