Beschreibung der Studie

Bei diesem Projekt geht es darum zu klären, ob ein spezielles präoperatives Krafttraining bei Patienten mit Knorpelschaden am Kniegelenk und geplanter Knorpelzelltransplantation zu einem besseren postoperativen Ergebnis führt. Dafür muss zunächst geklärt werden, welche Kraftdefizite bei diesen Patienten vorliegen und ob trotz der bestehenden Beschwerden durch das spezifische Krafttraining eine signifikante Verbesserung der Kraftleistungsfähigkeiten und der neuro-muskulären Kontrolle erreicht werden kann. Das Ziel dieser Studie ist eine Therapieverbesserung und ein Vergleich der Patientengruppen mit (Interventionsgruppe) und ohne (Kontrollgruppe) präoperatives Krafttraining.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Funktionsfähigkeit des Kniegelenkes zwölf Monate post-OP (anhand des international für Patienten mit Kniebandverletzungen und Knorpelschäden validierten „IKDC - international knee documentation“ - 2000 Scores (Brittberg et al., JBJS 2003, Niemeyer et al., Arthroscopy 2010).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 84
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit isoliertem, symptomatischem Knorpelschaden am Kniegeplante und geplanter autologer Chondrozytentransplantation, unterschriebener Informed Consent

Ausschlusskriterien

  • Instabilität des Kniegelenkes, schwerwiegende Voroperation, neuromuskuläre
  • Vorerkrankungen, Complianceprobleme (z.B. zu weite Entfernung des Wohnortes vom Prüfzentrum)

Adressen und Kontakt

Department Orthopädie und Traumatologie, Freiburg im Breisgau

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Freiburg im Breisgau via E-Mail verschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Es gibt inzwischen mehrere wissenschaftliche Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass die Muskelkraft der Kniegelenksextensoren bei Patienten nach autologer Chondrozytentransplantation signifikant reduziert ist und dass dies mit einem mittel- bis langfristig schlechterem klinischen Outcome vergesellschaftet ist. In einer Nachuntersuchung von 52 Patienten vier Jahre nach autologer Chondrozytentransplantation konnten wir signifikante Kraftdefizite der Kniegelenksstrecker sowie eine signifikant reduzierte Standstabilität als Hinweis auf verbliebene Defizite der neuromuskulären Kontrolle nachweisen (Kreuz et al., Am J Sports Med 2011). Eine andere Arbeitsgruppe konnte ebenfalls nachweisen, dass die Muskelkraft der Kniegelenksextensoren bei Patienten nach Knorpelzelltransplantation (ACT) trotz zufriedenstellendem klinischen Ergebnis signifikant reduziert ist (Loken S. et al., Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2009). Bezüglich der häufig sehr jungen Patienten mit Knorpelschäden am Kniegelenk erscheint diesbezüglich besonders interessant, dass eine verminderte Kraftleistungsfähigkeit der Kniegelenksstrecker als primärer Risikofaktor für den Progress einer Kniegelenks-arthrose angesehen wird (Slemenda C. et al., Ann Intern Med 1997). Da bei diesen Patienten somit mit einem langfristig schlechten Outcome der ACT zu rechnen ist, sollten Kraftdefizite nicht toleriert werden. Es stellt sich konsekutiv zunächst die Frage, ob die beobachteten Defizite in erster Linie auf eine unzureichende postoperative Rehabilitation zurückzuführen sind oder eher als Folge der – zumeist ja bereits länger bestehenden - Gelenk-schädigung angesehen werden müssen. Anschließend muss dann geklärt werden, ob sich ein eventuell bereits präoperativ bestehendes Kraftdefizit bei der bestehenden Schädigung des Gelenkes über gezielte Kräftigungs-therapie positiv beeinflussen lässt, das heißt, ob über ein gezieltes Muskelaufbautraining bei Patienten mit signi-fikantem Knorpelschaden überhaupt ein Kraftzuwachs erreicht werden kann. Als letzter und wichtigster Punkt stellt sich dann die Frage, ob sich durch ein gezieltes, bereits präoperativ beginnendes Krafttraining das Outcome der Knorpelzelltransplantation positiv beeinflussen lässt. Zur Beantwortung dieser Frage werden in der Studie PAtienten eingeschlossen bei denen eine ACT am Kniegelenk geplant ist Die Patienten werden randomisiert einer von zwei Testgruppen zugeteilt. Die "Trainingsgruppe" absolviert in den sechs Wochen vor der operativen Versorgung mindestens 3x wöchentlich ein standardisiertes Krafttrai-ningsprogramm, das sensomotorisch orientierte Elemente beinhaltet. Parallel werden sie in die Benutzung der Gehstützen und das postoperative Nachbehandlungsschema eingewiesen. Die Patienten der "Kontrollgruppe" werden in der identisch langen Wartezeit bis zur Operation lediglich in das postoperative Nachbehandlungs-schema eingewiesen und lernen mit Gehstützen zu gehen. Im Verlauf soll der Einfluss des Trainings auf die Kraftleistungsfähigkeit und die neuromuskuläre Kontrolle der Patienten gemessen und der Effekt auf das klinische Ergebnis evaluiert werden. Dazu werden alle Patienten bei den Nachuntersuchungen klinisch untersucht und die o.g. Daten erhoben. Nach Abschluss der Studie werden die Ergebnisse der Kraft- und Stabilitätsmessungen mit den klinischen und radiologischen Scores korreliert. Sollte sich die Hypothese der Studie bestätigen, ließe sich mit diesen gewonnenen Erkenntnissen die Zahl erforderlicher Re-Operationen und die Entwicklung einer symptomatischen Kniegelenksarthrose aufhalten, so dass einem relevant großen Patientenkollektiv chronische Schmerzen und Folgeoperationen erspart werden könnten. Darüber hinaus könnten dadurch nicht unerhebliche Folgekosten für das Gesundheitswesen eingespart werden.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.