Beschreibung der Studie

Mütter mit sexuellen oder körperlichen Misshandlungserfahrungen in der eigenen Kindheit misshandeln nicht selten auch die eigenen Kinder. Ziel der Studie ist nicht nur das bessere Verständnis dieses transgenerationalen „Teufelskreises“, sondern auch die Evaluation therapeutischer Interventionen. Es wird angenommen, dass die mütterlichen Fähigkeiten fundamental durch die eigenen sexuellen oder körperlichen Misshandlungserfahrungen gestört sind. In dieser Studie wird zum einen der Einfluss der mütterlichen Misshandlungserfahrungen auf die kindliche psychische Gesundheit, Entwicklung und Lebensqualität im Alter von 5-12 Jahren untersucht. Zum anderen werden, neben Interviews und Fragebögen, das mütterliche Stresshormonlevel, epigenetische Analysen und die neuronalen Aktivitäten während der Emotionserkennung und –regulation mit bildgebenden Verfahren (fMRT) untersucht. Im Anschluss daran sollen 60 Mütter und ihre 5-12-jährigen Kinder zufällig zu einer der beiden folgenden Interventionen zugeteilt werden (12 wöchentliche Sitzungen). Zum einen handelt es sich dabei um die Parent-Child-Interaction-Therapie, die besonders die Interaktion zwischen Mutter und Kind fokussiert, zum anderen um ein individuelles Stressbewältigungstraining für die Mutter. Im Anschluss an die Interventionen sowie sechs Monate später werden die beiden Gruppen bezüglich mütterlicher Sensitivität, mütterlichem Misshandlungspotential, kindlicher psychische Gesundheit und Lebensqualität verglichen.

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Studiendetails

Studienziel Mutter: Veränderung der mütterlichen Sensitivität von Baseline zu Follow-up I im EA-Score. Kind: Veränderung im kindlichen Wohlbefinden von Baseline zu Follow-up I im KIDS-SCREEN-Score.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 90
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mütter mit 5-12-jährigen Kindern, die Misshandlungserfahrungen in der Kindheit gemacht haben sowie Mütter mit 5-12-jährigen Kindern, die keine Misshandlungserfahrungen in der Kindheit erlebt haben.

Ausschlusskriterien

  • Teilnehmerinnen werden von der Studie ausgeschlossen, wenn Kontraindikationen gegen MRT-Untersuchungen (wie z.B. Tätowierungen (Abklärung), metallische Implantate, eine Schwangerschaft, permanent Make-Up, frühere Schädelhirntraumata) vorliegen, die Teilnehmer klaustrophobisch sind, eine akute Suizidalität oder Drogenabhängigkeit vorliegt.
  • Bei den Kontroll-Dyaden darf keine Misshandlungserfahrung in der Kindheit vorliegen.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Misshandlung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Angesichts der hohen Prävalenz von Müttern mit Misshandlungserfahrungen, die ihre eigenen Kinder misshandeln, ist ein besseres Verständnis dieses Kreislaufes unabdingbar. Ziel der Studie ist die Untersuchung dysfunktionaler Interaktionen bei traumatisierten Mutter-Kind-Dyaden. Dabei wird neurobiologische Grundlagenforschung mit randomisierten kontrollierten Interventionsstudien kombiniert. Des Weiteren werden die mütterlichen Erziehungsfähigkeiten, das kindliche Wohlbefinden einschließlich der kognitiven und emotionalen Entwicklung des Kindes und die Interaktion zwischen Mutter und Kind erfasst. Das Projekt stellt „Mutter und Kind“ als Interaktionsdyade in den Mittelpunkt und untersucht folgende Aspekte. (1) Verhaltens-und (neuro-) biologische Korrelate der mütterlichen Sensitivität, der mütterlichen Affektregulation und des mütterlichen Misshandlungspotentials, d.h. neuronale Mechanismen, Hormone und (epi-) Genetik. Und (2) die Auswirkungen mütterlichen Verhaltens und Eigenschaften auf das kindliche Wohlbefinden, d.h. die emotionale und kognitive Entwicklung. An der Studie nehmen 60 Mutter-Kind-Dyaden mit Misshandlungserfahrungen der Mutter in der eigenen Kindheit und 30 gesunde Kontrolldyaden teil. Die Wirksamkeit eines auf die dyadische Interaktion ausgerichteten Interventionsprogramms wird mit einer nicht dyadischen Intervention in einer randomisierten kontrollierten Studie verglichen. Im Anschluss an die Interventionen sowie sechs Monate später werden die beiden Gruppen bezüglich mütterlicher Sensitivität, mütterlichem Misshandlungspotential, kindlicher psychische Gesundheit und Lebensqualität verglichen. In der Interventionsstudie werden die 60 Mutter-Kind-Dyaden untersucht, in denen die Mütter Misshandlungserfahrungen haben und gleichzeitig nicht über eine optimale Sensitivität im Umgang mit ihrem Kind verfügen.

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