Beschreibung der Studie

Es ist bereits bekannt, dass Patienten mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung veränderte Wahrnehmungen auftreten, z.B. eine verminderte Schmerzwahrnehmung unter bestimmten Umständen. Auch veränderte Körperwahrnehmungen wurden berichtet. Bislang ist jedoch unklar, in welcher Verbindung diese zu der Persönlichkeitsstörung oder zu veränderten Körperwahrnehmungen bei chronischen Schmerzpatienten stehen. Ziel dieser Studie ist es, mittels einfacher Berührungs- und Bewegungsaufgaben und unter Zuhilfenahme von funktioneller Kernspintomographie, Unterschiede in der Körperwahrnehmung zwischen Patienten mit Borderline Persönlichkeitsstörung, Patienten mit chronischem Muskelschmerz und gesunde Kontrollprobanden festzustellen und die ursächlichen Prozesse sichtbar zu machen.

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Studiendetails

Studienziel Ziel ist, mögliche Unterschiede in der Körperplastizität von verschiedenen Gruppen zu erfassen und diese mit sensorischen Fähigkeiten in Beziehung zu setzen (z. B. Schwellenbestimmungen). Außerdem werden Fragebogendaten zur Körperintegrität sowie kernspintomographische (Funktion und Struktur) und peripherphysiologische (z.B. Startle-Reaktion) Maße erhoben. Es gibt nur einen Messzeitpunkt. Es wird keine Intervention vorgenommen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 140
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Männlich und weiblich
  • Mindestalter: 18 Jahre
  • Höchstalter: 40 Jahre
  • Weitere Einschlusskriterien: Vorliegende Diagnose einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (nur für BPS-Gruppe), vorliegende Diagnose einer Fibromyalgie (nur für Fibromyalgie-Gruppe)

Ausschlusskriterien

  • Chronischer Schmerz
  • Akute oder chronische psychische Störung (außer Angst, Depression)
  • Kognitive Beeinträchtigungen
  • Metallteile im Körper
  • Platzangst
  • Epilepsie in der Vergangenheit, Gehirntrauma oder Gehirntumor

Adressen und Kontakt

Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

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Häufig gestellte Fragen

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Die Borderline Persönlichkeitsstörung zeichnet sich durch vielfältige sensorische Defizite wie z.B. eine verminderte Schmerzwahrnehmung aus, die mit Dissoziation und impulsivem Verhalten in Zusammenhang stehen. Darüber hinaus gibt es auch erste Hinweise auf eine gestörte Körperwahrnehmung. Es ist jedoch unklar, ob diese sensorischen Veränderungen, die insbesondere unter aversiven affektiven Situationen auftreten und mit Dissoziation gekoppelt sein dürften ein Vulnerabilitätsfaktor oder eine Konsequenz (im Sinne eines Bewältigungsverhaltens) der Störung sind. Die Spezifität für das somatosensorische System und die Interaktion zwischen verschiedenen Modalitäten und der Zusammenhang zur gestörten Körperwahrnehmung wurden bislang nicht untersucht. In gesunden Personen zeigte sich, dass ein weit verzweigtes neuronales Netzwerk, einschließlich parietaler und frontaler Hirnregionen, für die Integration von visueller und körperbezogener Information und für ein durchgängiges Gefühl des eigenen Körpers zuständig ist. In Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung scheint diese Integration jedoch in bestimmten Zuständen (wie z.B. der Dissoziation) gestört zu sein, weshalb von einem veränderten Zusammenspiel limbischer und frontaler Hirnregionen ausgegangen werden kann, zu welchem möglicherweise auch Interaktionen mit parietalen Regionen sowie Veränderungen der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse und genetische Faktoren hinzukommen. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis des Störungsbildes zu erlangen, um langfristig neue Diagnose- und Therapiemethoden zu gewährleisten.

Quelle

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