Beschreibung der Studie

Es gibt erste Hinweise, dass die Verbindung zwischen verschiedenen Hirnzentren durch die Alkoholabhängigkeit beeinflusst oder geschädigt wird. Daher möchten wir in dieser Studie untersuchen, wo Unterschiede zwischen alkoholabhängigen Patienten und nicht-alkoholabhängigen Personen liegen. Dazu werden mit Hilfe der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) Aufnahmen des Gehirns gemacht. Hierbei werden zwei verschiedene Aufnahmetechniken benutzt: Erstens wird mit der Technik des Diffusions-Tensor-Imaging (DTI) gemessen, wie gut und in welche Richtung sich das in Nervenbündeln enthaltene Wasser bewegen kann. Dadurch erfährt man, wie gut diese Nervenbündel funktionieren und Informationen zwischen den Hirnzentren austauschen können. Die zweite Untersuchungs-technik ist ein Resting-State MRT (=Ruhezustand-MRT). Dabei wird untersucht, wie die Hirnzentren miteinander kommunizieren, wenn sie keine konzentrierte Aufgabe ausführen, sondern ganz in Ruhe sind und sich das Gehirn quasi im Leerlauf befindet. Wenn zwei Hirnzentren gleichzeitig Aktivität aufweisen, kann daraus geschlossen werden, dass eine Verbindung zwischen diesen Zentren besteht.

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Studiendetails

Studienziel Unterschiede in der Konnektivität verschiedener Hirnareale gemessen mit Diffusor Tensor imaging (DTI) und Resting State MRI zwischen alkoholabhängigen Patienten und Kontrollpersonen
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 270
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alkoholabhängigkeit nach DSM IV und ICD 10
  • Alkoholkonsum von durchschnittlich mindestens 84 g reinen Alkohol pro Tag in den letzten 90 Tagen

Ausschlusskriterien

  • Eine andere Achse-1-psychiatrische Diagnose als Alkoholabhängigkeit oder Nikotinabhängigkeit in den letzten 12 Monaten
  • bliche Ausschlusskriterien für MRT (Metall im Körper, Herzschrittmacher etc.)
  • Positiver Drogenurin
  • Schwere körperliche Krankheit (z.B. Leberzirrhose, dialysepflichtige Niereninsuffizienz, etc.)
  • Schädel-Hirn-Trauma in der Vergangenheit mit Bewusstlosigkeit von > 2 Minuten

Adressen und Kontakt

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin, Mannheim

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Häufig gestellte Fragen

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Alkoholismus ist eine weitverbreitete psychiatrische Erkrankung mit bisher meist unbefriedigenden Behandlungsmöglichkeiten. Herausragende Tiermodelle dieser Erkrankung haben einige für die Entwicklung von Medikamenten vielversprechende Zielstrukturen auf molekularer Ebene hervorgebracht. Häufig sind klinische Versuche gescheitert, die dieses Potential nutzbar machen wollten. Wir wollen die prädiktive Validität der Tiertests mit den Mitteln der funktionalen Konnektivitätsanalyse verbessern. Dazu nutzten wir die Magnet Resonanz Tomographie (MRT), um Reaktionsmuster des Gehirns auf Pharmakotherapie zu identifizieren, die bei Patienten und dem Tiermodell des Alkoholismus vergleichbar sind. Um dies zu erreichen, haben wir ein internationales Konsortium mit sehr komplementärer Expertise bezüglich Alkoholismus und Neuroimaging gebildet. Dieses Projekt wird alkoholismusspezifische Konnektivitätsmaps und das Wissen über ihre Modifikation durch klinische Substanzen, wie zum Beispiel Acamprosat und Naltrexon, bei Mensch und Tier liefern. Aufgrund dieser Information erwarten wir, die Effekte experimenteller Medikamente, die zur Behandlung von alkoholabhängigen Patienten vorgeschlagen werden, besser vorhersagen zu können.

Quelle

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