Beschreibung der Studie

In den letzten zehn Jahre wurden Untersuchungen zur pharmakologischen und verhaltenstherapeutischen Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizit/ Hyperaktivitätssyndroms (ADHS) durchgeführt. Der empirische Nachweis der differentiellen Wirksamkeit psychoanalytischer Behandlung steht jedoch noch aus. Zwischen 2003 und 2006 führte das Sigmund-Freud-Institut, in Kooperation mit den Institut für analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, die Frankfurter Präventionsstudie (FPS) durch. Die FPS zeigte, dass ein zweijähriges psychoanalytisches Präventionsprogramm in Kindergärten zu einem statistisch signifikanten Rückgang der ADHS Symptome, wie aggressives und impulsives Verhalten führte (Leuzinger-Bohleber et al. 2006, 2006a, 2007, Stauffenberg, 2011). Im Anbetracht der Erfolge psychoanalytischer Behandlung und aufgrund der guten Zusammenarbeit mit den Kinderanalytikern in Frankfurt, wurde im Jahr 2006 die Frankfurter ADHS Wirksamkeitsstudie auf den Weg gebracht.

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Studiendetails

Studienziel Die Diagnosestellung erfolgt auf der Grundlage des Diagnostiksystems für psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter (DISYPS-KJ) von Manfred Döpfner und Gerd Lehmkuhl (2000), das sowohl das Eltern- als auch das Lehrerurteil in Form von Checklisten (DCL-HKS, DCL-SSV) und Fragebögen (FBB-HKS und FBB-SSV) berücksichtigt. Folgende deskriptive Symptome können damit nach den IDC-10 Kriterien erfasst werden: Aufmerksamkeitsstörung, Überaktivität, Impulsivität, oppositionell-aggressives Verhalten, dissozial-aggressives Verhalten). Die Diagnostik wird von Psychologen durchgeführt. Drei Messzeitpunkte: Prä-, Post- und Follow-up messung (ein Jahr nach Ende der Therapie).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle VAKJP - Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Deutschland e.V. gegr. 1953.
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung, Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens, Störung des Sozialverhaltens

Ausschlusskriterien

  • Schizophrenie, Psychose, tiefgreifende Entwicklungsstörungen

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Hyperaktivitätsstörung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Die Wirksamkeit psychoanalytischer Langzeitbehandlungen bei Kindern mit ADHS und Störungen des Sozialverhaltens wurde mittels eines prospektiven, kontrollierten Designs untersucht. Die Kinder, die die ICD-10 Kriterien für ADHS oder eine Störung des Sozialverhaltens erfüllten, wurden - gemäß des Erstkontaktes - der Interventionsgruppe (psychoanalytische Behandlung) oder einer der Vergleichs-/Kontrollgruppen zugeführt (a. verhaltenstherapeutisch/medikamentöse Behandlung, b. Treatment as usuell, c. unbehandelte Kontrollgruppe). D.h. Eltern, die zuerst einen Psychoanalytiker oder eine psychoanalytische Praxis aufsuchten, wurden der psychoanalytischen Behandlungsgruppe zugeordnet. Psychoanalytische Behandlung: In Übereinstimmung mit dem Manual für psychoanalytische Behandlung (Stauffenberg, 2011), wurde die psychoanalytische Behandlung in privaten Praxen durchgeführt. Die Therapie mit dem Kind fand zweimal pro Woche, in Durchschnitt zwei Jahre lang statt, das Elterngespräch alle zwei Wochen. Kontrollgruppe a) verhaltenstherapeutisch/medikamentöse Behandlung: Kinder mit dieser Behandlung nahmen entweder an einem sechs wöchigen Marburger Konzentrationstraining (Krowatschek, Albrecht und Krowatschek, 1990, 2004), zwei Stunden pro Woche mit begleitenden Elterntraining teil oder an einem zwei-wöchigen Anti-Aggressionsrtraining, das täglich von 8 Uhr bis 19 Uhr in der Klinik stattfand (Grasman und Stadler, 2008). Zu Beginn wurden eine psychiatrische Diagnostik durchgeführt und ggf. eine Medikation angesetzt. Kontrollgruppe b) Treatment as usual (TAU): Diese niederfrequente kinderpsychiatrische Behandlung schließt Elternberatung und optional Medikation sowie Ergotherapie, Soziales Training und Eltern-Management-Training ein. Kontrollgruppe c) unbehandelte Kontrollgruppe: Die unbehandelte Kontrollgruppe wurde aus dem Arm der unbehandelten Kontrollgruppe der Frankfurter Präventionsstudie ausgewählt.

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