Beschreibung der Studie

Immunologische Dysregulation bei Unfallpatienten (Traumapatienten) kann zu entzündlichen Komplikationen, Sepsis, Organversagen und Mortalität führen. 1. Phase der Entzündungsreaktion - unmittelbar nach Trauma, sowie eine 2. Phase mehrere Tage im Verlauf nach Trauma, sind nachgewiesen. Komplikationen gehen im klinischen Verlauf in der 2. Phase mit reduzierter Immunantwort einher. Unzureichend erforschte Ursachen hierfür ermöglichen bisher klinisch lediglich „symptomatische“ Therapieformen. Ziel dieser Studie ist die weitergehende Charakterisierung der immunologischen Dysregulation bereits vor klinischer Manifestierung von Komplikationen. In die Studie werden Traumapatienten (nach den genannten Einschlusskriterien), die einerseits keine Komplikationen nach Trauma und andererseits Komplikationen nach Trauma entwickeln, sowie gesunde freiwillige Probanden eingeschlossen. Ergebnisse zu pathophysiologischen Vorgängen klinisch relevanter Immunsuppression und Prädisposition zu Infektionen und Sepsis nach Trauma sowie Hinweise auf mögliche Therapieansätze werden erwartet.

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Studiendetails

Studienziel Klinisch: Diagnostizierte Komplikation (Sepsis, septischer Schock, Organversagen, Multiorganversagen, Tod) Experimentell: Funtionalität von Monozyten und regulatorischen T-Zellen täglich im 10-Tagesverlauf nach Trauma + Zytokinprofil im Serum. Zur Bestimmung der monozytären Funktionalität wird Vollblut mit Lipopolysaccharid stimuliert und die Sekretion von TNF-α, IL-1β und IL-10 im Überstand mittels ELISA gemessen. Zur Bestimmung der Phagozytoseaktivität der Monozyten wird Vollblut mit FITC-markierter E. coli (opsoniert)-Bakterienlösung inkubiert und durchflusszytometrisch analysiert. Bei der Bestimmung der T-Zell-Funktion wird Blut mit ConA stimuliert und die Sekretion von Zytokinen im Überstand (IFN-γ, IL-2, IL-4 und IL-10) gemessen.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 140
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie Klinik der J W Goethe-Universität

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle Patienten mit einem Injury Severity Score (ISS) zwischen ≥ 16 und ISS < 42, Primäre Zuweisung nach Unfall, Präklinische Zeit < 120 min, Reguläre Beendigung der Schockraumphase, Unterschriebene Einwilligungserklärung

Ausschlusskriterien

  • Alle Patienten mit einem ISS <16 und ISS > 42, Infauste Prognose innerhalb 24 h post Trauma, Demenz oder mangelnde kognitive Fähigkeit zur Studieneinwilligung (vor Trauma), Patienten mit schweren Brandverletzungen, akuter Myokardinfarkt, koronare Bypassoperation oder, Patienten, die nicht primär auf die Intensivstation des untersuchenden Zentrums eingeliefert werden, Tumorerkrankungen (Chemotherapie, Bestrahlung), HIV, Hepatitis A, B, C, HCV, CMV, Immunsuppressive Dauermedikation

Adressen und Kontakt

Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie Klinik der J W Goethe-Universität, Frankfurt/Main

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Häufig gestellte Fragen

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Immunologische Dysregulation (ID) bei Traumapatienten kann zu infektiösen Komplikationen, Sepsis, Organversagen und Mortalität führen. 1. Phase der Inflammationsreaktion - unmittelbar nach Trauma, sowie eine 2. Phase mehrere Tage im Verlauf nach Trauma, sind nachgewiesen. Komplikationen gehen im klinischen Verlauf in der 2. Phase mit reduzierter Immunantwort einher. Unzureichend erforschte Ursachen hierfür ermöglichen bisher klinisch lediglich „symptomatische“ Therapieformen. Ziel ist die weitergehende Charakterisierung der ID bereits vor klinischer Manifestierung von Komplikationen. 2 Hypothesen werden in 10-Tages-Verläufen täglich nach Trauma überprüft: 1. Expression der „Pattern-Recognition Receptors“ (PRRs) auf Monozyten (MZ) und deren Funktionalität sind aufgrund veränderter Zytokinspiegel nach Trauma moduliert, folglich werden „Damage-Associated Molecular Patterns“ (DAMP)-Signale nicht in entsprechende Antworten umgewandelt. 2. Durch erhöhte IL-10 Expression werden T-regulatorische Zellen induziert, die in der 2. Phase DAMPs erkennen und immunsupprimierend wirken, und so Folgekomplikationen verursachen. Ergebnisse zu pathophysiologischen Vorgängen klinisch relevanter Immunsuppression und Prädisposition zu Infektionen und Sepsis nach Trauma sowie Hinweise auf mögliche Therapieansätze werden erwartet.

Quelle

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